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Newsletter II/2010
Inhalt
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1.
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Neue Adresse der Business Keeper AG
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2.
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Stipendienprogramm „Public Policy and Good Governance”
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3.
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Zehn Jahre Global Compact der United Nations
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4.
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Aktuelle Studien
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5.
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Neuer Zertifikatsstudiengang „Certified Fraud Manager“
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6.
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CSR-Leitfaden der ISO fertig gestellt
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7.
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Business Keeper Stipendium
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8.
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Entwicklungshilfebanken schließen sich zur Korruptionsbekämpfung zusammen
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9.
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Veranstaltungen
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Literatur
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Zitat
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1. Neue Adresse der Business Keeper AG
Am 29. März ist die Business Keeper AG in die Hauptstadt umgezogen. Unsere größeren Büroräume befinden sich jetzt in der Bayreuther Straße 35 in 10789 Berlin. Das Gebäude liegt direkt am Wittenbergplatz gegenüber vom KaDeWe. Sie erreichen uns nun unter der Rufnummer +49 (0) 30 88 77 444 0. mehr...
2. Stipendienprogramm „Public Policy and Good Governance”
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bietet in der Hertie School of Governance in Berlin ein neues Programm „Public Policy and Good Governance" für zukünftige Führungskräfte in Politik und Verwaltung. Das vom Auswärtigen Amt finanzierte Stipendienprogramm will gute Regierungsführung in Afrika, Lateinamerika, Südasien, Südostasien sowie in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens unterstützen und die Zivilgesellschaften stärken. Mit den erworbenen Kenntnissen und Erfahrungen sollen die Geförderten später dazu beitragen, in ihren Heimatländern demokratische und sozial gerechte Strukturen zu etablieren. mehr...
3. Zehn Jahre Global Compact der United Nations
Im Jahr 1995 appellierte der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan an Wirtschaftsunternehmen, Regierungen und Organisationen, grundlegende Regeln und Werte in ihrer täglichen Arbeit zu berücksichtigen. Die zehn Prinzipien umfassen die Themen Menschenrechte, Arbeiterrechte, Umwelt und Korruptionsbekämpfung. Heute zählt der Global Compact weltweit fast 8.000 Teilnehmer, auch die Business Keeper AG unterstützt den Wertepakt durch ihre aktive Mitgliedschaft seit 2002. mehr...
4. Aktuelle Studien
„Who Blows the Whistle on Corporate Fraud?” Die US-Studie zeigt, dass Mitarbeiter mit Abstand die wichtigste Informationsquelle zur Aufdeckung von Straftaten im Unternehmen sind. Allerdings wurden 82 Prozent der Hinweisgeber, die nicht anonym blieben, versetzt oder gekündigt. Wirtschaftsprüfern ergeht es ebenso: Wenn sie Missstände öffentlich machten, wurde ihnen in 91 Prozent der Fälle das Mandat gekündigt. mehr... (englisch)
PricewaterhouseCoopers untersucht in einer Studie den Zusammenhang zwischen Compliance und Unternehmenskultur in Großunternehmen und erkennt, dass die Akzeptanz und auch der Erfolg von Compliance-Programmen und Hinweisgebersystemen entscheidend von der Unternehmenskultur abhängen. Nur ein gutes Drittel (34 Prozent) der Unternehmen hat bislang ein Hinweisgebersystem eingeführt. Einer der Haupteinwände ist die Furcht vor Denunziationen (44 Prozent). Das Missbrauchsrisiko wird jedoch überschätzt: Die Hälfte der Unternehmen berichtete über keine Vorfälle von Missbrauch. mehr...
Eine Studie der Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut „Managementkompass Wertemanagement“ stellt fest, dass die Hälfte der Mitarbeiter in deutschen Unternehmen nichts von den in ihrem Unternehmen festgeschrieben Werten weiß. Am besten sind Werte und Ziele auf der Managerebene bekannt, je weiter man in der Hierarchie nach unten geht, desto dünner ist dieses Wissen gesät. Im Branchenvergleich sind es am ehesten die Bankmitarbeiter, die die Wertvorstellungen ihres Unternehmens genau kennen. Auch beim Umgang mit Werten gibt es Unterschiede von Branche zu Branche: In der Gesundheitsindustrie haben kulturelle Werte den vergleichsweise höchsten Stellenwert, in der öffentlichen Verwaltung den niedrigsten. mehr...
Das allgemeine Vertrauen der Menschen in ihre Mitmenschen sinkt, wenn die Zahl der wegen Korruption verurteilten Regierungsangehörigen steigt. Zu diesem Ergebnis kommt der US-Politikwissenschaftler Sean Richey in einer Studie, für die er in der Zeit von 2000 bis 2004 die Festnahmen von Regierungsangehörigen in 50 US-Bundesstaaten mit den Daten zum Wählerverhalten, zur politischen Partizipation und zur öffentlichen Meinung verglich. In Staaten, in denen es auch auf Ebene der Regierung Korruption gibt, schwindet demnach nicht nur das Vertrauen in die Politiker, sondern ganz allgemein in die breite Öffentlichkeit. mehr...
Zum Thema Lobbying hat Burson-Marsteller 500 Befragungen in 15 europäischen Ländern durchgeführt. Deutlich wird die ambivalente Bewertung von Lobbying durch deutsche Politiker: Die Sachlichkeit von Informationen, Fachwissen und Argumenten der Lobbyisten wird positiv geschätzt, 61 Prozent der Befragten wünschen sich den Austausch mit Lobbyisten. Zudem wird die Tatsache, dass Lobbyisten die lokale und nationale Relevanz einer Sache deutlich machen, mit großer Mehrheit als positiv beurteilt (74 Prozent). Andererseits bestehen insbesondere in Deutschland Bedenken an den Folgen des Lobbyismus für den demokratischen Entscheidungsprozess: Mehr als die Hälfte der deutschen Befragten sehen „unzulässige Einflussnahme auf den demokratischen Entscheidungsprozess“ als negativen Aspekt von Lobbyismus an. Alle europäischen Vertreter bewerten zwei Industrien als besonders erfolgreich bei der Durchsetzung ihrer Interessen: Energieversorger und Pharmaunternehmen. mehr... (englisch)
5. Neuer Zertifikatsstudiengang „Certified Fraud Manager“
An der Frankfurt School of Finance & Management wird in diesem Jahr erstmals der einjährige Zertifikatsstudiengang zum „Certified Fraud Manager“ angeboten. Das berufsbegleitende Studium soll den Umgang mit Delikt- und Schadensfällen (Fraud Detection) und Themen wie Implementierung von Fraud Prevention vermitteln. Neben Fachwissen werden insbesondere auch Soft Skills und psychologische Aspekte gelehrt. Das erste Semester beginnt am 07. Mai 2010. mehr...
6. CSR-Leitfaden der ISO fertig gestellt
Nach fünf Jahren Entwicklungszeit soll der internationale Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen und Organisationen von der International Organization of Standardization (ISO) im Mai vorgestellt werden: die ISO 26.000. Perfekt sei der Leitfaden zwar noch nicht, wird kritisiert, er verfüge aber über eine hohe Legitimität, da die Empfehlungen in internationalen Beratungen im Konsensprinzip entwickelt wurden. Auch unsere Partnerin Dr. Annette Kleinfeld war an der Expertenrunde zur Erstellung der Norm beteiligt. mehr... (englisch)
7. Business Keeper Stipendium
Die Business Keeper AG kooperiert mit der Steinbeis-Hochschule Berlin und lobt für den kommenden Studiengang Master of Business Administration in der Spezialisierung Governance, Risk, Fraud Management und Compliance ein Stipendium in Höhe von 14.500 Euro aus. Bewerber/innen haben die Gelegenheit, sich in den genannten Themengebieten zwei Jahre nebenberuflich weiterzubilden und zudem ein hochkarätiges Netzwerk an Experten zu erschließen. Bewerbungen bis zum 23. Juli 2010 richten Sie bitte direkt an die School GRC. mehr...
8. Entwicklungshilfebanken schließen sich zur Korruptionsbekämpfung zusammen
Die Weltbank und vier regionale Entwicklungshilfebanken wollen eine gemeinsame Schwarzliste zum Ausschluss von Unternehmen bei Entwicklungshilfeprojekten erstellen. Die Vereinbarung soll am Freitag in Luxemburg von der Weltbank, der Inter-American Development Bank, der European Bank for Reconstruction and Development, der Asian Development Bank und der African Development Bank unterzeichnet werden. Momentan sind 162 Unternehmen und Einzelpersonen aus 25 Ländern von Projekten der Weltbank ausgeschlossen, die Asian Development Bank listet sogar 566 Unternehmen und Personen. mehr... (englisch)
9. Veranstaltungen
Anti-Korruption & Compliance Summit 2010 22. + 23.04., Frankfurt / Main Der diesjährige Summit befasst sich mit dem Umfang und den Funktionen von Compliance-Programmen und mit der unternehmensinternen Bekämpfung von Korruption und Kartellrechtsverstößen. mehr...
Zur Verantwortlichkeit der Compliance Officer 07.05., Leipzig Wie soll ein dem Vorstand unterstellter Mitarbeiter gleichzeitig für gesetzeskonforme Arbeit seines Hauses sorgen? Die Thematik dieser Tagung ist seit einer Entscheidung des Leipziger Strafsenats des Bundesgerichtshofs von besonderer Bedeutung für Unternehmen. Zur Diskussion treffen sich Juristen und Wirtschaftsexperten an der Universität Leipzig. mehr...
BKMS® Experience Day 2010 27. + 28.05., Frankfurt / Main Der Experience Day bringt ausschließlich Praktiker aus Unternehmen und Verwaltungen zusammen. Am ersten Tag finden in geschlossenem Teilnehmerkreis Referate zum praktischen Umgang mit dem BKMS® System statt. Der zweite Tag bietet Fachvorträge zu den Themen Compliance und Hinweisgebersysteme für einen breiteren Interessentenkreis. mehr...
EBEN Research Conference 2010 14. - 16.06., Tampere, Finnland Das Thema der englischsprachigen Konferenz des European Business Ethics Network ist "From Theory to Practice – How does business ethics matter?" mehr... (englisch)
2010 Global Compact Leaders Summit 24. + 25.06., New York, USA Führungskräfte aus der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik werden erwartet, darunter Staats- und Regierungschefs sowie zahlreiche CEOs führender Wirtschaftunternehmen weltweit. Das Gipfeltreffen unter Vorsitz von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon steht in diesem Jahr unter dem Motto „Building a New Era of Sustainability“. Im Fokus des Treffens steht der Informationsaustausch über ökologisch und sozial verantwortliche Unternehmensführung und deren Implementierung. mehr...
10. Literatur
Corporate Social Responsibility - Gesellschaftliche Verantwortung im unternehmerischen Alltag Arnd Hardtke und Annette Kleinfeld Gabler, März 2010. ISBN 978-3834908063 Die Autoren greifen die zentralen Themen des CSR-Gedankens auf, stellen konkrete Umsetzungsvorschläge vor und geben einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen. Insbesondere Leser aus dem unternehmerischen Mittelstand erfahren, wie sie gesellschaftliche Verantwortung wirkungsvoll und effizient in ihrem unternehmerischen Alltag umsetzen können. Best-Practice-Beispiele aus renommierten Unternehmen zeigen anschaulich zukunftsweisende Lösungsansätze und Erfolgskonzepte. mehr...
Global Compact Deutschland 2009 - Das Jahrbuch der UN Initiative für Corporate Social Responsibility (CSR) Mediengruppe macondo 2010. ISBN: 978-3-9810638-8-2 Wie kann Klimapolitik nach dem gescheiterten Gipfel von Kopenhagen fortgesetzt werden? In welche Richtung steuert die CSR-Strategie der Bundesregierung? Und welche Folgen hat die Weltfinanzkrise auf das Nachhaltigkeitsmanagement von Unternehmen? Das sind einige der Fragen, die im Mittelpunkt des Jahrbuches stehen. mehr...
Jetzt sind wir dran: Korruption in Kenia. Die Geschichte des John Githongo Michela Wrong und Anna Latz Bittermann, März 2010. ISBN 978-3893201402 Dieses Buch ist eine Parabel auf staatliche Macht, wie sie funktioniert, welche Abhängigkeiten und Irrationalitäten herrschen. Das alles wird an der Biographie des Protagonisten John Githongo entwickelt, der sich als Regierungsbeauftragter für Antikorruption mit direktem Zugang zum Präsidenten befand. mehr...
Ethikrichtlinien und Whistleblowing - Arbeitsrechtliche Aspekte der Einführung eines Compliance-Systems Mike Schulz Verlag Peter Lang, Februar 2010. ISBN 978-3-631-59904-4 Die Untersuchung behandelt die arbeitsrechtlichen Aspekte bei der Einführung einer Ethikrichtlinie und eines Whistleblowingsystems im Rahmen des Compliance-Managements. Zentrale Fragestellung der Arbeit ist, inwieweit sich eine Verpflichtung zur Anzeige des Fehlverhaltens Dritter aus den vertragsimmanenten Nebenpflichten des Arbeitnehmers ergibt. mehr...
Der Deutsche Corporate Governance Kodex. Am Beispiel der DAX30-Unternehmen Sven Grabau VDM Verlag 2009. ISBN 978-3-639-14255-6 Das Nachschlagewerk definiert allumfassend den Begriff, die Philosophie, die Entstehung und Bedeutung von Corporate Governance. Detailliert wird auf den Deutschen Corporate Governance Kodex eingegangen, auch anhand von Fallbeispielen. mehr...
Korruption und Mitarbeiterkriminalität. Wirtschaftskriminalität vorbeugen, erkennen und aufdecken Roger Odenthal Gabler Verlag 2009. ISBN 978-3-8349-1385-2 Das 2005 erschienene Buch liegt in zweiter, umfassenderer Auflage vor. Es enthält Informationen, Anleitungen und Beispiele zur Prävention, Erkennung und Aufdeckung von Mitarbeiterdelikten jeweils mit engem Bezug zur Praxis. mehr...
Asset Tracing & Recovery. The FraudNet World Compendium Erich Schmidt Verlag 2009. ISBN 978-3-503-11660-7 Die Autoren sind Mitglieder von FraudNet, einer internationalen Vereinigung einschlägig spezialisierter Rechtsanwälte. Asset Tracing & Recovery behandelt das Aufspüren und die Rückgewinnung illegal erworbener Vermögenswerte, die von Betrügern über zum Teil schwer nachvollziehbare Wege versteckt werden. Dabei nutzen die Täter gezielt die unterschiedlichen Regelungen verschiedener Staaten. mehr...
11. Zitat
Je mehr Bürger mit Zivilcourage ein Land hat, desto weniger Helden wird es einmal brauchen.
Franca Magnani, italienische Journalistin
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Newsletter I/2010
Inhalt
1. Deutschland-Bericht der GRECO am Antikorruptionstag veröffentlicht 2. Aktuelle Studien zu den Themen Compliance, Korruption und Whistleblowing 3. Korruption ist wichtiges Thema der EU 4. Informationsservice der KKH-Allianz 5. BKMS® Experience Day 2010 6. Verleihung des Preises für Unternehmensethik des DNWE 7. Zusammenarbeit gegen Betrug im Gesundheitswesen 8. Veranstaltungen 9. Literatur 10. Zitat
1. Deutschland-Bericht der GRECO am Antikorruptionstag veröffentlicht
Die Staatengruppe gegen Korruption des Europarats (Greco) kritisiert in zwei Evaluationsberichten "Criminalisation of corruption" und "Transparency of party funding" die deutschen Antikorruptionsbemühungen und empfiehlt der deutschen Regierung 20 Gesetzesänderungen.
GRECO ist die für Antikorruptionskonventionen zuständige Unterorganisation des Europarates, der 45 europäische Länder und die USA angehören. Sie befasst sich nicht mit konkreten Fällen, sondern unterstützt Staaten bei Gesetzesreformen im Kampf gegen die Korruption.
Die Empfehlungen aus den Berichten umfassen beispielsweise eine Verschärfung des Straftatbestandes der Abgeordnetenbestechung ebenso wie das Verbot von Spenden an Abgeordnete und Kandidaten. Alternativ könnten Abgeordnete und Kandidaten zu den Offenlegungsprinzipien verpflichtet werden, wie sie für politische Parteien gelten. Den GRECO-Experten ist bei den nationalen Abgeordneten eine „außerordentlich beschränkte Definition von Korruption" aufgefallen, die lediglich den Kauf oder Verkauf von Stimmen bei Wahlen einschließt. Zahlungen an einzelne Politiker durch Lobbyisten oder Sponsoren, die nicht mit Stimmenkauf in Verbindung stehen, sind jedoch nicht strafbar. Kritisiert wird in den Berichten zudem, dass nur die Namen von Großspendern veröffentlicht werden müssen, die pro Jahr mehr als 10.000 Euro spenden sowie die weitgehende Straffreiheit bei der Abgeordnetenbestechung.
GRECO befürwortet die Ausweitung von Tatbeständen wie aktive und passive Korruption auf ausländische Parlamentarier, Beamte und Mitarbeiter internationaler Institutionen. Dies ist nach Ansicht der Experten wichtig, weil Deutschland als bedeutende Wirtschaftsmacht stark im internationalen Handel vertreten ist. Bis zum 30. Juni 2011 wird Deutschland die Gelegenheit eingeräumt, diese Empfehlungen rechtlich umzusetzen und anschließend über die Umsetzung zu berichten. mehr... (englisch)
2. Aktuelle Studien zu den Themen Compliance, Korruption und Whistleblowing
19 der 30 größten börsennotierten Konzerne in Deutschland haben innerhalb der vergangenen fünf Jahre ihre Überwachungssysteme (Compliance) umfangreich ausgebaut oder zentralisiert. Die Aufwertung oder Gründung der Compliance-Struktur folgte den großen Korruptions- oder Datenskandalen in Deutschland, so eine Umfrage der Financial Times Deutschland. mehr...
Transparency International zeigt in der Untersuchung “Alternative to silence: Whistleblower protection in 10 European countries“ zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Hinweisgeberschutz in zehn europäischen Staaten, dass Hinweisgeber in der Mehrheit der Länder nicht adäquat geschützt werden. Das Konzept des Hinweisgebens ist in vielen Ländern negativ konnotiert, weswegen eine Aufklärung empfohlen wird, um das Hinweisgeben zu entstigmatisieren. mehr... (englisch)
Eine Eurobarometer-Umfrage hat ergeben, dass im Durchschnitt 78 Prozent der EU-Bürger Korruption als ernsthaftes Problem in ihren Ländern empfinden. 42 Prozent halten enge Verbindungen zwischen Politik und Wirtschaft als die wichtigste Ursache für Korruption. Rund ein Drittel sind der Meinung, dass Regierungen und Politiker nicht genug tun, um Korruption zu bekämpfen, dass die Strafen für Korruption unzulänglich sind und dass es einen Mangel an Transparenz bei der Verwendung von öffentlichen Mitteln gibt. mehr... (englisch)
80 Prozent der deutschen Unternehmen sieht Wirtschaftskriminalität als ernste Bedrohung, mehr als zwei Drittel der 300 Befragten gehen davon aus, dass das Ausmaß wirtschaftskrimineller Handlungen weiter zunehmen wird. Dies geht aus der Umfrage „Wirtschaftskriminalität in Deutschland 2010“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hervor. Die konsequente Umsetzung von Whistleblowing wird dringend empfohlen. mehr...
Menschen mit Macht legen häufig an andere viel höhere moralische Maßstäbe an als an sich selbst. Zu dieser Aussage kommen Psychologen der amerikanischen Northwestern University und der niederländischen Universiteit van Tilburg. Die Mächtigen sind sehr streng in der Beurteilung des Verhaltens von anderen, während sie in Bezug auf ihre eigenen Handlungen sehr nachsichtig sind. Es entwickeln aber nur jene Machtinhaber ein heuchlerisches Verhalten, die ihre Macht verliehen bekommen und nicht durch Arbeit erworben haben wie z.B. Unternehmensgründer. mehr...
60 Prozent der Österreicher glauben, dass bei großen Wirtschaftsdeals in Österreich Korruption mit im Spiel ist. Zugleich sagen 36 Prozent der Österreicher, dass unsaubere Geschäfte zunehmen. Dies geht aus einer vom Wirtschaftsmagazin „Trend" veröffentlichten Umfrage hervor. mehr...
Welche Faktoren beeinflussen die Korruptionsanfälligkeit eines Unternehmens im Beschaffungsprozess? Diese Frage untersuchte der Lehrstuhl für Investitionsgütermarketing und Beschaffungsmanagement an der Universität Stuttgart in einem Pre-Test. Befragt wurden Einkaufsverantwortliche kleinerer und mittlerer Unternehmen schwerpunktmäßig aus den Branchen Industrie, Energie, Handel, Technologie und Pharma. Die Korruptionsanfälligkeit wurde in vier Bereichen untersucht: Organisatorische Komplexität, Komplexität der Einkaufsprozesse, Corporate Culture sowie Internationalisierung. mehr... (englisch)
3. Korruption ist wichtiges Thema der EU
In den Fünf-Jahres-Plan der EU zur Zusammenarbeit im Bereich Justiz und Inneres (Stockholm Programm) wurde eine Anti-Korruptionsklausel aufgenommen. Das Stockholm Programm definiert die Kompetenzen der EU bei der Evaluation und Bekämpfung von Korruption in sensiblen Bereichen, die die Sicherheit der EU-Bürger betreffen. Siim Kallas, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für Verwaltung, Audit und Betrugsbekämpfung hat seinen Bericht “My results 2005-2009“ vorgestellt. Experten kritisieren jedoch, dass Errungenschaften in einigen Schlüsselfragen überbewertet würden. Das freiwillige EU-Lobbyregister weise zu viele Schwachstellen auf, als dass es als Erfolg verbucht werden könne. Zudem hebe Kallas’ Bericht die umfangreichen ethischen Richtlinien für EU-Beamte als Erfolg hervor. Diese mögen zwar die Wahrnehmung von potentiellen Interessenkonflikten erhöht haben. Die ethischen Richtlinien der EU-Kommission seien jedoch weiterhin lückenhaft und ihre Umsetzung wirkungslos. mehr... (englisch)
4. Informationsservice der KKH-Allianz
Eine ausführliche Sammlung gerichtlicher Entscheidungen zum Thema Abrechnungsbetrug und Korruption finden Sie auf der Internetseite der KKH-Allianz. Am 17. und 18.02. findet zudem die vierte Fachtagung „Betrug im Gesundheitswesen“ in Hannover statt. Seit rund 2 ½ Jahren kämpft auch diese Krankenkasse mit dem BKMS® System gegen Fehlverhalten im Gesundheitswesen. mehr...
5. BKMS® Experience Day 2010
Nach einer gelungenen Auftaktveranstaltung im Mai 2009 in der Bertelsmann Repräsentanz in Berlin wurde der Ruf nach einem regelmäßigen Treffen von Anwendern und Interessenten des BKMS® Systems laut. Dem wollen wir folgen und organisieren den diesjährigen BKMS® Experience Day mit Unterstützung der Fraport AG am Flughafen in Frankfurt am Main wieder für einen geschlossenen Teilnehmerkreis.
Der von unseren Kunden initiierte Anwenderkreis trifft sich am 27.05. ab Mittag, um Fachthemen der Umsetzung zu erörtern. Anschließend findet ein Get-Together statt, zu dem auch die Teilnehmer des Folgetages eingeladen sind. Beide Veranstaltungen werden im sehr repräsentativen DaVinci-Haus durchgeführt, einem speziell schallisolierten Bau gleich neben der Start- und Landebahn des Frankfurter Flughafens.
Am Folgetag, dem 28.05. von 9 bis 15 Uhr, werden wir wie schon im Vorjahr Experten zum Thema Compliance und Whistleblowing zusammenbringen, um gemeinsam aktuelle Themen zu diskutieren. Das Veranstaltungsprogramm wird im März feststehen. mehr...
6. Verleihung des Preises für Unternehmensethik des DNWE
Das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE) hat seinen Preis für Unternehmensethik 2009 an zwei Organisationen verliehen: die Business Social Compliance Initiative (BSCI) und den mittelständischen Meeresfrüchte-Spezialisten Ristic AG. Der Preis für Unternehmensethik wird seit dem Jahr 2000 im Zweijahresturnus an beispielgebende Initiativen um die praktische Ausgestaltung der Unternehmensethik vergeben. mehr...
7. Zusammenarbeit gegen Betrug im Gesundheitswesen
Als erstes Bundesland geht Bremen mit einer Clearingstelle gegen Korruption im Gesundheitswesen vor. Die gemeinsame Prüfstelle von Ärztekammer, Kassenärztlicher Vereinigung und der Krankenhausgesellschaft soll Verträge und Absprachen zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten prüfen und beide Seiten bei neuen Abschlüssen beraten, um unzulässige Praktiken im Zusammenhang mit den sogenannten Kopfpauschalen und Zuweiserprämien aufzudecken. mehr...
8. Veranstaltungen
5th European Forum on Anti-Corruption 26. + 27.01., Frankfurt / Main Es wird über den gesteigerten Einfluss der Behörden aus den USA und Europa informiert und bewährte Verfahren zur Risikominimierung für Unternehmen werden vorgestellt. mehr... (englisch)
Praxisdialog Compliance 28. + 29.01., Berlin Die Unterstützung von Unternehmen beim Training und bei der Kommunikation von Compliance-Themen ist ein Schwerpunkt der digital spirit GmbH. Die Veranstaltung bietet eine Gelegenheit für einen Erfahrungsaustausch rund um verschiedene Aspekte von Compliance-Training und -Kommunikation. Referenten aus renommierten Unternehmen geben mit praxisnahen Vorträgen Impulse für anregende Diskussionen. mehr...
Sustainable values for valuable sustainability - about ambiguity and cultural interpretations of responsibility (Nachhaltige Werte für wertvolle Nachhaltigkeit - über die Mehrdeutigkeit und kulturelle Deutung von Verantwortung) 05. + 06.02., Florenz, Italien Mit diesem Workshop will der Club of Florence einen intellektuellen Austausch und Netzwerkaufbau zum Thema unterstützen. Es wird die Frage zur Vereinbarkeit von strategisch-ökonomischen und ethischen Kriterien aufgeworfen. mehr... (englisch)
Compliance durch Wertemanagement 22.02., Frankfurt / Main Professionelles Wertemanagement ist notwendig, um ein gesetzes- und regelkonformes Handeln des Managements und der Mitarbeiter bei ethisch zweifelhaften Entscheidungen zu gewährleisten. Somit entwickelt sich das Wertemanagement zu einem unverzichtbaren Bestandteil einer effizienten Compliance-Organisation. mehr...
9. Literatur
Handbuch Compliance-Management Josef Wieland, Roland Steinmeyer, Stephan Grüninger Verlag Erich Schmidt, Januar 2010. ISBN 978-3503120574 Die Verfasser erläutern, welchen Charakter und welche Mindestanforderungen ein erfolgreiches Compliance-Management in Wirtschaft und Verwaltung heute erfüllen muss, um glaubwürdig, effizient und effektiv zu sein. Darüber hinaus thematisieren die konzeptionellen und zugleich praxisorientierten Beiträge auch die noch offenen Fragen an das Compliance-Management. Kenan Tur, Vorstand und Gründer der Business Keeper AG, hat den Fachbeitrag zum Thema Hinweisgebersysteme geschrieben. mehr...
Whistleblowing: Handlungsempfehlungen für eine nutzenstiftende Umsetzung in deutschen börsennotierten Unternehmen Jessica Donato Peter Lang Verlag August 2009. ISBN 978-3631595596 Die bestehenden Kontroll- und Überwachungsmechanismen in deutschen börsennotierten Unternehmen sind nach wie vor unzureichend. Um diesem Defizit entgegenzuwirken, untersucht die Autorin mit dem Whistleblowing ein Instrument, welches, durch die Einbeziehung der Unternehmensangehörigen als interne Hinweisgeber, dazu geeignet ist, den genannten Missständen schon frühzeitig zu begegnen und dabei gleichzeitig öffentlichkeitswirksame und für die Unternehmen rufschädigende Skandale vermeiden hilft. mehr...
Aufdeckung wirtschaftskrimineller Handlungen durch den Wirtschaftsprüfer Thorsten Melcher Josef Eul Verlag August 2009. ISBN 978-3-89936-832-1 In seiner Dissertation erwähnt der Autor als erfolgreiches Beispiel für Whistleblowing das BKMS® System im Einsatz beim Landeskriminalamt Niedersachsen. mehr...
Prävention von Wirtschaftskriminalität in Unternehmen André Amend Diplomica Verlag August 2009. ISBN 978-3836665018 Nach einer Darstellung der am häufigsten vorkommenden Wirtschaftsdelikte und die dadurch verursachten Schäden werden Ursachenmodelle vorgestellt und aufgezeigt, wer die Täter sind, warum sie so handeln und woher sie in der Regel kommen. Begünstigende Umstände bzw. Risikofelder für wirtschaftskriminelle Handlungen werden ebenso beleuchtet wie Instrumente zur Prävention von Wirtschaftskriminalität: Whistleblowing, das Interne Überwachungssystem mit Interner Revision, das internal control Konzept nach COSO und das Audit Committee. Der dritte große Abschnitt widmet sich der Unternehmenskultur. mehr...
Economic Gangsters Raymond Fisman und Edward Miguel Campus Verlag August 2009. ISBN 978-3593389738 Dieses Buch erklärt, wie Korruption, Armut und Kriminalität miteinander verflochten sind und auf welche Weise Wirtschaftsverbrechen nachhaltig bekämpft werden kann. mehr...
Korruption und neue Staatlichkeit: Perspektiven sozialwissenschaftlicher Korruptionsforschung Carsten Stark und Christian Lahusen Verlag Books on Demand Dezember 2009. ISBN 978-3839112267 Die Beiträge dieses Sammelbandes verdeutlichten, dass Korruption ein eminent wichtiges und spannendes soziologisches Thema darstellt. mehr...
Die Information des Aufsichtsrats durch die Mitarbeiter: Whistleblowing und Mitarbeiterbefragung als Mittel zur Verbesserung der Informationsasymmetrien in der AG Kathrin Korte Verlag Peter Lang September 2009. ISBN 978-3631592281 Die Frage der Informationsversorgung des Aufsichtsrats in der Aktiengesellschaft ist seit Jahrzehnten Gegenstand von Diskussionen in der rechtswissenschaftlichen Literatur und der Gesetzgebung. Schwerpunkt der Diskussion ist seit einigen Jahren die Frage, ob die Informationsversorgung des Aufsichtsrats durch den Vorstand ausreicht, oder ob und in welchem Umfang es einer vorstandsunabhängigen Information des Aufsichtsrats bedarf. mehr...
10. Zitat
Vertrauen ist für alle Unternehmungen das größte Betriebskapital, ohne welches kein nützliches Werk auskommen kann. Es schafft auf allen Gebieten die Bedingungen gedeihlichen Geschehens.
Albert Schweizer
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Newsletter IV/2009
Inhalt
1. BGH-Urteil: Compliance-Beauftragte haften für die Einhaltung von Strafvorschriften durch Dritte 2. Aktuelle Studien und Statistiken zu Korruption und Wirtschaftskriminalität 3. Großes Informationsangebot auf der neuen Business Keeper-Webpage 4. Ludwig Erhardt-Preis für Dissertation in der Korruptionsforschung 5. OLAF und Weltbank kooperieren bei der Bekämpfung von Entwicklungshilfebetrug 6. Neue Gesetze und Gerichtsurteile zu den Themen Whistleblowing und Compliance 7. Whistleblowing in Indonesien mit dem BKMS® System 8. Neues Bundesdatenschutzgesetz betrifft auch die Korruptionsbekämpfung 9. Veranstaltungen 10. Literatur 11. Zitat
1. BGH-Urteil: Compliance-Beauftragte haften für die Einhaltung von Strafvorschriften durch Dritte
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteil vom 17. Juli (Aktenzeichen: 5 StR 394/08) den Leiter einer Rechtsabteilung und Revision wegen Beihilfe zum Betrug durch Unterlassen zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen verurteilt. Der Angeklagte war über ein Delikt in seinem Unternehmen informiert, unterrichtete jedoch weder seinen unmittelbaren Vorgesetzten, den Vorstandsvorsitzenden noch ein Mitglied des Aufsichtsrats. Der BGH stellte allerdings heraus, dass im entschiedenen Fall folgende Besonderheiten bestehen: Das Unternehmen ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und die vom Angeklagten nicht unterbundene Tätigkeit bezog sich auf den hoheitlichen Bereich des Unternehmens.
Das Gericht erwähnt in seinem Urteil daneben explizit Compliance Officer in Unternehmen: Deren Aufgabengebiet sei die Verhinderung von Rechtsverstößen, insbesondere von Straftaten, die aus dem Unternehmen heraus begangen werden und diesem erhebliche Nachteile durch Haftungsrisiken oder Ansehensverlust bringen können. Derartige Beauftragte würde regelmäßig strafrechtlich eine Garantenpflicht im Sinne des § 13 StGB treffen, solche im Zusammenhang mit der Tätigkeit des Unternehmens stehende Straftaten von Unternehmensangehörigen zu verhindern. Dies sei die notwendige Kehrseite ihrer gegenüber der Unternehmensleitung übernommenen Pflicht, Rechtsverstöße und insbesondere Straftaten zu verhindern. Unterlässt der Compliance Officer die erforderlichen präventiven Maßnahmen, mache er sich eventuell selbst strafbar.
Compliance Officer müssen zukünftig dringend Acht geben, dass ihre Zuständigkeit, Aufgaben und Befugnisse präzise im Arbeitsvertrag oder in einer Stellenbeschreibung geregelt werden. Zudem könnten haftungsbeschränkende Maßnahmen wie D&O-Versicherung sowie eine Strafrechtsschutzversicherung sinnvoll sein. mehr...
2. Aktuelle Studien und Statistiken zu Korruption und Wirtschaftskriminalität
In ihrer Studie „Wirtschaftskriminalität 2009 - Sicherheitslage in deutschen Großunternehmen“ zeigt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter der Leitung von Prof. Dr. Kai Bussmann, dass Wirtschaftskriminalität inzwischen die Mehrheit der deutschen Großunternehmen betrifft: 61% gaben an, dass sie in den vergangenen zwei Jahren zum Opfer von Wirtschaftsdelikten geworden sind. Der finanzielle Verlust beträgt 2009 durchschnittlich 5,57 Millionen Euro je betroffenes Unternehmen. mehr…
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RölfsPartner und die Universität Leipzig unter Leitung von Prof. Dr. Hendrik Schneider haben eine Studie zu Täterprofilen von Wirtschaftskriminellen herausgebracht: „Der Wirtschaftsstraftäter in seinen sozialen Bezügen“. Dazu wurden die Urteile der drei Berliner Wirtschaftsstrafkammern aus dem Jahr 2007 sowie Praxisfälle analysiert. Grundsätzlich unterscheiden die Experten zwischen Tätern, die eine Gelegenheit ergreifen, und solchen, die gezielt die Gelegenheit zur Tat suchen. Aus den Merkmalen bestimmen die Autoren vier Idealtypen. Da Krisenzeiten den Nährboden für Wirtschaftsdelikte schaffen, werden aus dem Zusammenspiel von Tatgelegenheit und Persönlichkeitsstruktur zudem Handlungsempfehlungen für Unternehmen abgeleitet. mehr...
Ebenso hat sich die Hochschule Pforzheim in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers in der Studie „Wirtschaftskriminalität: Eine Analyse der Motivstrukturen“ mit den Täterprofilen von Wirtschaftskriminellen auseinandergesetzt. Es wurden qualitativ-psychologische Interviews mit Wirtschaftsstraftätern in verschiedenen Vollzugsanstalten geführt, Gerichtsakten systematisch analysiert und ausgewertet. Aus bestimmten Charakteristika, die sich über verschiedene Fälle hinweg wiederholten, wurden fünf Täterprofile entwickelt. mehr...
63% der europäischen Finanzunternehmen verzeichnen Schäden durch Compliance-Verstöße; der Betrug durch eigene Mitarbeiter zählt dabei zu den größten Risiken. Um diesen Verstößen auf die Spur zu kommen, erweisen sich interne Hinweise als besonders Erfolg versprechend, doch solche Hinweisgebersysteme sind nicht einmal in der Hälfte der deutschen Finanzinstitute verankert. Zu diesem Ergebnis kommt die Hamburger Steria Mummert Consulting in ihrer Studie „Wirtschaftskriminalität in der Finanzbranche“. mehr...
Das Beratungsunternehmen kommt in einer weiteren Studie „Managementkompass Wertemanagement“ zu dem Schluss, dass gut jede zweite Fach- und Führungskraft in Deutschland die Kriterien der hauseigenen Unternehmenskultur nicht benennen kann. mehr...
Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) hat seinen „Jahresbericht 2009“ veröffentlicht. 450 Millionen Euro an veruntreuten EU-Geldern wurden sichergestellt; mehr als die Hälfte der Verdachtsfälle betrafen Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Italien und Rumänien. Kritik übt OLAF vor allem an den Mitgliedsländern Bulgarien und Rumänien: Die Brüsseler Kommission hatte im vergangenen Jahr zunächst Bulgarien und anschließend Rumänien wegen Korruption und organisierter Kriminalität EU-Gelder in Millionenhöhe gesperrt. Die Zahl der beim OLAF eingegangenen Hinweise hat erneut deutlich zugenommen (ein Anstieg um 85% seit 2003). Wichtigste Informationsquelle sind die Mitgliedstaaten und einzelne Hinweisgeber. mehr...
Im neuesten „Global Corruption Report“ (GCR 2009) von Transparency International wird die Angebotsseite der Korruption, die Privatwirtschaft, in den Fokus gestellt. Der Bericht legt dar, wie korrupte Praktiken den fairen Wettbewerb unterminieren, wirtschaftliches Wachstum hemmen und letztlich die Existenz der Unternehmen gefährden. Korruption führt zudem zu sinkender Arbeitsmoral sowie zu Vertrauensverlust bei Kunden und Geschäftspartnern. Gleichzeitig steigen die Risiken, erwischt zu werden; so mussten Unternehmen wegen korrupter Praktiken allein in den letzten zwei Jahren Milliarden an Bußgeldern zahlen. mehr... (englisch)
Im „Bundeslagebild Korruption 2008“ zeigt das Bundeskriminalamt, dass vor allem im Bau- und Dienstleistungsgewerbe unverändert bestochen wird, um Aufträge zu erlangen. Im Jahr 2008 wurde eine deutliche Zunahme der Korruption in der Privatwirtschaft festgestellt, während der Anteil der polizeilich bekannt gewordenen Fälle in der öffentlichen Verwaltung stark zurückgegangen ist. Möglicherweise könnte diese Entwicklung in einer zunehmenden Sensibilität und Aufklärungsbereitschaft der Privatwirtschaft als Folge der in der Vergangenheit geführten öffentlichkeitswirksamen Korruptionsverfahren begründet sein. mehr…
3. Großes Informationsangebot auf der neuen Business Keeper-Webpage
Die Business Keeper AG hat nach einem Relaunch ihrer Internetpräsenz das Informationsangebot weiter ausgebaut. In der Rubrik „Wissen“ finden Sie umfangreiche Informationen, Literaturtipps und Statistiken zu den Themen Whistleblowing, Wirtschaftskriminalität und Wirtschaftsethik. Zudem sind zahlreiche Fachartikel beispielsweise zu Gesetzen, zu Täterprofilen, zum Datenschutz oder zur Betriebsratsarbeit abrufbar. mehr… 4. Ludwig Erhardt-Preis für Dissertation in der Korruptionsforschung
Eine der bedeutendsten Auszeichnungen in Deutschland für Promotionsarbeiten in den Wirtschaftswissenschaften erhielt in diesem Jahr Dr. Tanja Rabl von der Universität Bayreuth. Ihre empirischen Untersuchungen arbeiten insbesondere die person- und situationsbezogenen Faktoren heraus, die bei Mitarbeitern privater Unternehmen die Bereitschaft zum korrupten Handeln fördern. Zudem ermittelt Tanja Rabl typische Strategien, mit denen korrupte Akteure ihre Handlungsweisen nachträglich rechtfertigen und leitet konkrete Maßnahmen ab, mit denen Unternehmen korrupten Handlungsweisen vorbeugen können. Die Dissertation wurde von der Business Keeper AG finanziell unterstützt. mehr...
5. OLAF und Weltbank kooperieren bei der Bekämpfung von Entwicklungshilfebetrug
Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung OLAF und die Vize-Präsidentschaft für Integrität der Weltbank haben im Juni in Brüssel ein Übereinkommen unterzeichnet, gemeinsam gegen Betrug bei der Vergabe und Verwendung von Entwicklungshilfe zu kämpfen. Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind die weltgrößten Geber von Entwicklungshilfe. Die Weltbank wiederum ist in ihrer Rolle als Projektleiter Treuhänder bedeutender Finanzmittel der EU. Die Kooperationsvereinbarung wird einen direkten Informationsaustausch und eine Zusammenarbeit der Ermittler beider Institutionen in den Bereichen Betrugs- und Korruptionsbekämpfung ermöglichen. mehr...
6. Neue Gesetze und Gerichtsurteile zu den Themen Whistleblowing und Compliance
Das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung vom 31. Juli (BGBl I 2009, 2509) ist am 5. August in Kraft getreten. Insbesondere wurden Vorgaben für die Festsetzung der Vorstandsvergütung formuliert, die nun auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist. Variable Vergütungsbestandteile sollen zukünftig eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und Fehlentwicklungen können auch zu einer Herabsetzung der Vorstandsvergütung führen. Das gilt der Gesetzesbegründung zufolge nicht nur für börsennotierte, sondern auch für nicht börsennotierte Aktiengesellschaften.
Ferner enthält das Gesetz Änderungen im Hinblick auf die Offenlegung und Kontrolle von Vorstandsbezügen, die für mehr Transparenz sorgen sollen sowie die Festsetzung eines zwingenden Selbstbehalts bei der D&O-Versicherung. mehr...
Wie in unserem ersten Newsletter dieses Jahres berichtet, wurde ein Gesetzesentwurf zur Teilrevision des Schweizer Obligationenrechts eingebracht. Im Juli hat der Schweizer Nationalrat nun den Schutz von Whistleblowern beschlossen. Damit erhält der Bundesrat den Auftrag zur Erarbeitung eines Gesetzesartikels, der Personen, welche im Umfeld von Korruptionsdelikten Hinweise gegen ihren Arbeitgeber geben, vor einer ungerechtfertigten Entlassung schützt. Gemäß der nun vereinbarten Formulierung und entgegen der ursprünglichen Motion darf ein Whistleblower erst als Ultima Ratio Unregelmäßigkeiten an die Öffentlichkeit tragen. mehr...
In einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz vom 16. Januar (Aktenzeichen 9Sa572/08) wird festgestellt: Nimmt ein Mitarbeiter von einem für seinen Arbeitgeber tätigen Dienstleister ein teures Geschenk (hier eine VIP-Lounge-Eintrittskarte für ein Fußballspiel) an, so kann dies seine fristlose Kündigung rechtfertigen. Der Vorteil muss nicht dazu bestimmt, sondern nur geeignet sein, ihn in seinem geschäftlichen Verhalten zugunsten Dritter zu beeinflussen. Und zwar unabhängig davon, ob es tatsächlich zu einer den Arbeitgeber schädigenden Handlung kommt. mehr... 7. Whistleblowing in Indonesien mit dem BKMS® System
Seit August können auch die rund 210 Millionen Bürger Indonesiens etwas gegen Korruption in ihrer Regierung und Wirtschaft tun: Mit Unterstützung der GTZ (Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) und des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) wurde das internetbasierte Hinweisgebersystem BKMS® System landesweit installiert, das jedem Einzelnen ermöglicht, Korruption auch vollkommen anonym an die Anti-Korruptionsbehörde KPK (Komisi Pemberantasan Korupsi) zu melden. Die Einführung des BKMS® Systems rief ein großes Medienecho hervor; das Angebot wird bereits sehr gut genutzt.
Die Anonymität des Hinweisgebers ist vor allem dort wichtig, wo Bekämpfer der Korruption Bedrohung durch die delinquenten Akteure fürchten müssen; Indonesien liegt im Ranking von Transparency International relativ weit hinten auf Platz 126 von 180. Dieser „Corruption Perceptions Index (CPI)“ listet Länder nach dem Grad auf, in dem dort Korruption bei Amtsträgern und Politikern wahrgenommen wird.
Vor drei Jahren wurde das Hinweisgebersystem BKMS® System bereits in Kenia für einen vergleichbaren Anwendungsbereich implementiert und wird seitdem sehr erfolgreich genutzt. mehr... 8. Neues Bundesdatenschutzgesetz betrifft auch die Korruptionsbekämpfung
Mit der Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) vom 1. September haben sich die Regeln zum Umgang mit Arbeitnehmerdaten im Unternehmen geändert. Für die Aufdeckung doloser Handlungen durch interne Abteilungen oder externe Dienstleister sind insbesondere die Neufassung des § 32 BDSG (Arbeitnehmerdatenschutz) und die Änderung des § 11 BDSG (Auftragsdatenverarbeitung) zu beachten.
Der § 32 BDSG findet Anwendung bei Beschäftigtenverhältnissen und verdrängt die in diesen Fällen bislang anzuwendenden Vorschriften des § 28 BDSG. Auch zur Aufdeckung von Straftaten und Bekämpfung von Korruption dürfen Arbeitgeber die Daten des Arbeitsnehmers nur dann für eine elektronische Überprüfung verwenden, wenn ein konkreter Verdacht auf eine Straftat vorliegt. Die Verdachtsmomente sind zu dokumentieren.
Der § 11 BDSG thematisiert die Fremdbeauftragung, bei der personenbezogene Daten durch Dritte ausgewertet werden. Neben der Pflicht zur schriftlichen Auftragsvergabe besteht nun auch Formzwang in Bezug auf die inhaltliche Darstellung des Auftrags. Der Auftraggeber muss die Einhaltung des Datenschutzes beim Auftragnehmer regelmäßig überprüfen.
Bei der Verwendung personenbezogener Daten zur Korruptionsbekämpfung ist nun wichtig, sich frühzeitig mit allen Beteiligten innerhalb und außerhalb des Unternehmens abzustimmen. Revisionsmitarbeiter sollten den innerbetrieblichen Datenschutzbeauftragten, Betriebsrat und zuständige Aufsichtsbehörden rechtzeitig über ihr Vorgehen informieren und außerdem Ziel der Aktion, alle Beteiligten und Vorgehensweisen genau dokumentieren. mehr...
9. Veranstaltungen
Fachkonferenz für Journalisten: Korruption aufdecken 30. Oktober - 01. November, Berlin Vor welchen Herausforderungen Journalisten stehen, die Korruptionsfälle aufdecken wollen, welche Recherchetechniken und Wege es gibt, soll in der Fachkonferenz geklärt werden. mehr...
3rd Session of the Conference of the States Parties to the United Nations Convention against Corruption 9. - 13. November, Doha, Katar Länder, welche die UN Konvention gegen Korruption unterzeichnet und ratifiziert haben, entsenden hochrangige Delegierte zur Diskussion über die Kontrolle der Implementierung, Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung und benötigte Hilfen. mehr...
Transparency International, Verein zur Korruptionsbekämpfung und WU Wien: Podiumsdiskussion Compliance- mehr als ein Schlagwort? 30. November 2009, Wien, Österreich Compliance-Regeln – die Richtlinien für ethisch verantwortungsvolles Handeln – werden für Unternehmungen immer wichtiger. Neben mitarbeiterbezogenen Themen und der Ökologie – beides unter Corporate Social Responsibility zusammengefasst – erfordert nachhaltiges Wirtschaften auch das Bekenntnis zu integrem Wirtschaften. Hier wird zu einer Diskussion dieses aktuellen Themas mit namhaften Experten eingeladen, auch die Business Keeper AG nimmt an dieser Veranstaltung teil. mehr…
ACFE und DIIR: Anti-Fraud Tagung 2009 30. November - 01. Dezember, Kassel Die Association of Certified Fraud Examiners (ACFE) German Chapter veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Deutsches Institut für Interne Revision (DIIR)-Arbeitskreis „Abwehr wirtschaftskrimineller Handlungen“ erstmals eine Tagung zum Thema Fraud. Unter dem Motto „Ganzheitliches Anti-Fraud Management in Theorie und Praxis“ werden die Prozesse Fraud Prevention und Fraud Detection im Gesamtkonzept sowie einige der relevanten Anwendungen, Systeme und Werkzeuge vorgestellt. Auch Kenan Tur, Gründer und Vorstand der Business Keeper AG, wird hier seine Expertise vortragen. mehr...
10. Literatur
Weiße Kittel, dunkle Geschäfte: Im Kampf gegen die Gesundheitsmafia Dina Michels Rowohlt, September 2009. ISBN 978-3871346439 Die Autorin ist Chefermittlerin der KKH-Allianz und deckt mit ihrem Team illegale Machenschaften von Ärzten, Apothekern, Sanitäts- und Krankenhäusern auf. Anhand zahlreicher unveröffentlichter Fälle zeigt sie, wie die Betrüger vorgehen - und wie unser Gesundheitssystem dies sogar begünstigt. Die KKH-Allianz setzt zur Unterstützung der Betrugsbekämpfung das BKMS® System ein. mehr…
Compliance und Arbeitsrecht Anja Mengel C. H. Beck 2009. ISBN 978-3-406-58118-2 Die Autorin stellt die arbeitsrechtlichen Aspekte bei der Implementierung und Durchsetzung von Compliance- und Ethikrichtlinien vor. Außerdem werden ausgewählte Compliance-relevante Arbeitsgebiete wie der Persönlichkeitsschutz, der Datenschutz und die Telekommunikationssicherheit erläutert. mehr...
Whistleblowing: Wirksame Korruptionsprävention durch Einsatz anonymer Hinweisgebersysteme am Beispiel deutscher Krankenhäuser Martin Lehne VDM Verlag Dr. Müller, Januar 2009. ISBN-13: 978-3639118599 Im Rahmen des vorliegenden Buches soll am Beispiel deutscher Krankenhäuser gezeigt werden, inwieweit implementierte anonyme Hinweisgeber- bzw. Whistleblowingsysteme, an die korrupte Handlungen anonym gemeldet werden können, als Instrument der Compliance Korruption präventiv verhindern können. mehr...
Korupsi – Korruption in Indonesien Simon L. Koenen Kellner-Verlag 2009. ISBN 978-3-939928-06-5 Dieses Buch skizziert auf persönliche und einfache Art und Weise die grenzüberschreitende Problematik der systematischen Korruption in Entwicklungsländern für deutsche wie europäische Unternehmen bei Auslandsgeschäften. mehr...
Global Compact International Yearbook 2009 (englisch) Das internationale Global Compact Jahrbuch ist ein nicht-kommerzielles Projekt aller Teilnehmer, der gesamte Gewinn der Buchverkäufe geht an die Global Compact Stiftung. Hauptthemen dieser Einführungsausgabe sind der Klimawandel und die globale Finanzkrise. mehr...
Die korrupte Republik: Über die einträgliche Kungelei von Politik, Bürokratie und Wirtschaft Hans-Martin Tillack Verlag-Hoffmann und Camp 2009. ISBN 978-3455501094 Korruption gedeiht, wo das Geheimnis regiert - und unter den Mächtigen Deutschlands gibt es viele Geheimnisträger. In der Korruptionsbekämpfung ist die Bundesrepublik ein Entwicklungsland. Dubiose Geschäfte, oft auf Kosten des Steuerzahlers, sind zum Alltagsphänomen geworden, doch die Politiker tun immer noch so, als hätten sie damit nichts zu tun. mehr...
11. Zitat
Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.
Mahatma Gandhi
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Newsletter III/2009
Inhalt
1. Neue Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex 2. Internationale Transparenzinitiative zur Bekämpfung von Korruption im Bausektor 3. Erster BKMS®-Experience-Day erfreut sich positiver Resonanz 4. Aktuelle Korruptionsstudien 5. Schwarze Liste der Weltbank 6. Whistleblower-Preis an ehemalige Frankfurter Steuerfahnder verliehen 7. UN Global Compact mahnt Ratifizierung der Konvention gegen Korruption 8. Informationsfreiheitsbeauftragte fordern Whistleblowerschutz 9. Veranstaltungen 10. Literatur 11. Zitat
1. Neue Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
In ihren Sitzungen am 29. Mai und 18. Juni hat sich die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex auf weitere Maßnahmen zur Begrenzung von Managergehältern geeinigt. Bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile soll sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung getragen werden. Kein Vergütungsbestandteil darf zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten. Der Gesetzgeber hat am 18. Juni mit dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) die Kodexformulierung in das Aktiengesetz übernommen, wonach der Aufsichtsrat bei den variablen Vergütungsbestandteilen für Vorstände für außerordentliche Entwicklungen grundsätzlich eine Begrenzung (Cap) einzuführen hat. Zudem wurden unter anderem folgende Änderungen in den Kodex aufgenommen: In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden. Für den Wechsel von Vorstandsmitgliedern in den Aufsichtsrat desselben Unternehmens ist eine zweijährige Karenzfrist vorgesehen, mit Ausnahme von Familienunternehmen. Vorstandsmitglieder einer börsennotierten Gesellschaft sollen künftig nicht mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften wahrnehmen. mehr...
2. Internationale Transparenzinitiative zur Bekämpfung von Korruption im Bausektor
PricewaterhouseCoopers und britische Nichtregierungsorganisationen haben die Construction Sector Transparency Initiative (CoST) ins Leben gerufen, die Korruption bei Bauvorhaben des öffentlichen Sektors weltweit durch die Veröffentlichung von Informationen verhindern soll. CoST stellt für die teilnehmenden Länder, darunter beispielsweise Vietnam, Tansania und Sambia, ein Team bereit, das hilft, die relevanten Informationen zu veröffentlichen, so dass die Öffentlichkeit die Möglichkeit hat, die ursprünglichen Vorhaben mit den Ergebnissen zu vergleichen. Geldgeber sind unter anderem die Weltbank und Großbritannien. mehr... (Englisch)
3. Erster BKMS®-Experience-Day erfreut sich positiver Resonanz
Am 28. Mai fand der erste BKMS®-Experience-Day in der Bertelsmann Repräsentanz, Unter den Linden 1, in Berlin statt. Rund 70 Teilnehmer aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft hörten Referate zu verschiedenen Aspekten des Wertemanagements, Compliance und Whistleblowing sowie eine Podiumsdiskussion. Der Experience-Day wurde für einen geschlossenen Teilnehmerkreis durchgeführt, um einen offenen Austausch zwischen den Anwendern des BKMS® Systems zu den Themen Compliance und Hinweisgebersysteme zu ermöglichen. mehr...
4. Aktuelle Korruptionsstudien
Eine am 19. Juni veröffentlichte Studie von Transparency International „Transparency in Reporting on Anti-Corruption“ hat ergeben, dass die meisten führenden Unternehmen nur unzureichend über ihre Antikorruptionsmaßnahmen berichten, obwohl eine öffentliche Berichterstattung ein wichtiger Baustein der Korruptionsbekämpfung ist. 500 Unternehmen aus 17 Ländern, darunter Deutschland, wurden anhand öffentlich zugänglicher Dokumente auf ihre Berichterstattung hin untersucht. Der Software- und Dienstleistungssektor sowie der Arzneimittel- und Biotechnologiesektor erzielten die höchsten Bewertungen. mehr... (Englisch)
Das „Korruptionsbarometer 2009“ von Transparency International zeigt, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer der weltweiten Befragung die Privatwirtschaft für korrupt hält. Nur eine von fünf Personen, von denen Schmiergeld gefordert wurde, hat den Vorfall jedoch gemeldet. Dies zeigt, dass ein Hauptziel sein muss, effiziente Beschwerdewege im Sinne von Whistleblowing auszubauen. mehr... (Englisch)
Für die „European Fraud Survey 2009“ von Ernst & Young wurden 2.200 Mitarbeiter in 22 europäischen Ländern befragt. Jeder vierte deutsche Angestellte findet Korruption in Ordnung, um in der derzeitigen Wirtschaftskrise an Aufträge zu kommen, fast jeder fünfte befürwortet dafür auch Geschenke oder teure Einladungen. mehr... (Englisch)
Dem am 23. Juni vorgestellten „OECD Progress Report 2009“ von Transparency International zufolge betreiben von den OECD-Staaten nur Deutschland, Norwegen, die Schweiz und die USA eine aktive Verfolgung von Auslandsbestechung. Die Autoren untersuchten, inwieweit das OECD-Übereinkommen über die Bekämpfung der Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr in 36 Mitgliedsländern umgesetzt wurde. Laut der Studie engagieren sich elf der 36 untersuchten Staaten mäßig bei der Verfolgung von Auslandsbestechung, unter ihnen Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan. Kaum oder keine Verfolgung findet demnach in 21 Staaten statt, unter ihnen sind Australien, Kanada, Österreich und die Türkei. mehr...
5. Schwarze Liste der Weltbank
Im Januar hat die Weltbankgruppe eine neue Liste veröffentlicht, welche Firmen und Einzelpersonen von der Teilnahme an Projekten, die sie finanziert, ausgeschlossen sind, weil sie gegen die Vergabe- und Korruptionsrichtlinien der Bank verstoßen haben. 2008 hatte die Weltbank mehr als 38 Milliarden US-Dollar an Krediten, Investitionshilfen und Garantien für rund 300 Projekte gewährt. mehr... (Englisch)
6. Whistleblower-Preis an ehemalige Frankfurter Steuerfahnder verliehen
Am 9. Mai erhielten zwei ehemalige Frankfurter Steuerfahnder den Whistleblower-Preis der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) und der Deutschen Sektion der Juristenvereinigung IALANA. Rudolf Schmenger und Frank Wehrheim wurden für ihre Beharrlichkeit ausgezeichnet, die Behinderung ihrer Ermittlungstätigkeit sowie die anschließende Zermürbung und Zerschlagung ihrer Abteilung transparent zu machen. mehr...
7. UN Global Compact mahnt Ratifizierung der Konvention gegen Korruption
Der United Nations Global Compact hat die Vorstandsvorsitzenden seiner Mitgliedsunternehmen aufgerufen, einen Brief zur Unterstützung der United Nations Konvention gegen Korruption (UNCAC) zu unterzeichnen. Der Brief richtet sich an Generalsekretär Ban Ki-moon und fordert die Einführung von Prüfmechanismen hinsichtlich der Umsetzung der Konvention. Die UNCAC wurde von der Bundesrepublik Deutschland am 09.12.2003 unterzeichnet. Sie enthält 71 Artikel mit zum Teil neuen Straftatbeständen. Das von der UN-Generalversammlung gebilligte Abkommen ruft alle Regierungen auf, Bestechung und Bestechlichkeit unter Strafe zu stellen. Das Abkommen trat mit der Ratifizierung des 30. Unterzeichnerstaates im September 2005 in Kraft. Eine Umsetzung in deutsches Recht steht noch aus. Das zehnte Prinzip des Global Compact richtet sich gegen Korruption: "Businesses should work against corruption in all its forms, including extortion and bribery." mehr... (Englisch)
8. Informationsfreiheitsbeauftragte fordern Whistleblowerschutz
Beauftragte für Informationsfreiheit des Bundes und von neun Ländern verabschiedeten auf ihrer Tagung am 28. Juni zwei Entschlüsse. Darin fordern sie die Verbesserung des Informationszugangs für Bürger und den gesetzlichen Schutz für Whistleblower. Beispiele für erfolgreiches Whistleblowing seien die Gammelfleischskandale, die heimliche Telefonüberwachung und die übermäßige Erfassung von Gesundheitsdaten. Beschäftigte sollen keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen befürchten müssen, nur weil sie Rechtsverstöße im Arbeitsfeld anzeigen. mehr...
9. Veranstaltungen
3rd International Anti-Corruption Summer School, IACSS 2009 9. - 18.07., Hernstein / Österreich Unter dem Motto "Practice Meets Science” findet die zehntägige International Anti-Corruption Summer School (IACSS) statt. Diese wird rund 60 Teilnehmern aus Europa und seiner Nachbarschaft eine Vielzahl an Seminaren, Vorträgen und Kamingesprächen international renommierter Referenten aus dem Gebiet der Korruptionsbekämpfung und -prävention anbieten. mehr...
Internationale Antikorruptionsregime in Europa 24.07., Konstanz Die Tagung soll ausgewiesene Forscher und Nachwuchswissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen untereinander sowie mit Experten aus der Praxis dieses noch jungen Feldes internationaler Regimebildung zusammenbringen. Ziel ist es, sich mit Kernfragen der Korruptionsbekämpfung in Europa in einer umfassenden Zusammenschau auseinanderzusetzen. mehr...
22. EBEN Jahreskonferenz 10. - 12.09., Athen / Griechenland Die Jahrestagung des European Business Ethics Network (EBEN) trägt den Untertitel "Pathos for Ethics; Business Excellence, Leadership and the Quest for Sustainability". mehr...
11. Wissenschaftliche Fachtagung der Kriminologischen Gesellschaft 17. - 19.09., Gießen Eines der Hauptthemen der diesjährigen Tagung ist Wirtschaftskriminalität. Angesichts aktueller Entwicklungen wie „Bankenkrise“ und Korruption lässt dies die Diskussion spannender Forschungsfragen ebenso erwarten wie den interdisziplinären und praxisorientierten Austausch mit Vertretern aus Justiz und Unternehmen. An der Tagung werden sich Unternehmen beteiligen, die sich speziell mit Prävention und der schwierigen Eindämmung wirtschaftskrimineller Verhaltensweisen befassen, wie auch die Business Keeper AG. Ergebnisse einschlägiger Studien werden ebenso zur Diskussion gestellt wie Compliance-Konzepte und die Schwierigkeiten im Umgang mit Wirtschaftskriminalität in Unternehmen. mehr...
The Economics of Corruption - A University Training in Good Governance and Reform 10. - 17. 10., Passau Der Lehrstuhl für Volkswirtschaftstheorie von Prof. Graf Lambsdorff an der Universität Passau organisiert seit 2001 die internationale Veranstaltung, die sich sowohl aus theoretischer als auch aus praktischer Perspektive mit dem Thema Korruption auseinandersetzt. Im Rahmen von Vorträgen, Fallstudien und Simulationsspielen beschäftigen sich die Teilnehmer mit den politischen, ökonomischen und institutionellen Anreizen für Korruption. mehr...
10. Literatur
Private Corruption and its Actors Tanja Rabl Pabst Science Publishers 2008. ISBN 978-3-89967-525-2 Das englischsprachige Buch fokussiert die subjektiven Entscheidungsprozesse von Korruptionstätern. Die Studie zeigt auf Grundlage eines empirischen Modells korrupten Handelns konkrete Maßnahmen für Unternehmen auf, wie den personenbezogenen Ursachen präventiv und repressiv begegnet werden kann. mehr...
Business Principles for Countering Bribery 2009 Transparency International Das Dokument richtet sich an Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft und reflektiert aktuelle Entwicklungen im Bereich der weltweiten Praktiken zur Korruptionsbekämpfung. Die neue Version hebt die Wichtigkeit von öffentlichen Berichten zur Korruptionsprävention hervor und empfiehlt Unternehmen eine externe Überprüfung ihrer entsprechenden Systeme. mehr...
Die Spur des Geldes. Der Fall des Hauses Siemens Hartmut M. Volz, Thomas Rommerskirchen Aufbau Verlag 2009. ISBN 978-3-351-02701-8 Die Autoren beschreiben Aspekte aus dem Siemens-Korruptionskomplex auf Spannung und Effekte bedacht, aus ihrer Sicht als Journalisten. Den Autoren gelingt es, einen roten Faden zu spinnen, der unterschiedliche korruptive Vorgänge und involvierte Personen verbindet. mehr...
Brüsseler Spritzen. Korruption, Lobbyismus und die Finanzen der EU Jeanne Rubner C. H. Beck 2009. ISBN 978-3-406-58452-7 Der Gemeinschaftshaushalt ist auch gerade deswegen so korruptionsanfällig, weil vier Fünftel der Mittel durch die Mitgliedsstaaten ausgegeben werden – der hohe Anteil an Subventionen und die geteilte Verantwortlichkeit für die korrekte Ausführung des Haushalts sind dem Missbrauch förderlich. Das Buch will zeigen, warum das heutige Beziehungsgeflecht zwischen Nationalstaaten und EU-Institutionen Korruption Raum bietet und wie der Missbrauch von Geldern und Ämtern verhindert werden kann. mehr...
Einrichtung und Ausgestaltung unternehmensinterner Whistleblowing-Systeme: Eine ökonomische Analyse Torsten Briegel Gabler 2009. ISBN 978-3834916068 Der Autor entwickelt einen institutionenökonomischen Theorierahmen, innerhalb dessen Whistleblowing hinsichtlich seiner Funktionalität rekonstruiert werden kann. Es wird gezeigt, welche Chancen sich Unternehmen durch die Einrichtung von internen Whistleblowing-Systemen bieten und welche formellen und informellen Bedingungen zur gelingenden Umsetzung eines solchen Vorhabens zu beachten sind. mehr...
11. Zitat
Ohne Mut und Entschlossenheit kann man in großen Dingen nie etwas tun, denn Gefahren gibt es überall.
Carl von Clausewitz
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Newsletter II/2009
Inhalt
1. Publikationsreihe zur internationalen Korruptionsprävention 2. Global Alliance for Banking on Values 3. Aktuelle Studien zum Thema Wirtschaftskriminalität 4. Neuer Zertifikatsstudiengang im Bereich Compliance 5. Prävention gegen Korruption beim Flughafenausbau in Frankfurt 6. CSR-Forum der Bundesregierung gegründet 7. Integrity Award 2008 verliehen 8. Ranking deutscher Nachhaltigkeitsberichte 9. Fortschrittsbericht zur Implementierung des 10. Global Compact-Prinzips 10. Dänemark macht Berichterstattung über CSR-Aktivitäten zur Pflicht – Modell für Europa? 11. Veranstaltungen 12. Literatur 13. Zitat
1. Publikationsreihe zur internationalen Korruptionsprävention
Die Internationale Handelskammer, Transparency International, der Global Compact der United Nations und das World Economic Forum haben gemeinsam eine praxisbezogene Publikation entwickelt, die anhand von möglichen Alltagssituationen für die Risiken von Korruption sensibilisieren soll. Der im März 2009 veröffentlichte erste Teil der Publikationsreihe „RESIST (Resisting Extortions and Solicitations in International Transactions)“ beschäftigt sich mit dem Beschaffungswesen. Eine zweite Publikation, deren Veröffentlichung bis zum Jahresende geplant ist, soll auf mögliche Szenarien im Kontext von Projektimplementierungen fokussieren. Dabei werden klassische Situationen aufgezeigt, denen Unternehmensvertreter im Alltag ausgesetzt sind. mehr... (pdf)
2. Global Alliance for Banking on Values
Elf Alternativbanken haben sich im März 2009 zu einer „Global Alliance for Banking on Values“ zusammen geschlossen. Zielsetzung ist die gemeinsame Entwicklung einer sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltigen und erfolgreicheren Alternative zum global krisenbehafteten Finanzmarkt. Zusammen verfügen die elf Banken über Einlagen von über $ 10 Mrd. und betreuen über sieben Millionen Kunden in 20 Ländern. mehr...
3. Aktuelle Studien zum Thema Wirtschaftskriminalität
In der im Dezember 2008 veröffentlichten psychologischen Studie der Hochschule Pforzheim „Tätermotivation in der Wirtschaftskriminalität“ wurden fünf unterschiedliche Täterprofile identifiziert, die es ermöglichen, die Entstehung von Wirtschaftkriminalität besser zu verstehen. Es gilt, das komplexe Zusammenspiel von emotionalen, motivationalen und kognitiven Prozessen auf dem Weg zur Straftat zu verstehen, um mögliche Konsequenzen für die Prävention und Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität zu diskutieren. Dabei zeigen bereits die ersten Ergebnisse dieser Studie eine Vielfalt an Tätertypen, die nach einem Mix an Präventionsmaßnahmen und geeigneten Rahmenbedingungen des Ethikmanagements verlangt. mehr... (pdf)
Die Studie „Gefahrenbarometer 2010“ der Corporate Trust sieht Korruption, Betrug und Untreue mit 15,1% direkt hinter Diebstahl (20,1%) an zweiter Stelle der häufigsten Schadensursachen in mittelständischen Unternehmen. Zur Bewertung des Risikos wurden die tatsächlichen Schäden der letzten drei Jahre sowie die Einschätzung der zukünftigen Gefahren berücksichtigt. Nur ein Fünftel der über 5.000 mit einbezogenen Unternehmen sorgt mit einem Compliance-Verantwortlichen oder durch die Förderung von Rechts- und Verantwortungsbewusstsein für präventive Maßnahmen. mehr...
Der im Februar 2009 erschienene „Open Budget Index 2008“ von Transparency International zeigt, dass fast 50% der 85 ausgewerteten Länder so wenige Informationen zur Verfügung stellen, dass es ihnen ein Leichtes wäre, ungern gesehene, korrupte und verschwenderische Ausgaben zu verstecken. Unter den undurchsichtigsten Ländern sind der Sudan und Rwanda; unter den transparentesten Südafrika und Frankreich. mehr... (Englisch)
4. Neuer Zertifikatsstudiengang im Bereich Compliance
An der Frankfurt School of Finance & Management kann ab Juni 2009 der zwölfmonatige Zertifikatsstudiengang zum „Certified Compliance Professional (CCP)“ belegt und parallel zu einer Vollzeitberufstätigkeit absolviert werden. Er richtet sich an Fach- und Führungskräfte in Compliance- und Rechtsabteilungen aller Branchen, im öffentlichen Sektor und bei Non-Profit-Organisationen. Risikomanagement, Korruptionsprävention, Aufsichtsrecht oder Krisenmanagement sind einige Pflichtfächer. Bei den Wahlpflichtfächern können die Teilnehmer eigene Schwerpunkte setzen - u. a. zu branchenspezifischen Compliance-Themen (u.a. Energie, Pharma, Medien), Umweltrecht, Wirtschaftskriminalität oder Produkthaftung. mehr...
5. Prävention gegen Korruption beim Flughafenausbau in Frankfurt
Seit dem 15. Januar ist das BKMS® System bei der Fraport AG im Einsatz, um Mitarbeitern und Lieferanten eine sichere Anlaufstelle zur Meldung von Missständen anzubieten. Mit Hilfe des Systems verfolgt der Betreiberkonzern des Flughafens Frankfurt das Ziel, Korruption und sonstigen Unregelmäßigkeiten entschieden entgegenzuwirken. Die Fraport AG hat sich bereits im Jahr 2003 mit der Einführung eines Werte-Managementsystems eindeutig zu integerem Geschäftsverhalten bekannt. Seit dieser Zeit steht den Mitarbeitern zur Meldung von Missständen ein interner Ombudsmann zur Verfügung. Der bisherige Kommunikationsweg wird jetzt durch das zeit- und ortsunabhängige BKMS® System ergänzt. Korruption und Wirtschaftskriminalität, aber auch andere Sachverhalte wie zum Beispiel Vandalismus und Ausweismissbrauch können ab sofort von Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Lieferanten sicher und wenn gewünscht auch vollkommen anonym gemeldet werden. mehr...
6. CSR-Forum der Bundesregierung gegründet
Am 20. Januar 2009 fand die erste Sitzung des unter Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales eingerichteten CSR-Forums der Bundesregierung in Berlin statt. Dieses Gremium soll im Laufe des Jahres Themen identifizieren und aus der Diskussion Empfehlungen an die Bundesregierung generieren, um nachhaltige Unternehmensverantwortung zu stärken und auszuweiten. mehr...
7. Integrity Award 2008 verliehen
Preisträger des Integrity Awards 2008 von Transparency International sind David Leigh, Redakteur des Guardian (Großbritannien), und Roman Shleynov, Redakteur der Novaya Gazeta (Russland). Der Award wird seit 2000 jährlich an Menschen verliehen, die einen außergewöhnlichen Beitrag zur Bekämpfung von Korruption geleistet haben. Die investigativen Journalisten Leigh und Shleynov werden für ihre Recherchen und Enthüllungen bisher unbekannter Netzwerke ausgezeichnet. Leigh hat unter anderem Licht in die Affäre um British Aerospace Systems gebracht und Shleynov die Veruntreuung durch den ehemaligen russischen Minister für Nuklearenergie offengelegt. mehr...
8. Ranking deutscher Nachhaltigkeitsberichte
Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und die Unternehmervereinigung future e.V. bewerten dieses Jahr zum wiederholten Mal die Nachhaltigkeitsberichte der 150 größten deutschen Unternehmen und zum ersten Mal die Nachhaltigkeitsberichte kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU). KMUs, die ihre Nachhaltigkeitsberichte in die Rangliste einbringen möchten, müssen ihre Berichte bis spätestens 30. Juni 2009 bei future e.V. einreichen. Die Preisverleihung für das KMU-Ranking findet im September in Berlin statt. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung würdigt die Gewinner des KMU-Rankings sowie des Rankings der Konzernberichte zudem auf seiner Jahreskonferenz am 23. November in Berlin. www.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de und kmu.ranking-nachhaltigkeitsberichte.de
9. Fortschrittsbericht zur Implementierung des 10. Global Compact-Prinzips
Am 26. und 27. Februar 2009 kamen mehr als 50 internationale Anti-Korruptions-Experten im United Nations Hauptquartier zusammen, um das 10. Prinzip des Global Compact, Korruptionsbekämpfung, voranzubringen. Mehrere Arbeitsgruppen präsentierten Ergebnisse zu den Themen Reporting, Lieferkettenmanagement und Multi-Stakeholder-Dialog. mehr... (Englisch)
10. Dänemark macht Berichterstattung über CSR-Aktivitäten zur Pflicht – Modell für Europa?
An der Börse notierte dänische Unternehmen, staatliche Unternehmen sowie institutionelle Investoren sind ab 2010 verpflichtet, eine CSR-Berichterstattung in ihre Jahresberichte zu integrieren. Diese muss u. a. Informationen zu unternehmenspolitischen Richtlinien im Bereich der CSR und sozial verantwortlicher Investitionen enthalten sowie über deren praktische Umsetzung informieren. Zudem müssen Ergebnisse von CSR-Initiativen vorgestellt und die Erwartungen des Vorstandes für die zukünftige Entwicklung der CSR-Strategien formuliert werden. Da im Zuge der Finanzkrise die Nachfrage nach mehr Transparenz über Unternehmensaktivitäten wächst, wird zurzeit auch auf EU-Ebene abgewogen, eine verpflichtende CSR-Berichterstattung für börsennotierte Unternehmen einzuführen. mehr... (Englisch)
11. Veranstaltungen
CSR in der Wirtschaftskrise: Die Verantwortung öffentlicher Akteure 24. + 25. April, Bonn Im Rahmen der Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik (DNWE) geht es um die Frage, inwieweit CSR durch die Diskussion in Medien und Politik beeinflusst wird und inwieweit hier auch eine Verantwortung innerhalb der Öffentlichkeit besteht, ihren Beitrag für die Ermöglichung korporativer Verantwortungsübernahme zu leisten. mehr...
Corporate Compliance 2009 30. Juni – 2. Juli, Berlin Um das Unternehmen vor wirtschaftskriminellen Handlungen zu schützen, bedarf es einer ständigen Weiterentwicklung des Corporate Compliance-Systems. Veränderte Rahmenbedingungen wie die Reform des BilMoG verlangen eine stetige Anpassung. Ziele dabei sind unter anderem eine laufende Optimierung der Unternehmensprozesse, eine umfassende Einbindung der Mitarbeiter und eine frühzeitige Prävention von Fehlverhalten. mehr...
12. Literatur
Global Compact Deutschland Jahrbuch 2008 Jahrbuch des Deutschen Netzwerkes Mediengruppe macondo, Januar 2009. ISBN 978-3-9810638-6-8 Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe stehen die Themen Biodiversität, Menschenrechte, nachhaltiger Konsum sowie die Finanzkrise. Ein detaillierter Rückblick auf die Global Compact Aktivitäten durch das UN Global Compact Office sowie eine wissenschaftliche Analyse der COP-Berichte runden den Mantelteil ab. Als Global Compact-Mitgliedsunternehmen hat auch die Business Keeper AG einen Beitrag zum Thema „Korruptionsprävention in Entwicklungsländern“ verfasst. mehr...
Praxishandbuch Corporate Compliance Axel Jäger und José A. Campos Nave Wiley-VCH-Verlag, Februar 2009. ISBN 978-3527503957 Aus Sicht der Autoren ist Corporate Compliance nicht nur unter dem Gesichtspunkt Haftungsvermeidung und Risikobegrenzung zu sehen. Vielmehr handelt es sich nach ihrem Verständnis um die unternehmerische Möglichkeit der Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und der Verbesserung des Unternehmensratings. mehr...
Der Korruptionsfall Siemens Peter Graeff, Karenina Schröder und Sebastian Wolf Nomos Verlag, März 2009. ISBN 978-3832942038 Der Band enthält Beiträge aus verschiedenen Fachdisziplinen (Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften), in denen spezifische Fragestellungen zum Siemens-Fall aufgegriffen und vor dem Hintergrund des jeweiligen Erkenntnisinteresses diskutiert werden. mehr...
Vademecum der Korruptionsbekämpfung Ilan Fellmann und Friedrich Klug (Hrsg.) IKW-Schriftenreihe 2008. ISBN 978-3-902493-03-3 Dieses Buch enthält neben philosophisch, ethisch, politikwissenschaftlich, rechtswissenschaftlich und makroökonomisch ausgerichteten Beiträgen von namhaften Wissenschaftlern und Praktikern zahlreiche Aufsätze von Experten, von Prüfern aus Rechnungshöfen, Antikorruptions- und Revisionseinrichtungen sowie der Polizei, Beratern, Rechtsanwälten, Außenhandelsexperten, Journalisten und NGO-Vertretern von Transparency International und bietet in kompakter Form das gesammelte Erfahrungswissen von vielen Jahrzehnten differenzierter Berufsbiografien. mehr...
Fighting Corruption through Collective Action: A Guide for Business The World Bank Institute Dieser Leitfaden soll Unternehmen bei ihren internationalen Aktivitäten unterstützen, die rechtlichen, wettbewerblichen, ökonomischen und ethischen Herausforderungen durch Korruption und deren Bekämpfung zu meistern. mehr... (Englisch)
13. Zitat
Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war. Berthold Brecht
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Newsletter I/2009
Inhalt
- Global Accountability Report 2008 veröffentlicht
- Akademie gegen Korruption gegründet
- Verhaltenskodex für die Wirtschaft
- Schweizer Bundesrat will Whistleblower schützen
- Aktuelle Studien zum Thema Wirtschaftskriminalität
- Neue Veröffentlichungen von Transparency International
- Europarat fordert Whistleblowerschutz in Österreich
- Wissenschaftliche Arbeiten zur Persönlichkeit von Wirtschaftskriminellen
- Veranstaltungen
- Literatur
- Zitat
1. Global Accountability Report 2008 veröffentlicht
Der Global Accountability Report der Stiftung One World Trust ist ein jährliches Ranking von 30 globalen Institutionen und Konzernen hinsichtlich Transparenzfragen, Mitbestimmung, kritische Selbsteinschätzung und Umgang mit Beschwerden. Demnach ist das Internationale Olympische Komitee (IOC) die intransparenteste Institution. Insbesondere die unzureichenden Kontrollmöglichkeiten der IOC-Mitglieder und der sogenannten Aktionäre der olympischen Bewegung werden kritisiert. Auf den Plätzen 29 und 28 der Rangliste stehen die Internationale Atomenergieorganisation und die Nato. Die Internationale Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen wird als transparentesteInstitution des Jahres 2008 genannt. mehr...
2. Akademie gegen Korruption gegründet
Die Vereinten Nationen und Interpol haben in Österreich die weltweit erste Anti-Korruptions-Akademie gegründet, die noch in diesem Jahr in der Nähe von Wien eröffnet werden soll. Rund 1000 nationale Beamte aus Entwicklungsländern und Industriestaaten lernen dort Strategien gegen Bestechung und Betrug und können mit einem Master- oder Doktortitel abschließen. mehr...
3. Verhaltenskodex für die Wirtschaft
Die Internationale Handelskammer Deutschland und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag haben ihren Verhaltenskodex mit dem Titel "Korruption bekämpfen" aktualisiert. Dieser enthält Empfehlungen für ein vertrauliches Hinweisgebersystem, genannt Whistleblowing. mehr... (pdf)
4. Schweizer Bundesrat will Whistleblower schützen
Whistleblower in der Schweiz, die auf Korruption oder andere Missstände in einem Betrieb oder Amt hinweisen, sollen vor einer Rachekündigung geschützt werden. Der Gesetzesentwurf zur Teilrevision des Schweizer Obligationenrechts listet die Voraussetzungen für eine rechtmässige Meldung von Missständen am Arbeitsplatz in einem neuen Artikel auf. Danach verstösst nicht gegen seine Treuepflicht, wer dem Arbeitgeber Misstände in Treu und Glauben meldet. Wenn der Arbeitgeber keine wirksamen Massnahmen gegen die Missstände ergreift, kann sich der Arbeitnehmer an die zuständige Behörde wenden. Unterlässt diese Behörde die nötigen Schritte, kommt für den Arbeitnehmer als letzte Massnahme der Gang in die Öffentlichkeit in Betracht. Vorbehalten bleiben die Regeln über das Berufsgeheimnis. Die im Anschluss an eine rechtmässige Meldung erfolgte Kündigung ist unzulässig und sieht eine Entschädigung von bis zu sechs Monatslöhnen vor. mehr...
5. Aktuelle Studien zum Thema Wirtschaftskriminalität
PricewaterhouseCoopers befragte für die Studie "Wirtschaftskriminalität 2007" über 1.100 Unternehmen in Deutschland zu Schäden, Täterprofilen und Motiven, internen Kontrollen und ihrer Sanktionspraxis. Aufgrund des Studiendesigns, bei dem insgesamt 5.600 Unternehmen in 40 Ländern weltweit befragt wurden, können diese Ergebnisse in einem internationalen Zusammenhang interpretiert werden. mehr... (pdf)
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat das Bundeslagebild Korruption 2007 veröffentlicht. Im letzten Jahr wurden vom BKA und den Landespolizeidienststellen 9.563 Korruptionsstraftaten und damit 38 % mehr als im Vorjahr registriert. mehr... (pdf)
Ernst & Young fanden in ihrer weltweiten Befragung von 1.200 Unternehmen "Corruption or Compliance - Weighing the Costs", dass zwar mehr gegen Korruption unternommen wird, es aber immer noch an Wissen um relevante Gesetzgebungen mangelt. mehr... (pdf)
6. Neue Veröffentlichungen von Transparency International
Der Bribe Payers Index listet die führenden Exportstaaten hinsichtlich der Bereitschaft ihrer Unternehmen im Ausland auf, Bestechungsgelder an ranghohe Amtsträger in zentralen Schwellenländern zu zahlen. mehr... (Englisch)
Im Mittelpunkt des aktuellen Global Corruption Report steht der Wassersektor. Er ist Ursache und Auslöser für die globale Wasserkrise, die Milliarden Menschenleben bedroht und die Umweltzerstörung verschlimmert. mehr...
7. Europarat fordert Whistleblowerschutz in Österreich
In einem am 19.12.2008 veröffentlichten Evaluierungsbericht fordert GRECO, die Staatengruppe gegen Korruption des Europarates, von Österreich die Einführung eines Schutzes für Whistleblower für alle Bundesmitarbeiter, das heißt Beamte und Vertragsbedienstete. Insgesamt schätzt der GRECO-Bericht die Lage der Korruptionsbekämpfung in Österreich als stark verbesserungsbedürftig ein. mehr... (Englisch)
8. Wissenschaftliche Arbeiten zur Persönlichkeit von Wirtschaftskriminellen
Wirtschaftskriminelle unterscheiden sich signifikant von anderen Kriminellen, so eine Pilotstudie des Diplomkriminalisten Lothar Müller. Er ging der Frage nach, ob das so genannte Profiling auch bei der Aufklärung von Wirtschaftsstraftaten eingesetzt werden kann, also ob Persönlichkeitseigenschaften der Täter bei diesen Straftaten signifikante Eigenschaften aufweisen. mehr...
Tanja Rabl und Torsten M. Kühlmann haben untersucht, inwieweit motivationale, willensmäßige, emotionale und kognitive Persönlichkeitseigenschaften dazu beitragen, dass ein Entscheidungsträger im Unternehmen korrupt wird. Die Studie bietet Erklärungen über ein Aktionsmodell, inwieweit die Interaktion verschiedener Komponenten zu korrupten Handlungen führt. Auf dieser Grundlage diskutieren die Autoren Ansätze zur Prävention. Wissenschaftlicher Zeitschriftenbeitrag für Praktiker aus dem Korruptionsheft Dissertation (Englisch)
9. Veranstaltungen
20.-22.01.2009, München Management Circle „Der Fraud Manager“ Die Sensibilität für das Thema Korruptionsprävention hat zugenommen. Unternehmen erkennen ihren Nachholbedarf beim Korruptionsschutz und gehen die Problematik proaktiv an. Verantwortliche Fraud Manager stehen dabei vor allem in der Verantwortung, die Schwachstellen zu identifizieren und Schaden für ihr Unternehmen abzuwenden. In dem Seminar werden an konkreten Fall- und Praxisbeispielen die Möglichkeiten für die Auswahl bestechungsanfälliger Personen und Situationen gezeigt, um dieses Wissen für eine präventive Kontrollkultur im Unternehmen zu nutzen. Die Risiken sowohl aus dem Blickwinkel der Unternehmen als auch aus Sicht der Ermittlungsbehörden werden dargestellt und wertvolle Tipps für die Vermeidung und Aufdeckung doloser Handlungen gegeben. mehr...
27.-29.01.2009, Frankfurt 4. Europäisches Forum "Anti-Korruption" Die Veranstaltung richtet sich an Compliance Officer und interne Auditor von internationalen Unternehmen. Aktuelle Risk-Management-Strategien im Bereich der Anti-Korruption werden vorgestellt und deren Präventionseffekte mit Experten diskutiert. mehr... (Englisch)
29.01.2009, Frankfurt Unternehmen Integrität: Hinweisgebersysteme Bei dieser vom Deutschen Netzwerk Wirtschaftsethik (dnwe) gemeisam mit PricewaterhouseCoopers organisierten Veranstaltung diskutieren einschlägige Experten die Realisierungsmöglichkeiten von Hinweisgebersystemen, aber auch die unternehmenskulturellen Voraussetzungen, die hierfür gegeben sein müssen. Referenten sind: Prof. Dr. Josef Wieland, Direktor des Zentrums für Wirtschaftsethik, Albrecht Vahl, Ombudsmann der DekaBank Deutsche Girozentrale sowie Kenan Tur, Vorstand der Business Keeper AG und Entwickler des elektronischen Hinweisgebersystems BKMS® System. mehr...
02.-04.02.2009, London, Großbritannien The UK Anti-Corruption Summit 2009 Die Konferenz bietet eine Vielzahl von Experten aus Europa, die praktische Beispiele und Lösungsmöglichkeiten vorstellen. Am ersten Veranstaltungstag findet ein Workshop statt. mehr... (Englisch)
17.-18.02.2009, Berlin 13. EUROFORUM-Jahrestagung "Unternehmensjuristen 2009" - Unternehmensjuristen als Teil des Risikomanagements Die Jahrestagung bietet Vorträge und Diskussionen über die Rechtsabteilung der Zukunft, Fragen des juristischen Berufsalltags und aktuelle fachliche Themen. Ob als Syndikus und damit Einzelkämpfer in einer kleinen Rechtsabteilung, als Inhouse Jurist in einem etwas größeren Unternehmen oder als Chefsyndikus/General Counsel die Rechtsabteilung leitend – dieses Jahrestreffen ist eine einzigartige Gelegenheit für Informations- und Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmensjuristen. mehr...
10. Literatur
Karsten Umnuß (Hrsg.): Corporate Compliance Checklisten: Rechtliche Risiken im Unternehmen erkennen und vermeiden Beck Juristischer Verlag, Juli 2008, ISBN-13: 978-3406576065 Der neue Band bietet wertvolle Unterstützung für die Compliance Due Diligence und stellt für die dabei wichtigsten zehn Rechtsgebiete die jeweils maßgeblichen Compliance-Themen anhand von kommentierten Checklisten dar. mehr...
Gregor Wecker & Hendrik van Laak (Hrsg.): Compliance in der Unternehmerpraxis: Grundlagen, Organisation und Umsetzung Verlag Gabler, April 2008, ISBN-13: 978-3834909718 Compliance verstanden als Gesamtkonzept organisatorischer Maßnahmen, mit denen die Rechtmäßigkeit der unternehmerischen Aktivitäten gewährleistet werden soll, ist kein reines Rechtsproblem. Die Identifikation der rechtlichen Risiken bildet nur einen - wenn auch einen wichtigen - Ausgangspunkt, von dem aus der Handlungsbedarf ermittelt und die entsprechenden organisatorischen Maßnahmen im Unternehmen entwickelt und umgesetzt werden, um diesen Risiken zu begegnen. mehr...
Raimund Röhrich: Methoden der Korruptionsbekämpfung: Risiken erkennen - Schäden vermeiden Verlag Schmidt (Erich), August 2008, ISBN-13: 978-3503110469 Röhrich liefert zusammen mit weiteren Autoren zentrale Ansätze für eine wirkungsvolle Aufdeckung und Abwehr korrupter Strukturen und Handlungen in Unternehmen - über interne Ressortgrenzen hinweg. mehr...
11. Zitat
Korruption kennt keine politischen Farben. Sie gedeiht im Dunkeln. Wolfgang Clement
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Newsletter III/2008
Inhalt
- Corruption Perceptions Index 2008
- BGH-Urteil zu Schwarzen Kassen
- Strategische Kooperationen der BKAG
- TI forciert Ratifizierung der UNCAC
- ICC veröffentlicht Richtlinien zum Whistleblowing
- Aktuelles Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität des BKA
- Konrad Adenauer-Preis verliehen
- Neue Richtlinien der ACFE veröffentlicht
- Veranstaltungen
- Literatur
- Zitat
1. Corruption Perceptions Index 2008
Am 23.09. wurde der diesjährige Corruption Perceptions Index (CPI) der Antikorruptionsorganisation Transparency International mit einer Pressekonferenz in Berlin veröffentlicht. Der CPI basiert auf einer Vielzahl von Umfragen bei Experten, in denen die Wahrnehmungen von Korruption im öffentlichen Sektor in 180 Ländern untersucht werden. Dänemark, Neuseeland und Schweden platzieren sich zusammen an der Spitze, Somalia, Irak und Myanmar schneiden am schlechtesten ab und veranschaulichen den verhängnisvollen Zusammenhang zwischen Armut, versagenden rechtsstaatlichen Institutionen und Bestechung. Deutschlands Position 14 (bei einem Punktwert von 7,9) ist gegenüber der Position 16 (bei einem Punktwert von 7,8) im Vorjahr nahezu unverändert und verharrt damit - im Vergleich zu den westeuropäischen Ländern - im Mittelfeld. mehr...
2. BGH-Urteil zu Schwarzen Kassen
In seinem Urteil vom 29.08.2008 (2 StR 587/07) hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Strafbarkeit für das Führen von Schwarzen Kassen bestätigt. Dabei reiche die Existenz der Schwarzen Kassen und das Wissen darum für die Feststellung der Strafbarkeit wegen Untreue zum Nachteil des Unternehmens aus. Auf eine weitere Strafbarkeit wegen Beihilfe zur Bestechung komme es daher nicht an. Mit der Entscheidung wird die strafrechtliche Haftung für Manager und Vorstände erheblich erweitert und bestätigt. Bis 1999 waren Bestechungskonten für Geschäfte im Ausland als nützliche Aufwendungen sogar steuerlich begünstigt. mehr...
3. Strategische Kooperationen der BKAG
Um ein umfassendes Paket zur Korruptionsprävention und -bekämpfung für Unternehmen und Verwaltungen anbieten zu können, kooperiert die Business Keeper AG (BKAG) mit einer Vielzahl von ausgewiesenen Experten. Neuestes Mitglied des professionellen Netzwerkes ist ein führender Anbieter von Whistleblower-Hotlines. So kann der Kunde neben dem internetbasierten BKMS-Verfahren auf weitere Kommunikationswege zurückgreifen, um möglichst vielen Hinweisgebern eine für sie komfortable, interne Plattform zu bieten.
4. TI forciert Ratifizierung der UNCAC
Die United Nations Konvention gegen Korruption (UNCAC) wurde von der Bundesrepublik Deutschland am 09.12.2003 unterzeichnet, eine Umsetzung in deutsches Recht steht allerdings noch immer aus. Voraussetzung der Ratifizierung ist die Verschärfung des Straftatbestandes der Abgeordnetenbestechung. Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland e.V. (TI) hat nun ihre Mitglieder aufgerufen, Briefe an ihre jeweiligen Bundestagsabgeordneten zu schreiben oder Fragen über die Dialogplattform abgeordnetenwatch.de an ihre Abgeordneten zu richten. mehr (pdf).
5. ICC veröffentlicht Richtlinien zum Whistleblowing
Die Internationale Handelskammer (ICC) hat als erste Organisation der Weltwirtschaft Richtlinien zum Whistleblowing veröffentlicht. Diese können einen globalen Standard etablieren und sollen Unternehmen dabei helfen, entsprechende Programme einzuführen. Whistleblower-Programme sind eine höchst effektive Möglichkeit, von Unregelmäßigkeiten und Betrügereien sehr schnell Kenntnis zu erlangen. Gleichwohl haben bislang viele Unternehmen aufgrund kultureller oder gesetzlicher Eigenheiten keine derartigen Programme umgesetzt. Die ICC-Richtlinien sind die erste Zusammenstellung praktischer Hilfen, die diese Faktoren berücksichtigen - unabhängig von der Rechtsprechung. mehr
6. Aktuelles Bundeslagebild Wirtschaftskriminalität des BKA
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im August aktuelle Zahlen zum Thema Wirtschaftskriminalität für Deutschland veröffentlicht: Erstmals seit drei Jahren sind die Fallzahlen wieder gesunken. Der durch die Wirtschaftskriminalität verursachte Schaden belief sich 2007 auf 4,12 Milliarden Euro. mehr...
7. Konrad Adenauer-Preis verliehen
Der Konrad-Adenauer-Preis wird alle zwei Jahre zum Gedenken an Konrad Adenauer, den Kölner Ehrenbürger, früheren Oberbürgermeister von Köln und ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Der Preis soll herausragende Persönlichkeiten würdigen, die sich – wie Adenauer zu seiner Zeit – verdient gemacht haben um die Entwicklung einer lebenswerten Großstadt, die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung sowie die Förderung der europäischen Integration. Am 18.09.ging die diesjährige Auszeichnung an den italienischen Politiker Professor Dr. Leoluca Orlando. Der ehemalige Oberbürgermeister von Palermo wurde wegen seiner engagierten und mutigen Einsätze gegen Korruption und der Mafia von dem Kuratorium auserwählt. mehr...
8. Neue Richtlinien der ACFE veröffentlicht
Die Association of Certified Fraud Examiners (ACFE) hat gemeinsam mit dem Institute of Internal Auditors (IIA) und dem American Institute of Certified Public Accountants (AICPA) neue Richtlinien zur Betrugsbekämpfung vorgelegt: "Managing the Business Risk of Fraud: A Practical Guide". Die ACFE ist mit 50.000 Mitgliedern eine der größten Zusammenschlüsse zur Ausbildung professioneller Betrugsbekämpfer sowie zur Schaffung öffentlichen Vertrauens in den Berufsstand. mehr... (Englisch)
9. Veranstaltungen
6.-8.10.2008 Den Haag, Niederlande Anti-Corruption Summit - “How to effectively manage compliance and ethics" Alle Aspekte der Entwicklung von globalen, ganzheitlichen Anti-Korruptions-, Compliance und Ethik-Programmen sollen auf dieser Konferenz diskutiert werden. mehr... (Englisch)
14.-17.10.2008 Singapur Global Fraud Summit Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf erfolgreich erprobten Anti-Fraud-Strategien und Methoden, die Organisationen anwenden, um Betrug vorzubeugen, aufzudecken und zu bekämpfen. Insbesondere interne Kontrollmechanismen und der Aufbau solider Rahmenbedingungen sollen vorgestellt und diskutiert werden. mehr...
04.-11.10 Passau The Economics of Corruption mit 1. Passauer Antikorruptionssymposium Dass sich Korruption in der Geschäftswelt nicht lohnt und wie der Unternehmensalltag "sauber" gestaltet werden kann, wollen Prof. Dr. Johann Graf Lambsdorff und sein Team vom Lehrstuhl für Volkswirtschaftstheorie der Universität Passau im Rahmen ihrer internationalen, englischsprachigen Veranstaltung zeigen und diskutieren. Der zweite Teil vom 10. bis 11. Oktober ist als Symposium mit Gastvorträgen namhafter Experten vorgesehen. mehr...
12.-13.11.2008 Berlin Compliance - Herausforderung für die Kommunikation Ausgewiesene Compliance-Experten geben auf dem Workshop Antworten auf die Fragen: Welche Konsequenzen hat die wachsende Bedeutung von Compliance für die Unternehmenskommunikation? Und welche Auswirkungen haben Compliance- Verletzungen auf den Markenwert und das Unternehmensimage? Wie kann die Korruptionsbekämpfung professionell kommunikativ unterstützt werden? mehr...
10. Literatur
Führungsstark in alle Richtungen: 360-Grad-Leadership für das mittlere Management Alexander Groth Campus Verlag, August 2008, ISBN: 3593385732 Der Autor beschreibt das Dilemma, in dem sich vor allem Führungskräfte des mittleren Managements befinden: Sie bekommen Druck von oben und unten, müssen mit ihren Managerkollegen gleichzeitig kooperieren und konkurrieren und ihre eigene Entwicklung ständig den unbarmherzig steigenden Anforderungen anpassen. Alexander Groth erläutert, wie man sich selbst zu einer integren und authentischen Führungskraft weiterentwickelt, sein Team zu hoher Leistung führt, mit den Kollegen auf gleicher Ebene kooperativ umgeht, ohne sich von der Konkurrenz ausstechen zu lassen, und seine Ideen und Interessen bei Vorgesetzten erfolgreich durchsetzt. mehr... (pdf)
Wie bekämpft man Korruption?: Lektionen der Wirtschafts- und Unternehmensethik für eine "Ordnungspolitik zweiter Ordnung" Ingo Pies wvb wissenschaftlicher Verlag, April 2008, ISBN: 386573359X Die zugrunde liegende These lautet, dass die Gesellschaft das Korruptionsproblem nicht im direkten Durchgriff durch staatliche Gesetze lösen kann, sondern nur dadurch, dass sie eine geeignete Anreizsetzung in und durch Unternehmen in Gang bringt. mehr...
Wirtschaftskriminalität Jochen Mahadevan VDM Verlag Dr. Müller, 2008, ISBN: 9783836464253 Aufbauend auf einer theoretischen Fundierung des Begriffs Korruption zeigt das vorliegende Werk Ursachen, Formen und Folgen von Korruption auf. Neben den klassischen Formen der Korruptionsbekämpfung wird eine Verbindung zwischen Korruption und Wirtschaftsethik hergestellt und versucht, das Problem aus wirtschaftsethischer Sicht zu lösen. mehr...
11. Motto
Gesellschaftliche Veränderung fängt immer mit Außenseitern an, die spüren, was notwendig ist. Robert Jungk (1913-94), östr. Schriftsteller u. Zukunftsforscher
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Newsletter II/2008
Inhalt
- BDI-Präsident empfiehlt anonyme Hinweisgebersysteme
- Gesetz zum Whistleblower-Schutz im Bundestag diskutiert
- Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik verliehen
- Global Compact Fortschrittsbericht
- Workshop zur Korruptionsbekämpfung beim Global Compact Arbeitstreffen
- Anti-Korruptionsmaßnahmen bei der Deutschen Bahn AG
- Korruption steigt weiter an – Präventionsmaßnahmen fehlen
- Konferenz „Unternehmen in Verantwortung – Ein Gewinn für alle“
- Veranstaltungen
- Literatur
- Zitat
1. BDI-Präsident empfiehlt anonyme Hinweisgebersysteme
Der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thuman, hat sich für die Einrichtung anonymer Beschwerdestellen in Unternehmen ausgesprochen. Diese Stellen sollen es Mitarbeitern ermöglichen, intern auf Straftaten ihrer Vorgesetzten aufmerksam zu machen. mehr...
2. Gesetz zum Whistleblower-Schutz im Bundestag diskutiert
Am 04.06.08 fand im Bundestag eine erste Anhörung für ein Anzeigerecht der Arbeitnehmer statt, das demnächst in einem neuen § 612a BGB zu finden sein soll. Dieser Gesetzesentwurf gibt mit minimalen Änderungen zwar nur das vom Bundesarbeitsgericht (BAG 2 AZR 235/02 (vom 03.07.2002) in Arbeit und Recht 11/2004 S. 427, Besprechung von Peter und Rohde-Liebenau dort S. 429 ff.) geschaffene Richterrecht wieder – dies aber an einer so prominenten Stelle, dass jeder potentielle Hinweisgeber an seine Rechte und Pflichten erinnert wäre. Der Vorschlag wurde unter Federführung des Ministeriums für Landwirtschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz (Seehofer, CSU) gemeinsam mit dem Arbeits- und Justizministerium (Scholz und Zypries, SPD) erarbeitet. mehr...
Rechtsanwalt Björn Rohde-Liebenau von RCC Risk Communication Concepts war als Sachverständiger zur Sitzung des beratenden Ausschusses geladen. Seine Stellungnahme, mit der er auf die 43 von den Abgeordneten vorab gestellten Fragen schriftlich eingeht, ist hier zu finden. Rohde-Liebenau, der seine Ombudsmann-Dienste seit Anfang des Jahres mit seinem Kollegen Dr. Pragal zusammen anbietet, ist sich sicher: „… auch der Mittelstand wird sich jetzt auf externe Hinweise einstellen – z.B. mit der Kombination BKMS® System und Ombudsmann. Außerdem werden wir für die größeren Unternehmen bald weitere Fortschritte sehen, wenn nämlich Whistleblowing mit der internen und externen Kommunikation über Risiken endlich in den Corporate Governance Kodex kommt.“
3. Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik verliehen
Der 8. Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik wurde am 28.05.08 mit einer Ansprache von Bundespräsident Horst Köhler verliehen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln zeichnet mit dem Preis jedes zweite Jahr Nachwuchswissenschaftler für herausragende Beiträge zur Wirtschafts- und Unternehmensethik aus. Der seit 1992 verliehene Preis soll einen Beitrag zur Erinnerung an das geistige Erbe Max Webers unter besonderer Berücksichtigung des unternehmerischen Handelns zwischen ökonomischer und sozialer Verantwortung leisten und die aktuelle Bedeutung des Themas „Wirtschaftsethik“ unterstreichen. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Prof. Dr. Guido Palazzo, Professor für Unternehmensethik an der Universität Lausanne. Er erhielt den Preis für seine herausragenden Arbeiten zum Thema „Corporate Responsibility“ und insbesondere für seine innovativen und theoretisch fundierten Vorschläge zur Frage, wie Unternehmen ihr bürgerschaftliches Engagement ausgestalten und in gesellschaftlichen Diskursen Verantwortung übernehmen sollen. mehr...
4. Global Compact Fortschrittsbericht
Mitglieder des UN Global Compacts haben sich dazu verpflichtet, jährlich einen Fortschrittsbericht zu erstellen. Darin soll die Umsetzung der 10 Prinzipien (unter anderem Korruptionsbekämpfung) des UN Global Compacts erläutert werden. Der aktuelle Fortschrittsbericht der Business Keeper AG, die Mitglied an diesem internationalen Bündnis ist, wurde im Juni veröffentlicht. Dabei wurde insbesondere die Korruptionsbekämpfung im Gesundheitswesen thematisiert. Nachzulesen ist der Bericht hier.
5. Workshop zur Korruptionsbekämpfung beim Global Compact Arbeitstreffen
Regelmäßig treffen sich die Mitglieder des UN Global Compacts in Deutschland zu gemeinsamen Arbeitstreffen. Dabei werden konkrete Erfahrungen und Instrumente zur Umsetzung der zehn Global Compact-Prinzipien sowie verwandte Fragestellungen vorgestellt und diskutiert. Im Juni übernahm die Business Keeper AG zusammen mit der Control Risks Deutschland GmbH die Planung und Durchführung eines ganztägigen Workshops zu den aktuellen Herausforderungen der Korruptionsbekämpfung. Zu den Referenten gehörten Prof. Dr. Kai Bussmann (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Birgit Galley (Steinbeis Hochschule), Dr. Kristóf Gosztonyi (Control Risks Deutschland), Dr. Alfried Heidbrink (lindenpartners), Kenan Tur (Business Keeper AG) sowie Hans-Jürgen Stephan (Control Risks Deutschland und Dr. Ochsenfeld Rechtsanwälte). Das Protokoll des Workshops sowie die einzelnen Beiträge können Sie hier nachlesen.
6. Anti-Korruptionsmaßnahmen bei der Deutschen Bahn AG
Die Deutsche Bahn AG als einer der größten Arbeitgeber Deutschlands und international tätiges Unternehmen hat sich in ihrem Handeln durch einen Code of Conduct zu ethischen Werten und Grundsätzen verpflichtet. Ein Kernthema dieser Verpflichtung ist die konsequente Prävention und unnachgiebige Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität und Korruption. Seit Mai 2008 wird das Hinweisgebersystem - BKMS® System - zusätzlich zu der bereits vorhandenen Möglichkeit, sich an zwei externe Ombudsleute zu wenden, eingesetzt. Mitarbeiter, Lieferanten, Geschäftspartner und Kunden können das internetbasierte Hinweisgeberportal weltweit rund um die Uhr, orts- und sprachunabhängig nutzen. Mit dem Einsatz des BKMS® Systems verfolgt die Deutsche Bahn AG das Ziel, den Aktionsradius ihres Compliance Teams auch im Hinblick auf das weltweite Logistiknetz von DB Schenker und weiteren Tochtergesellschaften auszuweiten. Die von Integrität, fairem Verhalten und Transparenz geprägte Unternehmenskultur der Deutschen Bahn AG wird dadurch weiter gestärkt. Die Deutsche Bahn AG beweist damit einmal mehr ihre Vorreiterrolle in Sachen Korruptionsbekämpfung. mehr...
7. Korruption steigt weiter an – Präventionsmaßnahmen fehlen
Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2007, die Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble im Mai vorstellte, ging die Zahl der Wirtschaftsdelikte im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Prozent zurück. Die Zahl der Fälle von Betrug und Untreue im Zusammenhang mit Beteiligungen und Kapitalanlagen sank um mehr als 55 Prozent. Allerdings stieg die Zahl der Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte um 10 Prozent (insgesamt 6.027 Fälle). Es wird dabei darauf hingewiesen, dass das Dunkelfeld deutlich höher geschätzt wird. mehr...(pdf)
Auch ein Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bestätigt, dass das Ausmaß von Korruption in den vergangenen Jahren in der Bundesrepublik zugenommen hat und verweist dabei auf das Absinken Deutschlands im Corruption Perception Index 2007 von Transparency International. Der österreichische Ökonom und Korruptionsexperte Friedrich Schneider der Universität Linz kritisierte in dem Artikel, dass von Seiten des deutschen Gesetzgebers keine ausreichenden Vorkehrungen zur Korruptionsprävention getroffen werden. Er führt dabei erfolgreiche Beispiele aus den skandinavischen Ländern und den USA an. mehr...
8. Konferenz „Unternehmen in Verantwortung – Ein Gewinn für alle“
Ende April fand unter der Federführung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die Konferenz “Unternehmen in Verantwortung - Ein Gewinn für alle“ in Berlin statt, an der 350 Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Gewerkschaften, Verbraucherschutz, Wirtschaftsverbänden, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen teilnahmen. Bundesarbeitsminister Scholz kündigte dabei die Einführung eines Markenzeichens für Unternehmen, die sich auf einen Verhaltenskodex verpflichten, an. Dafür sollte eine unbürokratische Plattform etabliert werden. Bundesaußenminister Steinmeier berichtete von der geplanten Einrichtung einer Internetplattform des Auswärtigen Amtes gemeinsam mit der Bertelsmann-Stiftung, die über gesellschaftlich verantwortliche Unternehmen in Deutschland und im Ausland informieren soll. mehr...
9. Veranstaltungen
17.09. Köln FTD-Konferenz: Wirtschaftsrisiko Kriminalität und Korruption Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft erläutern auf der FTD-Konferenz Compliance-Systeme in der Praxis, welche Auswirkungen Industriespionage auf betroffene Unternehmen hat, was einen guten Compliance-Manager auszeichnet und was bei der Pressearbeit in einem Compliance-Fall zu beachten ist. mehr...
29.-30.09. Berlin Compliance Masters: 8. EU-Richtlinie - Präventionskultur - Aktuellste Compliance-Herausforderungen - Anti-Korruption Die Wirtschaftsskandale der letzten Jahre zeigen Wirkung. Die Anforderungen an die Unternehmens-Compliance steigen und verlangen von den Verantwortlichen eine ständige Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen. Seit Ende Juni 2008 müssen sich deutsche Unternehmen mit den Herausforderungen der 8. EU-Richtlinie auseinandersetzen. Interne Kontrollsysteme und das Risikomanagement kommen auf den Prüfstand. In solch einem dynamischen Umfeld bedarf es einer ständigen Weiterentwicklung des Corporate Compliance-Systems. Es geht um eine laufende Optimierung der Prozesse, eine umfassende Einbindung der Mitarbeiter, aber auch um eine frühzeitige Prävention von Fehlverhalten. In der Veranstaltung werden Fallstudien führender Unternehmen durchgeführt. Neben den Vorträgen ermöglicht das neue interaktive Format eine intensive Wissensvermittlung und strukturiertes Networking zwischen den Teilnehmern. mehr...
04.-11.10 Passau The Economics of Corruption - A University Training in Good Governance and Reform Die internationale Veranstaltung verknüpft die Welt der Forschung mit der des Alltagsgeschäfts, um Studenten und Absolventen der Sozialwissenschaften, Entscheidungsträger und Praktiker zusammenzubringen. Das Programm setzt sich aus Übungs- und Workshop-Einheiten, Vorlesungen, Fallstudien sowie Beispiel- und Grundsatz-Präsentationen zusammen. mehr... (Englisch)
30.10.-02.11. Athen Internationale Anti-Korruptionskonferenz (IACC) Global Transparency - Fighting corruption for a sustainable future Die von Transparency International organisierte Internationale Anti-Korruptionskonferenz (IACC) findet dieses Jahr vom 30. Oktober bis 2. November in Athen statt. Vertreter aus Zivilgesellschaft, Regierung und Unternehmen werden diskutieren, wie der Kampf gegen Korruption einen wichtigen, integralen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen leisten kann. mehr... (Englisch)
10. Literatur
Tue Gutes und rechne damit Johanna Schnurr, Kornelia Götz personalmagazin, Nr. 06/2008, S. 20-21 In dem Artikel „Tue Gutes und rechne damit“ beschreibt der Energieversorger N-ERGIE seine Maßnahmen im Rahmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung. Darüber hinaus diskutieren unsere Kooperationspartnerin Frau Dr. Annette Kleinfeld (Geschäftsführerin der Dr. Kleinfeld CEC - Corporate Excellence Consultancy) und Herr Josef Hasler (Finanzvorstand der N-ERGIE) den Spagat von Unternehmen zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und wirtschaftlichen Ansprüchen. mehr... (pdf)
The Institutional Economics of Corruption and Reform: Theory, Evidence and Policy (Englisch) Johann Graf Lambsdorff Cambridge University Press, Juli 2008, ISBN: 978-0521068673 Der Autor zeigt, wie Erkenntnisse der Institutionenökonomik für ein besseres Verständnis, warum Korruption auftritt und wie die besten Strategien zur Bekämpfung aussehen, fruchtbar gemacht werden können. Vor diesem theoretischen Hintergrund wird – in Analogie zur Strategie der unsichtbaren Hand des Marktes – eine "Strategie des unsichtbaren Fußes" vorgeschlagen. Das Buch ist ab Juli auch im Taschenformat erhältlich. mehr...
Wirtschaftskriminalität und Ethik dnwe schriftenreihe Albert Löhr, Eckhard Burkatzki (Herausgeber) Rainer Hampp Verlag, April 2008, ISBN: 978-3866182349 Wirtschaftskriminalität in Deutschland wird zunehmend auch von wirtschaftlichen Unternehmungen selbst problematisiert. Neben den materiellen Folgeschäden sind es dabei insbesondere die Verletzung des kaufmännischen Prinzips von Treu und Glauben und die Verunsicherung des wirtschaftlichen Systemvertrauens, die das Interesse der Marktakteure an einer nachhaltigen Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität motivieren. Die Beiträge des vorliegenden Bands werfen die Frage auf, wie weit zur Prävention von Wirtschaftskriminalität - flankierend zu den Steuerungsmöglichkeiten von Staat und Recht - eine selbstbindende Steuerung wirtschaftlicher Aktivitäten aus der Eigeninitiative der Marktakteure "von unten her" entstehen kann. Übergreifende Kernthese der Autoren ist dabei die Annahme, dass sich nur im Miteinander von staatlichen Aktivitäten einerseits und unternehmensethischen Initiativen andererseits Mittel und Wege für eine effektive und nachhaltige Prävention von Wirtschaftskriminalität erschließen lassen. mehr...
Handbuch Anti-Fraud-Management: Bilanzbetrug erkennen - vorbeugen - bekämpfen Dr. Stefan Hofmann Erich Schmidt Verlag, April 2008, ISBN: 978-3-503-10698-1 Unternehmen verfügen heute über zahlreiche Überwachungsinstrumente. Doch wie lassen sich diese zu einem effektiven Anti-Fraud-Management verknüpfen? Stefan Hofmann liefert Ihnen praxisgerechtes Know-how dafür: konzeptionelle Grundlagen, reale Fälle von Wirtschafts- bzw. Bilanzdelikten und bevorzugte Betrugsmethoden, Aufbau einer Compliance-Organisation und vieles mehr! Mit vielen Checklisten und Beispielen für die Umsetzung in der Praxis. mehr...
Kompendium Wirtschaftskriminalität Günter Janke Peter Lang Verlagsgruppe, März 2008, ISBN: 978-3631570203 Wirtschaftskriminalität ist eine ernst zu nehmende und oft noch unterschätzte komplexe Bedrohung für viele Unternehmen in der globalisierten Wirtschaftswelt. Oft werden insbesondere die Risiken aus der wachsenden Computerkriminalität und der Wirtschaftsspionage unterschätzt. Das Kompendium zeigt ausgehend von authentischen Fällen aktuelle Vorgehensweisen ebenso auf, wie die typische wirtschaftskriminelle Basismethodik, deren Kenntnis wichtig ist, um die ständig neu variierten Angriffsmethoden zu erkennen. Insbesondere wird praxisnah aufgezeigt, wie sich Unternehmen vor allem durch wirksame Sensibilisierungs- und Kontrollmaßnahmen sowie eine effiziente Interne Revision vor Wirtschaftskriminalität in unterschiedlichen internen und externen Ausprägungsformen schützen können. mehr...
Wir können alles: Filz, Korruption & Kumpanei im Musterländle Josef-Otto Freudenreich, Meinrad Heck, Wolfgang Messner, Rainer Nübel Klöpfer und Meyer, März 2008, ISBN: 978-3940086129 Baden-Württemberg ist überall Spitze, ein Musterland eben. So tönt es jeden Tag aus allen Sprachrohren, vorneweg aus der Regierungszentrale. Bei soviel Weihrauch ist man geneigt, die frohen Botschaften zu glauben. Aber die ganze Wahrheit ist es nicht, es sei denn die vorderen Plätze gälten auch für den Filz und die Kumpanei zwischen Politik, Justiz und Wirtschaft. Ein Autorenteam um Josef-Otto Freudenreich, den Chefreporter der Stuttgarter Zeitung, zeigt die Bögen und Linien auf, die zwischen den Mächtigen des Landes verlaufen. Die kundigen Journalisten zeichnen ein Bild von Baden-Württemberg, das kein Blendwerk der Propaganda ist, sondern einen Blick auf Seiten eines Landes wirft, bei dem das 'Muster' einen ganz anderen Sinn bekommt. mehr...
Essentials of Corporate Fraud (Englisch) Tracy Coenen John Wiley & Sons, April 2008, ISBN: 978-0470194126 Die Autorin gibt Einblicke in die Wirtschaftskriminalität aus der Sicht eines Insiders und gibt Tipps, wie sich Unternehmen in den Phasen der Entdeckung und Untersuchung verhalten sollen. Darüberhinaus empfiehlt sie Präventionsmaßnahmen, macht Unternehmer auf Warnsignale aufmerksam und erläutert Trainingsmaßnahmen für Mitarbeiter bei der Umsetzung von Richtlinien im Zusammenhang mit der Korruptionsbekämpfung. mehr...
11. Zitat
Krisen meistert man am besten, indem man ihnen zuvorkommt. Walt Whitman Rostow (1916-2003), US-amerikanischer Ökonom, Wirtschaftshistoriker
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Newsletter I/2008
Inhalt
- Erste Mitgliederversammlung des German Chapters der Association of Certified Fraud Examiners
- CGC-Untersuchung: Korruption in deutschen Unternehmen
- Konzerne verstärken interne Kontrollen
- AOK Bayern und Kassenärztliche Vereinigung Bayerns nutzen BKMS® System
- Urteil zur internationalen Geltung von Sarbanes-Oxley
- Umsetzung der 8. Europäischen Richtlinie - EuroSOX
- Enttäuschung bei Transparency International Deutschland e.V. über Ergebnisse der UNCAC-Vertragsstaaten-Konferenz in Bali
- Veranstaltungen
- Literatur
- Zitat
1. Erste Mitgliederversammlung des German Chapters der Association of Certified Fraud Examiners
Der neu gegründete Verein Association of Certified Fraud Examiners (ACFE) Deutschland e.V. setzt sich dafür ein, den im englischsprachigen Raum bekannten Titel "Certified Fraud Examiner" in Deutschland zu etablieren. Darüber hinaus soll durch Schulung und Weiterbildung der Vereinsmitglieder ein Beitrag zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität geleistet werden. Am 21.01.2008 fand die erste ordentliche Mitgliederversammlung nach Eintragung als gemeinnütziger Verein statt. mehr...
2. CGC-Untersuchung: Korruption in deutschen Unternehmen
Die Ergebnisse einer Befragung der Münchener Personalberatung CGC unter Führungskräften und Personalentscheidern zeigen, dass Korruptionsskandale deutsche Manager vielfach kalt lassen. 56 Prozent aller deutschen Manager halten die Berichterstattung in Medien für imageschädlicher als die Korruption selbst. 44 Prozent aller Befragten sehen für gesetzestreue Firmen Nachteile im Konkurrenzkampf. Unternehmer sehen speziell im Ausland eine zunehmende Bestechung von Auftraggebern, weil dies dort Geschäftspraxis sei. mehr...
3. Konzerne verstärken interne Kontrollen
Die im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. durchgeführte Befragung von 767 deutschen Top-Managern kommt zu dem Ergebnis, dass immer mehr deutsche Unternehmen ihre internen Kontrollen deutlich ausbauen. Dies trifft auf 95 Prozent der befragten Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern zu. Insbesondere die Einhaltung von Gesetzen und Verhaltensregeln wird dabei überwacht, um Imageschäden zu vermeiden. Größtenteils werden dafür Chief Compliance Officer eingesetzt. mehr...
4. AOK Bayern und Kassenärztliche Vereinigung Bayerns nutzen BKMS® System
Gemeinsam gehen die AOK Bayern und die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns in einer außergewöhnlichen Kooperation gegen Fehlverhalten im Gesundheitswesen vor. Nachdem gemäß § 197a sowie § 81a SGB V bereits in beiden Institutionen Stellen zur Korruptionsbekämpfung eingerichtet wurden, können Versicherte und Leistungserbringer seit dem 01. Januar 2008 auch anonym oder namentlich sowie zeitunabhängig mit dem BKMS® System auf Missstände aufmerksam machen. mehr...
5. Urteil zur internationalen Geltung von Sarbanes-Oxley
Ein US Obergericht hat am 05. Februar 2008 in einem Verfahren die internationale Bedeutung des Sarbanes-Oxley-Acts herausgestellt. Demnach gelten die Schutzvorschriften von SOX auch für interne Hinweisgeber von internationalen Konzernen mit US-Bezug. Darüber hinaus sind die in SOX enthaltenen Schutzvorschriften auch anwendbar, wenn es sich nicht im engeren Sinne um Betrugshandlungen gegen Anteilseigner handelt. mehr...
6. Umsetzung der 8. Europäischen Richtlinie - EuroSOX
Nach dem US-Vorbild des Sarbanes Oxley Acts müssen sich Unternehmen auch in Europa einer externen Qualitätskontrolle unterwerfen, die für mehr Transparenz in den Jahresabschlüssen sorgen soll. Die bereits im Juni 2006 von der EU Kommission beschlossene 8. Europäische Richtlinie - umgangssprachlich auch EuroSox genannt - ist bis zum 29. Juni 2008 in allen EU Mitgliedstaaten in nationales Recht umzusetzen. mehr...
7. Enttäuschung bei Transparency International Deutschland e.V. über Ergebnisse der UNCAC-Vertragsstaaten-Konferenz in Bali
Nach Einschätzung von Transparency International Deutschland e.V. gehen die Ergebnisse der internationalen Staatenkonferenz zur UN-Konvention gegen Korruption (UNCAC) in Indonesien Ende Januar 2008 nicht weit genug. Das ursprüngliche Ziel der Konferenz, mit Hilfe eines gemeinsam erarbeiteten effektiven Prüfungs- und Kontrollsystems international die Bekämpfung von Korruption zu intensivieren, wurde verfehlt, da sich die Vertreter der Teilnehmerländer nicht auf ein gemeinsames Monitoringprogramm einigen konnten. mehr...
8. Veranstaltungen
4.-5.04. Bonn Jahrestagung Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik: "Reichweiten unternehmerischer Verantwortung" Schwerpunkt der Jahrestagung des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik ist die unternehmerische Verantwortung - die Corporate Social Responsibility. Die Veranstaltung stellt die Leitfrage, inwieweit sich die Reichweiten und Grenzen der Unternehmensverantwortung bestimmen lassen. mehr...
9.-10.04. Köln 3. Handelsblatt Jahrestagung - Unternehmensrisiko Korruption Am 9. und 10. April 2008 findet die 3. Jahrestagung des Handelsblatts zum Thema Korruption als Unternehmensrisiko in Köln statt. Experten aus verschiedenen Unternehmen werden neue Mittel der Korruptionsprävention für Unternehmen vorstellen. mehr...
27.05. Bremen Tagesseminar "Whistleblowing - Gründe und Prävention" Das Seminar richtet sich vorwiegend an die Mitglieder der Betriebs- und Personalräte, die mit der Einrichtung eines „Whistleblowing-Systems“ konfrontiert sind sowie an diejenigen, die neue Wege zur Verbesserung der internen Kommunikation auch bei schwierigen Themen suchen. mehr...
9. Literatur
Global Compact Deutschland 2007 Mediengruppe macondo (Hrsg.), Januar 2008, ISBN: 978-3-9810638-4-4 Das Jahrbuch des deutschen Netzwerks der UN-Initiative beschreibt rückblickend ausführlich die Aktivitäten des UN Global Compact, wobei das Thema Corporate Social Responsibility im Fokus stand. Unter anderem beschreiben 32 teilnehmende Unternehmen des Global Compact, wie sie die 10 Prinzipien des Global Compact verwirklichen und das Thema Corporate Social Responsibility umsetzen. mehr...
Wirtschaftsethik - Theorien, Strategien, Trends Matthias Karmasin, Michael Litschka Lit Verlag, Januar 2008, ISBN 978-3-8258-0274-5 Dieser Band ist eine Einführung in die Wirtschafts- und Unternehmensethik. Er erklärt Grundbegriffe und zentrale Konzepte, stellt neuere Ansätze der Wirtschaftsethik vor und diskutiert Anwendungsmöglichkeiten im Unternehmensalltag. Das Buch ermöglicht Führungskräften aus Wirtschaft und Politik, Journalisten und Journalistinnen, interessierten Laien und wissenschaftlich Tätigen sowie Lehrenden und Studierenden einen Einstieg in diese aktuelle Thematik. mehr...
Praxisleitfaden Unternehmensethik: Kennzahlen, Instrumente, Handlungsempfehlungen Daniel Dietzfelbinger Gabler, September 2007, ISBN: 978-3-8349-0552-9 Die Wirtschaft und ihre Akteure sehen sich drängenden Fragen der Gesellschaft gegenüber, die es nicht mehr akzeptiert, dass Wirtschaften im Verborgenen und zum Wohl einzelner stattfindet. Die zunehmende Ablehnung der Privatisierung der Gewinne bei gleichzeitiger Sozialisierung der Schäden fordert die Wirtschaft heraus, sich diesen unternehmens- und wirtschaftsethischen Fragen zu stellen und darauf befriedigende Antworten zu geben. Denn Unternehmensethik wird zunehmend stärker über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. mehr...
Die große Gier Hans Leyendecker Rowohlt Berlin Verlag, September 2007, ISBN 978-3-87134-594-4 Noch nie wurde in der Bundesrepublik derart gemauschelt und betrogen wie im Zeitalter der Globalisierung: Weltkonzerne wie VW, Siemens oder EADS setzen wegen kurzfristiger Gewinne ihren Ruf aufs Spiel. Die Habsucht und Hybris der Manager scheinen grenzenlos zu sein. Aber im Zeitalter der Globalisierung gilt auch: Auf lange Sicht bleibt dabei nicht nur die Moral auf der Strecke, sondern das, was die Wirtschaft im Innersten antreibt – der Profit. Bei unlauterem Geschäftsgebaren droht der Verlust ganzer Märkte. Deutschland, so zeigt Hans Leyendecker mit seinem atemberaubenden Material, braucht eine neue Ethik, damit die Wirtschaft nicht abstürzt. mehr...
Der Klüngel in der politischen Kultur Kölns Frank Überall BOUVIER Verlag, Dezember 2007, ISBN 978-3-416-03125-7 Klüngel wird in der Literatur bisher nur glorifiziert oder verteufelt. Was fehlt, ist eine analytische Aufarbeitung dieser allgegenwärtigen Attitüde, die nicht nur in Köln zu finden ist. Diese Lücke soll mit diesem Buch gefüllt werden. So werden die positiven Seiten des Klüngels genauso illustriert wie die Gefahr des Abrutschens in die Korruption. An Fallbeispielen und Strukturbeobachtungen wird die politische Realität Kölns veranschaulicht. mehr...
10. Zitat
In Deutschland gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat.
Carl von Ossietzky
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Newsletter V/2007
Inhalt
- Gewinnbringende Abgeordnete
- Compliance als strategisches Risiko Nr. 1
- 10 Jahre OECD-Anti-Korruptionskonvention
- Studie zur Wertebasis betriebswissenschaftlicher Professoren
- Bester Nachhaltigkeitsbericht, bestes nachhaltiges DAX-30-Unternehmen
- Integrity Award Gewinner bekanntgegeben
- Veranstaltungen
- Literatur
- Motto
1. Gewinnbringende Abgeordnete
Eine aktuelle Studie des Centre for Financial Research der Universität Köln zeigt, dass börsennotierte Unternehmen, die Bundestagsabgeordnete beschäftigen, im Durchschnitt deutlich mehr verdienen als andere Firmen. Auch der Aktienkurs entwickelt sich besser. Eine mögliche Erklärung hierfür sei, dass die Abgeordneten ihren Unternehmen privilegierten Zugang zu öffentlichen Aufträgen und Steuervergünstigungen ermöglichen. Auch sei denkbar, dass sie die Gesetzgebung im Sinne ihrer Neben-Arbeitgeber beeinflussen würden. mehr...
2. Compliance als strategisches Risiko Nr. 1
In einer globalen Studie hat Ernst & Young mit Hilfe von Oxford Analytica mehr als 70 Analysten aus 20 Branchen zum Thema "Strategische Risiken" befragt. Ziel der Studie war es herauszufinden, welche 10 strategischen Risiken die Analysten für die nächsten 5 Jahre identifizieren. Als gefährlichstes Risiko über alle Branchen wurden regulatorische Vorgaben und Compliance Risiken genannt. mehr...(Englisch)
3. 10 Jahre OECD-Anti-Korruptionskonvention
Die Konvention der Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) zur Bekämpfung der Bestechung ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr wurde am 21. November 1997 verabschiedet und als Durchbruch in der internationalen Korruptionsbekämpfung gefeiert. Allerdings wurden auf dieser Grundlage bis heute lediglich 30 Unternehmen und Einzeltäter verurteilt, untersucht wurden in den 36 Unterzeichnerstaaten knapp 100 Fälle. Das sind noch nicht einmal drei pro Land innerhalb von zehn Jahren. Nur 14 der Unterzeichnerstaaten haben laut einer aktuellen Studie von Transparency International die Richtlinien erfolgreich umgesetzt. mehr...
4. Studie zur Wertebasis betriebswissenschaftlicher Professoren
Das Kernergebnis einer weltweiten Studie des Instituts für Marketing und Konsum der Leibniz Universität Hannover zur Wertebasis von Professorinnen und Professoren der Betriebswirtschaft in Forschung und Lehre lautet: Neben der Vermittlung von Fachwissen spielt auch die Förderung gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen und Studierenden für die Mehrheit der Professoren eine zentrale Rolle. Überraschenderweise zeigt sich bei den deutschen Hochschullehrern in diesem Zusammenhang eine besondere Zurückhaltung im Umgang mit Werten. mehr...
5. Bester Nachhaltigkeitsbericht, bestes nachhaltiges DAX-30-Unternehmen
Den Preis des Unternehmensverbandes Future e.V. und des Instituts für ökologische Wirtschaftsförderung für den besten deutschen Nachhaltigkeitsbericht erhielt in diesem Jahr das Hamburger Unternehmen Otto. Bewertungskriterien für die Berichte der 150 größten deutschen Gesellschaften waren beispielsweise die kommunikative Transparenz und Vollständigkeit, aber auch die Glaubwürdigkeit. mehr...
Die Deutsche Telekom AG ist Sieger des DAX-30-Nachhaltigkeitsratings von Scoris. In der Studie "Die Nachhaltigkeitsleistungen deutscher Großunternehmen" wird das nachhaltige Wirtschaften, d. h. wie aktiv sich ein Unternehmen in gesellschaftspolitisch relevanten Feldern um Lösungsansätze bemüht, bewertet. Korruptionsprävention ist eines von 120 Kriterien. mehr...
6. Integrity Award Gewinner bekanntgegeben
Transparency International hat seine diesjährigen Gewinner des Integrity Awards am 12. Dezember 2007 in Berlin bekanntgegeben. Den Preis teilen sich die vietnamesische Lehrerin Le Hien Duc, die sich im Alltag gegen korrupte Polizeibeamte und Minister engagiert, und der Schweizer Kriminologie-Professor Mark Pieth. Die Preise werden offiziell am 21. Januar 2008 in Berlin verliehen. mehr...
7. Veranstaltungen
27.02. Wiesbaden Korruptionsprävention im Unternehmen Die Veranstaltung will einen Überblick über die mit Korruption im Unternehmen einhergehenden unternehmensspezifischen Risiken für die Geschäftsführung, für die einzelnen Mitarbeiter und das Unternehmen selbst geben. mehr...
11.-14.03. Potsdam Facilitating Multi-Stakeholder Dialogues Das zweistufige Seminar soll praktisches Stakeholder-Engagement im Sinne von Handwerkszeug für die Umsetzung von ergebnisorientierten Stakeholder-Dialogen vermitteln. mehr...
8. Literatur
Dr. Elmer Lenzen, Jochen Fengler (Hrsg.) Berufsbild CSR-Manager - UmweltDialog Wissen Band 1 Mediengruppe macondo Münster 2007, ISBN-13: 978-3-9810638-3-7 Die Begriffe Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR) sind zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf ökonomisch, ökologisch und sozial ausgewogene Unternehmensführung. Daraus ist in den letzten Jahren das neue Berufsbild des CSR-Managers entstanden. Der vorliegende Band skizziert in Theorie und Praxis zentrale Fragestellungen und Aufgabenfelder des CSR-Managements. mehr...
Petra Grimm, Rafael Capurro Wirtschaftsethik in der Informationsgesellschaft Steiner, 2007, ISBN-10: 3515090053 Die Autoren stellen die Frage nach der Bedeutung der Medien bei Fragen der Wirtschafts- und Unternehmensethik. Dabei beeinflussen bzw. bedingen Medien das kommunikative Handeln der Unternehmen in einer globalisierten Wirtschaft. Ebenso beruht die wirtschaftsethische Praxis in den Unternehmen auf Kommunikationsprozessen, die an Medien gebunden sind. mehr...
9. Motto
Ein Unternehmen erzeugt übermäßigen Aufwand, wenn es unmoralisch handelt. Es kostet mehr, die "Grenzmoral" zu unter- als zu überschreiten.
Rupert Lay
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Newsletter IV/2007
Inhalt
- Aktuelle Studie: The Drivers of Financial Reputation
- Korruptionsstrafrecht wird erweitert
- Börsen-Index für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen
- Bundeslagebild Korruption 2006 veröffentlicht
- EU-Forschungsprojekt zu einer "Soziologie der Vetternwirtschaft"
- Public Corporate Governance Kodex
- Veranstaltungen
- Literatur
- Motto
1. Aktuelle Studie: The Drivers of Financial Reputation
Investoren setzen ihre Prioritäten bei Investitionsentscheidungen heute anders als noch vor einigen Jahren. Ausgelöst haben diesen Wandel vor allem zahlreiche Bilanzskandale und damit verbundene Unternehmensschieflagen. Es ist deutlich sichtbar, dass die Aufmerksamkeit der Investoren nicht mehr nur der Leistung und den künftigen Wachstumstreibern gilt, sondern auch auf Faktoren wie Integrität, Ethik und Kompetenz in der Unternehmensführung gerichtet ist. mehr...
2. Korruptionsstrafrecht wird erweitert
Das Bundeskabinett hat im Mai beschlossen, das Strafgesetzbuch zu ändern, um Korruption auch im internationalen Raum verstärkt zu bekämpfen. Die geplante Neuregelung setzt Vorgaben der Europäischen Union, des Europarats und der Vereinten Nationen um. Kernpunkte des Gesetzesentwurfs sind: Die Bestechlichkeit und die Bestechung ausländischer sowie internationaler Amtsträger und Richter werden generell unter Strafe gestellt; Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr stehen künftig auch außerhalb von so genannten "Wettbewerbslagen" unter Strafe. mehr...
3. Börsen-Index für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen
Anfang September haben die Börse Hannover und die Agentur "oekom research" den Global Challenges Index (GCX) vorgestellt, der 50 Unternehmen umfasst, die besonders nachhaltig wirtschaften. Dazu gehören Unternehmen der Windenergie- und Solarbranche, aber auch Versicherungsanbieter und Autohersteller. Unter anderem führen Verstöße gegen Korruption oder Bilanzfälschung zum Ausschluss des jeweiligen Unternehmens. mehr...
4. Bundeslagebild Korruption 2006 veröffentlicht
Das Bundeskriminalamt hat am 18. September das aktuelle Bundeslagebild Korruption veröffentlicht. Während die Fallzahl im öffentlichen Sektor deutlich zurückgeht, nimmt Korruption in Unternehmen zu. Dennoch werden fast zwei Drittel aller Fälle aus der öffentlichen Verwaltung gemeldet. Insgesamt gebe es keine gravierende Änderung der Korruptionslage in Deutschland, durch prominente Fälle sei jedoch die öffentliche Aufmerksamkeit erhöht. In mehr als 900 Fällen hätten externe Meldungen von anderen Behörden oder anonymen Hinweisgebern zu Ermittlungen geführt. mehr...
5. EU-Forschungsprojekt zu einer "Soziologie der Vetternwirtschaft"
Ziel des Forschungsprojekts unter Federführung der Universität Konstanz ist eine Optimierung der Korruptionsprävention in der EU. Das Projekt fragt zunächst nicht nach der Korruption "an sich", sondern nach den regional- und kulturspezifischen Wahrnehmungen von Korruption bei politischen und administrativen Entscheidungsträgern, bei Praktikern in verschiedenen Institutionen und Behörden, vor allem aber bei den Bürgern. Untersucht werden die EU-Beitrittsländer Bulgarien und Rumänien, die EU-Kandidatenländer Türkei und Kroatien und die EU-Mitgliedstaaten Deutschland, Griechenland und Großbritannien. Die sehr unterschiedlichen "mentalitätsbedingten" Wahrnehmungen von Korruption, so die Generalthese des Projekts, haben einen signifikanten Einfluss auf das Problembewusstsein und damit auf den Erfolg der Präventivmaßnahmen. Am Ende soll eine europäische Soziologie der Korruption auf einzelne Länder zugeschnittene Gegenmaßnahmen ermöglichen. mehr...
6. Public Corporate Governance Kodex
Die 112 Beteiligungsfirmen der Bundesregierung sollen sich an vergleichbare Regeln wie börsennotierte Firmen halten. Eine Arbeitsgruppe aus Bundesfinanz-, Justiz- und Innenministerium erarbeitet zurzeit einen Kodex, der sich an die Empfehlungen und Anregungen des Cromme-Kodex für die Privatwirtschaft anlehnt. mehr...
7. Veranstaltungen
14. - 16.11., Wittenberg Zukunftsszenario 2030 – Globale Herausforderungen für eine Soziale Marktwirtschaft Das Seminar unter der Leitung von Prof. Dr. Ingo Pies will einen Verständigungsbeitrag in der aktuellen Reformdebatte leisten, um der Produktivität der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland zur Geltung zu verhelfen. In Diskussionen und Workshops erarbeiten Studierende und Young Professionals eigene Lernergebnisse zu diesen Fragestellungen. Ausgewählte Fallstudien sowie Beiträge externer Referenten aus Politik und Wissenschaft ergänzen die Vermittlung theoretischer Grundlagen. Studierende aller Fachrichtungen können sich bis zum 15.10. für das Seminar bewerben. mehr...
22. - 24.11., Rothenburg/O.L. Wirtschaftskriminalität und die Rolle der Strafverfolgung - unter besonderer Berücksichtigung des Subventionsbetruges Die zentrale Frage dieser Fachtagung lautet: Welche Instrumente und Ressourcen stehen in den einzelnen Ländern der EU zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität zur Verfügung und wie ist die Rechtswirklichkeit auf diesem Gebiet? Hauptanliegen ist die Evaluation von Konzepten der Verfolgung von Wirtschaftsstraftaten auf EU-Ebene. mehr...
28. - 29.11., Kassel IIR-Tagung 2007: Revision in Öffentlichen Institutionen Der Schwerpunkt dieser Veranstaltung liegt auf Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden und der Hinweiserlangung. Das BKMS® System wird im Einsatz beim Landeskriminalamt Niedersachsen vorgestellt. mehr...
6. - 7.12., Ludwigsburg Chief Audit Executive Tagung 2007 Die exklusive Veranstaltung im kleinen Kreis ist für Revisionsverantwortliche, Revisionsleiter und Führungskräfte der Internen Revision konzipiert. Präsentiert werden Projektberichte, innovative Themen und Praxiserfahrungen, u. a. zum BKMS® System. mehr...
8. Literatur
Elisabeth Göbel: Unternehmensethik Lucius und Lucius Stuttgart, Juli 2006, ISBN-10: 3825227979 Das Lehrbuch wendet sich an Studierende der Wirtschaftswissenschaften ebenso wie an die Verantwortlichen in Unternehmen. Insbesondere erfordern die Beziehungen innerhalb des Unternehmens (Führungsstile, Fürsorgepflichten, Erhaltung von Arbeitsplätzen, Produktrisiken) immer wieder ethische Entscheidungen bezüglich der Verantwortbarkeit des Handelns. mehr...
Nico Stehr: Die Moralisierung der Märkte Suhrkamp, Mai 2007, ISBN-10: 3518294318 Nicht nur der Umfang, sondern auch das »Wo und Wie« des Konsumierens und Produzierens haben sich radikal verändert. Dennoch stammen viele unserer wichtigsten Vorstellungen von den Eigenschaften des Marktes und unserem angeblich typischen Marktverhalten aus einer Welt, die keinen verbreiteten Wohlstand und kein allgemeines Bildungswesen, sondern nur ausgesprochene Armut, umfassende Machtlosigkeit, verbreiteten Hunger und Analphabetismus kannte. Diesen Widerspruch versucht die vorliegende Studie zu analysieren. mehr...
Björn Rohde-Liebenau: Förderung der Corporate Compliance - mehr Zuckerbrot als Peitsche? ERA Forum Vol. 8 N. 2, Springer Heidelberg, Juni 2007 Der Artikel beschäftigt sich mit der Problematik des "Fraud Risk Management", dem speziellen Risiko der Begehung von Straftaten in einem Unternehmen oder aus einem Unternehmen heraus. mehr...
9. Motto
There is a higher court than courts of justice and that is the court of conscience. It supersedes all other courts.
Mahatma Ghandi
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Newsletter III/2007
Inhalt
- Regierungskommission empfiehlt Begrenzung von Vorstandsabfindungen
- Hinweise auf Abrechnungsmanipulation
- Studie zur Messung von Nachhaltigkeit
- Umfrage bescheinigt Moralempfinden
- CSR gehört zum Alltag des industriellen Mittelstands
- BKMS® Einsatz in Kenia als Best Practice
- Veranstaltungen
- Literatur
- Motto
1. Regierungskommission empfiehlt Begrenzung von Vorstandsabfindungen
Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat in ihrer Plenarsitzung am 14. Juni Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen. Es wird u. a. empfohlen, die Abfindungen für Vorstandsmitglieder bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit auf zwei Jahresvergütungen zu begrenzen. Im Zusammenhang mit der Bestellung von Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat empfiehlt die Regierungskommission die Einführung von Nominierungsausschüssen, um die Qualifikation der Kandidaten und die Transparenz des Auswahlverfahrens zu verbessern. mehr...
2. Hinweise auf Abrechnungsmanipulation
Durch Abrechnungsbetrug gehen dem deutschen Gesundheitswesen jährlich mehrere Milliarden Euro verloren, weil sich Einzelne auf Kosten der Allgemeinheit und der Beitragszahler bereichern. Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) ermöglicht daher seit Juni allen Versicherten, Leistungserbringern – im Grunde jedem Bürger – im gesamten Bundesgebiet, Hinweise zu Abrechnungsmanipulation und sonstigem Fehlverhalten im Gesundheitswesen namentlich oder vollkommen anonym über das KKH-BKMS® System abzugeben. Jeder Bürger kann jetzt gegen Straftaten im Gesundheitswesen vorgehen, ohne Repressalien befürchten zu müssen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für das Gesundheitssystem und für die Solidargemeinschaft aller Versicherten. mehr...
3. Studie zur Messung von Nachhaltigkeit
Eine kürzlich in Berlin veröffentlichte Studie macht durch eine neue Euro-Kennzahl messbar, wie gut es 28 deutschen Unternehmen gelingt, ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte zu vereinbaren. Insgesamt wurden zehn Indikatoren betrachtet, wie beispielsweise der Kapitaleinsatz, die CO2-Emissionen, der Wasserverbrauch, die Gesamtabfallmenge oder die Zahl der Arbeitsunfälle und der Arbeitsplätze. Die Ergebnisse zeigen ein detailliertes Bild der Nachhaltigkeitsleistung der untersuchten deutschen Unternehmen und erlauben eindeutige Aussagen und Vergleiche. mehr...
4. Umfrage bescheinigt Moralempfinden
Die Deutschen haben nach einer neuen Studie des Instituts für Demoskopie in Allensbach auf überraschend vielen Feldern ein beachtliches Moralempfinden. Aus der Repräsentativumfrage unter 1.816 Bürgern geht hervor, dass die Annahme von Schmiergeld von 70% als falsch empfunden wird. Weitgehend akzeptiert werden dagegen Mitbürger, die – wenn möglich – Steuern hinterziehen (nur 49% Ablehnung) oder schwarzarbeiten (nur 25% Ablehnung). mehr...
5. CSR gehört zum Alltag des industriellen Mittelstands
Laut einer aktuellen Umfrage von Ernst & Young findet die Verantwortung für die ökologische und soziale Gestaltung von Wachstum und Entwicklung immer größere Bedeutung im industriellen Mittelstand. 43% der Unternehmen bestätigen, dass sie neben dem Nutzen für die Gesellschaft auch betriebliche Vorteile von ihrem CSR-Engagement erhoffen. mehr...
6. BKMS® Einsatz in Kenia als Best Practice
In einem Ländervergleich der GTZ zur Einhaltung der United Nations Konvention gegen Korruption wird der Einsatz des BKMS® Systems in Kenia als Best Practice genannt. Eine Einführung des anonymen Hinweisgebersystems wird zur Korruptionsbekämpfung auch in anderen Entwicklungsländern empfohlen (Seite 25). mehr...
Im April fand die erste Evaluierung des BKMS®-Einsatzes in Kenia statt. Das anonyme Hinweisgebersystem wird von den Bürgern wie erwartet rege angenommen: Bisher gingen rund 500 Hinweise aus allen Landesteilen und allen Gesellschaftsebenen ein – nahezu 90% davon wurden von der Kenya Anti-Corruption Commission als relevant eingestuft, viele führten bereits zur Einleitung von Ermittlungen. Dieses Zwischenergebnis hat die kenianische Regierung letzte Woche zum Anlass genommen, das BKMS® System in Eigenverantwortung und ohne finanzielle Beteiligung der Geberländer zu übernehmen – und damit von der Hilfe die Selbsthilfe zu erreichen.
7. Veranstaltungen
18. - 20.09., Leuven, Belgien Jahreskonferenz: The European Identity in Business and Social Ethics Die Konferenz will einen europäischen Ansatz der Wirtschaftsethik identifizieren. Unter anderem werden folgende Themen behandelt: Gesetzgebung zum Whistleblowing, Europäische Corporate Governance, Wirtschaftsethik und die Lissabon-Strategie, Europäische CSR Politik, Stakeholder Dialog, Rolle der Gewerkschaften, Integrität der Wertschöpfungskette und Bestechung, Korruption, Vetternwirtschaft. mehr...
07. - 13.10., Passau The Economics of Corruption - A University Lecture on Good Governance and Reform Die internationale Veranstaltung verknüpft die Welt der Forschung mit der des Alltagsgeschäfts, um Studenten und Absolventen der Sozialwissenschaften, Entscheidungsträger und Praktiker zusammenzubringen. Das Programm setzt sich aus Übungs- und Workshop-Einheiten, Vorlesungen, Fallstudien sowie Beispiel- und Grundsatz-Präsentationen zusammen. In einem Vortrag wird das BKMS® System als effektives Mittel zur Korruptionsbekämpfung unter Nutzung des Whistleblower-Prinzips auf anonymer Basis ausführlich erläutert. mehr...
03. + 04.10., Amsterdam, Niederlande Anti-corruption, ethics and compliance in European Business Anti-Korruptions Richtlinien helfen wenig ohne die effektive Integration von Ethik und Compliance – vor allem für international agierende Unternehmen. Diese Konferenz will Lösungswege für globale Programme aufzeigen. mehr...
8. Literatur
Tue Gutes und rede darüber. Vertrauensbildung durch soziales unternehmerisches Engagement Media Group macondo (Hrsg.), January 2007, Frank Huber, Isabel Matthes, Johannes Vogel, Silke Schmitt Center of Market-Oriented Product Management der Universität Mainz, Mai 2007, ISBN-13: 978-3938879221 Die aktuelle Studie der Universität Mainz untersucht den Einfluss von CSR-Aktivitäten auf das Vertrauen in ein Unternehmen und welche Faktoren die Wirkung einer solchen Maßnahme beeinflussen. mehr...
Korruption und Religion Karl Wilhelm Rennstich Rainer Hampp Verlag, November 2005, ISBN-13: 978-3879889860 Korruption gibt es seit die Menschen in Gemeinwesen zusammenleben. Wird ihre Bedeutung unterschätzt, stellen sich Fehlentwicklungen ein, die nicht wieder gutzumachen sind und sich weltweit auswirken. Wo der Misstand nicht kontrolliert und eingedämmt werden kann, droht wirtschaftlicher und moralischer Ruin. Alle traditionellen Religionen auf der ganzen Welt sehen die Korruption als Grundübel und nennen sie Sünde. K.W. Rennstich legt eine systematische Untersuchung der Korruption im Brennpunkt der Religionen vor. mehr...
9. Motto
Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt.
Thomas Mann
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Newsletter II/2007
Inhalt
- Top Thema Whistleblowing
- Empfehlungen zur Korruptionsbekämpfung im Finanzsektor
- Führungskräftebefragung zur Bedeutung von Werten
- Studie: Korruption als Investitionshemmnis
- Studie: Whistleblowing deckt Unternehmenskorruption auf
- Hinweiserfassung für Ombudsleute
- Whistleblowerpreis 2007
- Veranstaltungen
- Literatur
- Motto
1. Top Thema Whistleblowing
Die Initiative Nachrichtenaufklärung hat das Thema Whistleblowing auf den fünften Platz der wichtigsten – in Deutschland zu Unrecht vernachlässigten – Themen des Jahres 2006 gewählt. Denn im internationalen Vergleich haben es Whistleblower in Deutschland schwer. Gemeinsam mit dem Whistleblower Netzwerk e.V. findet am 7. Juni 2007 in Bonn eine Tagung zum Thema Whistleblowing und Medien statt. mehr...
2. Empfehlungen zur Korruptionsbekämpfung im Finanzsektor
Die "Wolfsberg Gruppe", ein Zusammenschluss zwölf internationaler Banken, gibt Empfehlungen zur Bekämpfung von Korruption. Sie setzt sich für die Etablierung und Umsetzung adäquater Regeln im Umgang mit Spenden oder sonstigen finanziellen Anreizen im Finanzsektor ein. Explizite Vorgaben zur Realisierung und eine Empfehlung zum Schutz von Whistleblowern fehlen jedoch. mehr...
3. Führungskräftebefragung zur Bedeutung von Werten
Laut einer Studie der Wertekommission und des Instituts für angewandtes Wissen Köln e. V. hat gut jede vierte Führungskraft wegen unterschiedlicher Wertvorstellungen ihren Arbeitgeber gewechselt; weitere 23% haben einen Wechsel wegen einer abweichenden Wertekultur erwogen. Verantwortung, Vertrauen und Respekt seien die zentralen Werte der jungen Fach- und Führungskräfte-Generation der 25- bis 45-jährigen; jedoch verfügten weniger als 10% der Unternehmen über ein Werte-Managementsystem. mehr...
4. Studie: Korruption als Investitionshemmnis
Am 17.04. werden Control Risks und Simmons & Simmons in Düsseldorf die Ergebnisse der Umfrage "Facing up to Corruption 2006" unter mehr als 350 international tätigen Firmen aus Europa präsentieren. In der Untersuchung stellt sich Korruption im Ländervergleich vor allem als Investitionshemmnis dar, was eine wichtige Bedeutung für Entwicklungs- und Schwellenländer haben dürfte. So wurden 35% der befragten Unternehmen durch Korruption von ansonsten lukrativen Auslandsinvestitionen abgehalten. Laut der Studie gehen 5% des globalen Bruttosozialprodukts und 50% der Entwicklungshilfegelder durch Korruption verloren. mehr...
5. Studie: Whistleblowing deckt Unternehmenskorruption auf
Einer neuen US-Studie zufolge leistet Whistleblowing einzelner Mitarbeiter (19%) einen höheren Beitrag zur Aufdeckung von Betrugsfällen in Unternehmen als alle anderen Quellen jenseits interner Untersuchungen. Dahinter folgen Medien (16%), Regulierungsbehörden außerhalb der Finanzmärkte (16%), Finanzanalytiker (15%), Wirtschaftsprüfer (14%) und die US-Börsenaufsicht SEC (6%). 65% aller Fälle wurden nicht durch die eigentlich zuständigen Kontrollorgane, sondern durch Außenstehende aufgedeckt. mehr...
6. Hinweiserfassung für Ombudsleute
Die Integration eines externen Ombudsmanns in den BKMS®-Meldeprozess dient der vorgezogenen Bewertung von Meldungen sowie der Stärkung der Glaubwürdigkeit des Unternehmens im Umgang mit Hinweisen aus dem BKMS® System. Durch die Internetbasis des BKMS® Systems können Hinweisgeber den Ombudsmann jederzeit und von jedem Ort der Welt erreichen. Ebenso ist der Zugriff auf die Meldungen unabhängig von Zeit und Standort möglich – eine Dauerverfügbarkeit des Ombudsmanns ist somit nicht mehr notwendig. Die Hoheit über das BKMS® System verbleibt weiterhin beim Kunden selbst. mehr...
7. Whistleblowerpreis 2007
Preisträgerinnen des diesjährigen Whistleblowerpreises, der am 13.04. in Berlin im Rahmen einer Festveranstaltung anlässlich des 50. Jahrestages der "Göttinger Erklärung" von der International Association of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA) und der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) verliehen wird, sind PD Dr. Liv Bode und Brigitte Heinisch. mehr...
8. Veranstaltungen
26. - 27.04., Berlin Jahresfachkonferenz Fraud Management und Wirtschaftsethik 2007 Im Mittelpunkt dieser Konferenz stehen praxiserprobte Maßnahmen zur Risikoerkennung und Schadensvermeidung als wichtige Faktoren einer nachhaltigen und ethischen Unternehmensführung. Experten vermitteln komprimiert Ansätze, Tipps und Anregungen zur raschen Umsetzung im Unternehmen; eine Möglichkeit ist das BKMS® System. mehr...
03. - 04.05., Bonn 3. Sustainability-Kongress Als Plattform der unterschiedlichsten Ansätze soll dieser Kongress einerseits den Sustainability-Gedanken verstärkt in die breite Öffentlichkeit tragen und seiner jährlichen Standortbestimmung in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft dienen. Andererseits sollen damit auch Ansätze nachhaltigen Investments als Innovations- und Zukunftsfaktor für die Finanzwirtschaft diskutiert und gestärkt werden. mehr...
20.06., Hamburg Corporate Social Responsibility in Medienunternehmen Im Zentrum stehen die Herausforderungen im Hinblick auf die Wahrnehmung sozialer Verantwortung und Unternehmensethik im nationalen und internationalen Kontext. Speziell für Medienunternehmen sind diese komplexer, da sie neben ihren ökonomischen Zielen mit ihren "Produkten" auch eine öffentliche Funktion erfüllen. mehr...
9. Literatur
Global Compact Deutschland 2006 Mediengruppe macondo (Hrsg.), Januar 2007, ISBN-13: 978-3-9810638-2-0 Mittlerweile sind diesem globalen Pakt (Global Compact) für eine gerechtere Globalisierung weltweit fast 3.000 Unternehmen beigetreten. Alleine in Deutschland sind es über 100 Mitgliedsfirmen. Das deutsche Netzwerk ist das weltweit einzige, welches sein Engagement in einem ausführlichen Jahrbuch zur öffentlichen Diskussion stellt. Schwerpunkte dieser Ausgabe bilden Umweltthemen wie etwa der Klimawandel und der ökologische Fußabdruck. mehr...
Handbuch der Korruptionsprävention für Wirtschaftsunternehmen und öffentliche Verwaltung Prof. Dr. Dieter Dölling (Hrsg.) Beck Juristischer Verlag, März 2007, ISBN 3406522963 Ein interdisziplinäres Team von Juristen, Steuerberatern und Wirtschaftswissenschaftlern behandelt umfassend die rechtlichen und tatsächlichen Aspekte der Korruptionsprävention. In insgesamt 11 Kapiteln werden detailliert Präventionsmöglichkeiten aus Sicht von Unternehmen, Verbänden und öffentlichen Organisationen/Verwaltungen erläutert; etwa in punkto Einstellung des Personals, Organisation, Aufstellung und Umsetzung von eindeutigen Verhaltensrichtlinien, Durchführung von effektiven Kontrollen und Aufdeckung von Korruptionsfällen. Ebenso werden staatliche Strafverfolgungsmöglichkeiten (auch auf internationaler Ebene) sowie die Verteidigung in Korruptionsstrafsachen beleuchtet. mehr...
Corporate Compliance - Handbuch der Haftungsvermeidung im Unternehmen Dr. Christoph E. Hauschka (Hrsg.) Verlag C. H. Beck, November 2006, ISBN 3-406-54708-7 Das Handbuch aus Unternehmersicht zeigt präventive und organisatorische Maßnahmen auf, mit denen es der Unternehmensleitung gelingt, gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen. Dabei liegt der Schwerpunkt der Darstellung auf den Möglichkeiten, um Konflikte mit Strafverfolgern, Aufsichtsbehörden, Gesellschaftern und Aufsichtsräten von vornherein zu vermeiden. mehr...
The Institutional Economics of Corruption and Reform Prof. Dr. Johann Graf Lambsdorff Cambridge University Press, April 2007, ISBN 0521872758 Der Autor zeigt, wie Erkenntnisse der Institutionenökonomik für ein besseres Verständnis, warum Korruption auftritt und wie die besten Strategien zur Bekämpfung aussehen, fruchtbar gemacht werden können. Vor diesem theoretischen Hintergrund wird – in Analogie zur Strategie der unsichtbaren Hand des Marktes – eine "Strategie des unsichtbaren Fußes" vorgeschlagen. mehr...
10. Motto
Wer still steht, auf den kommen die Dinge zu.
Laotse
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Newsletter I/2007
Inhalt
- Ethik Monitor
- Whistleblowing und Datenschutz
- Studie der Result Group: Wirtschaftskriminalität durch Informationsabflüsse
- Entwicklung des ISO Standard 26000 zur Social Responsibility
- Webcast Whistleblowing Systems in Europe
- Empfehlung der OECD zur Bekämpfung von Korruption bei Exportkreditgarantien
- Veranstaltungen
- Literatur
- Motto
1. Ethik-Monitor
Aktuelle Ergebnisse einer Wertestudie der gemeinnützigen Hamburger Stiftung “Wertevolle Zukunft” zeigen, dass nur ein kleiner Teil der deutschen Bevölkerung das Wirtschaftssystem für gerecht hält. 43% der Deutschen schätzen die Wirtschaftsführer als korrupt ein. mehr...
2. Whistleblowing und Datenschutz
Die Art. 29 Datenschutzgruppe der EU nimmt Stellung zu folgender Problematik: Der US-amerikanische Sarbanes-Oxley Act gilt für alle an US-Börsen gelistete Unternehmen sowie für deren Tochtergesellschaften. Auch europäische Firmen sind nach Sektion 301 verpflichtet, ein anonymes Hinweisgebersystem einzurichten, müssen aber dennoch die europäischen Datenschutzregelungen einhalten. Wie lässt sich die scheinbare Diskrepanz auflösen? mehr...
3. Studie der Result Group: Wirtschaftskriminalität durch Informationsabflüsse
Für ihre aktuelle Studie befragte die Result Group GmbH 3868 mittelständische Firmen und Konzerne. Nur 2,5% der Unternehmen verfügen über ein anonymes Online-Hinweisgebersystem, obwohl diese in 87% der Fälle relevante Erkenntnisse liefern. mehr...
4. Entwicklung des ISO Standard 26000 zur Social Responsibility
Eine Arbeitsgruppe mit rund 300 Experten aus 50 Ländern entwickelt bis Ende 2008 einen internationalen Leitfaden zur Social Responsibility in und von Organisationen. Die ISO-Norm soll die Entwicklung, praktische Umsetzung und Verbesserung von Rahmenbedingungen zur sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung in unterschiedlichen Kulturen, Gesellschaften, ökologischen Umgebungen und Rechtsräumen unterstützen. Der Standard wird für alle Arten von Organisationen und alle Länder der Welt anwendbar sein. mehr...
5. Webcast Whistleblowing Systems in Europe
Am 18. Januar wird eine Life-Diskussion zum Thema Whistleblowingsysteme in Europa über die Plattform des Conference Board stattfinden. Es soll ein neuer Best Practice Ansatz und ein Rahmenprogramm zur Verknüpfung aller Risikomanagementmaßnahmen vorgestellt werden. mehr...
6. Empfehlung der OECD zur Bekämpfung von Korruption bei Exportkreditgarantien
Regierungen geben offizielle Exportkreditgarantien, um nationale Exporteure bei Auslandsgeschäften zu unterstützen. Mit dem OECD-Übereinkommen von 1997 wurden die Regierungen verpflichtet, Bestechungen ausländischer Amtsträger im internationalen Geschäftsverkehr aufzudecken und zu sanktionieren, vor allem, wenn sie durch Exportkreditgarantien unterstützt werden.
In einem aktuellen Beschluss der OECD-Exportkreditgruppe wurden gemeinsame Grundsätze für die Korruptionsbekämpfung in den Mitgliedstaaten entwickelt. Zu den Maßnahmen zählen: Information bzgl. Strafbarkeit von Bestechung; Erklärung des Antragstellers bzgl. Korruptionsfreiheit des Exportgeschäfts und der Mitarbeiter in den vergangenen fünf Jahren; Prüfung von Sperrlisten internationaler Finanzinstitutionen (z. B. Weltbank); keine Deckungsübernahme bei begründetem Verdacht auf Korruption sowie Verweigerung / Rückforderung der Entschädigung bei nachgewiesener Korruption. mehr...
7. Veranstaltungen
29.-30.1., Frankfurt Korruption im Unternehmen: Prävention – Aufdeckung – Bekämpfung Im Fokus der Konferenz stehen relevante Strategien zur Korruptionsprävention, neue Hinweisgebersysteme sowie die interne und externe Risikokommunikation. Auch das BKMS® System wird hier vorgestellt. mehr...
22.-24.3., Berlin Jahrestagung Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik: Wirtschaftskriminalität und Ethik Das DNWE will an einer Enttabuisierung des Themas mitwirken und den Dialog zu Ursachen und Präventionsmöglichkeiten vorantreiben. Diskutiert werden soll dabei unter anderem, in welchen Formen Wirtschaftskriminalität bei Unternehmen heutzutage in Erscheinung treten kann und welche strategischen Optionen sich für Unternehmen anbieten, Wirtschaftskriminalität schon im Frühstadium zu erkennen und zu bekämpfen, u. a. durch das BKMS® System. mehr...
24.4., Aschaffenburg Psychologie der Wirtschaftskriminalität: Betrug - Korruption - Innentäter erkennen und abwehren Führende Experten aus Psychologie, Psychiatrie und Soziologie geben neue Erkenntnisse an die Hand, um kriminelles Verhalten im Wirtschaftsleben frühzeitig zu erkennen und abzuwehren: Was sind die Persönlichkeitsprofile dieser Täter, welche sind ihre Strategien und Tricks? mehr...
8. Literatur
Korruptionscontrolling in öffentlichen und privaten Unternehmen Jürgen Stierle Rainer-Hamp-Verlag, Januar 2006, ISBN 3-86618-010-1 Jürgen Stierle spannt in seiner Dissertation den Bogen von der Analyse eines Korruptionsfalls beim Zollkriminalamt bis zur Einführung des BKMS® Systems als überbetriebliches Frühwarnsystem im Landeskriminalamt Niedersachsen. mehr...
Moral Intelligence Doug Lennick & Fred Kiel Redline Wirtschaft, September 2006, ISBN 363601367X Die Autoren stellen die Frage nach dem Zusammenhang zwischen ethischer Unternehmensführung und unternehmerischem Erfolg. Fallbeispiele ergeben Einblick in die Praxis werteorientierter Führung. Im Selbsttest kann der Leser sein „Inventar der moralischen Kompetenzen“ überprüfen. mehr...
Die mit den Wölfen heulen. Österreichische Unternehmen und Korruption in Osteuropa Sebastian Heinzel LIT Verlag, Oktober 2006, ISBN 3825896013 Für die Studie wurden 50 Top-Manager befragt, ob Österreicher Täter oder Opfer von Korruption in Osteuropa sind. mehr...
9. Motto
Wirtschaftliches Handeln ohne ethische Kriterien ist blind und kurzsichtig; ethisches Handeln ohne die Berücksichtigung von ökonomischen Realitäten und Möglichkeiten ist stumpf und erfolglos.
Hans-Martin Sass
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Newsletter IV/2006
Inhalt
- Die personalen Ursachen korrupten Handelns in der Privatwirtschaft
- Kenias bedeutender Kampf gegen Korruption mit dem BKMS® System
- Rat für Nachhaltige Entwicklung: Preisverleihung und Empfehlungen
- Neuer Bribe Payers Index von Transparency International
- USA: Whistleblowing im Gesundheitswesen
- Neue Studien: Falsches Sicherheitsgefühl
- Whistleblower-Netzwerk gegründet
- Veranstaltungen
- Literatur
- Motto
1. Die personalen Ursachen korrupten Handelns in der Privatwirtschaft
Die BUSINESS KEEPER AG unterstützt eine Dissertation am BWL-Lehrstuhl für Personal- und Führungslehre von Prof. Kühlmann an der Universität Bayreuth. Ziel der Untersuchung zu den personalen Ursachen korrupten Handelns in der Privatwirtschaft sind Handlungsempfehlungen für das Personalmanagement in Unternehmen zur Prävention von Korruption. mehr...
2. Kenias bedeutender Kampf gegen Korruption mit dem BKMS® System
Die 200 Mitarbeiter starke Kenya Anti-Corruption Commission (KACC) will mit Hilfe von Hinweisgebern konsequent nicht nur gegen Betrug und Amtsmissbrauch vorgehen, sondern auch gegen landesspezifische Delikte wie "Land Grabbing", die betrügerische Aneignung und Verkauf von öffentlichem Land. Das BKMS® System wurde für die speziellen Anforderungen der Kenianischen Regierung angepasst, z. B. wurden für jeden einzelnen Themenschwerpunkt verschiedene Meldeformulare entwickelt. Der Hinweisgeberablauf ist sowohl auf Englisch als auch demnächst in Kiswahili verfügbar. mehr...
3. Rat für Nachhaltige Entwicklung: Preisverleihung und Empfehlungen
Zehn vorbildliche Projekte wurden im Rahmen der Bundesaktion "Bürger initiieren Nachhaltigkeit (BIN)" ausgezeichnet. Der Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Heinrich Mäding würdigte das bürgerschaftliche Engagement und übergab den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern der Projekte Urkunden über eine einjährige finanzielle Projektförderung. Die Bundesaktion leistet durch die Projektförderung einen wichtigen Beitrag zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie in Deutschland. mehr...
Kürzlich erschienen sind Empfehlungen des Rates an Politik und Unternehmen in der Broschüre "Unternehmerische Verantwortung in einer globalisierten Welt – Ein deutsches Profil der Corporate Social Responsibility". mehr...
4. Neuer Bribe Payers Index von Transparency International
Der aktuelle BPI basiert auf einer Umfrage unter 11.000 Geschäftsleuten in 125 Ländern und führt zu einer Rangreihe, wie sehr sich Firmen aus 30 alten und neuen Exportländern der Bestechung bedienen. Deutschland rangiert auf dem siebtbesten Platz - im Ausland bestechen deutsche Unternehmen vergleichsweise wenig. mehr...
5. USA: Whistleblowing im Gesundheitswesen
Mit Beginn des kommenden Jahres sind Arbeitgeber im Gesundheitswesen der USA verpflichtet, ihre Beschäftigten umfassend über Rechte und Pflichten als Whistleblower aufzuklären. Es geht vor allem darum, durch Betrug verursachte unnötige Ausgaben abzuwenden. Dazu gehört schon die Abrechnung unnötiger oder überteuerter Medikamente und Behandlungsmethoden. RA Björn Rohde-Liebenau informiert über die neuen gesetzlichen Regelungen. mehr...
6. Neue Studien: Falsches Sicherheitsgefühl
Die aktuelle Studie der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG belegt steigende Verluste in Milliardenhöhe durch wirtschaftskriminelle Handlungen eigener Mitarbeiter – erheblich mehr als durch Feuerschäden. Dennoch wird in Unternehmen die Bedrohung durch Brandschäden als wesentlich höher wahrgenommen als durch Wirtschaftskriminalität. mehr...
Eine Studie der DBV-Winterthur in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut und dem Meinungsforschungsinstitut forsa untersucht Einstellungsmuster von Bürgern und Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes. Demnach hat jeder zweite Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst Versuche von Einflussnahme und Korruption erlebt, in Ostdeutschland 57% und in Westdeutschland 45%. mehr...
Das Bundeslagebild Korruption 2005 des Bundeskriminalamtes bescheinigt einen Anstieg der Korruptionsstraftaten um 93% gegenüber dem Vorjahr. Dieser immense Anstieg komme allerdings hauptsächlich auf Grund einzelner umfangreicher Ermittlungskomplexe zustande. Signifikant angestiegen ist der Anteil externer Hinweise an der Einleitung von Korruptionsverfahren. mehr...
7. Whistleblower-Netzwerk gegründet
Am 29. September wurde in der Evangelischen Akademie Iserlohn der Verein Whistleblower-Netzwerk gegründet. Ziele sind die Vernetzung von Whistleblowern und ihren Unterstützern; eine einzelfallbezogene Beratung und Hilfe für Whistleblower, und solche die es werden könnten sowie eine Initiative Whistleblowerschutz, um das Klima für den offenen Dialog und die Rahmenbedingungen für Whistleblower in Wirtschaft, Staat und Gesellschaft zu verbessern und ein Whistleblowergesetz zu erreichen. mehr...
8. Veranstaltungen
24.-25.10., Berlin Shaping Globalisation – Impacts of voluntary standards Die auf Englisch gehaltene Konferenz des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) will die Auswirkungen freiwilliger sozialer und ökologischer Standards diskutieren. mehr...
13.11., Berlin Verleihung des Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik 2006 Prämiert werden Arbeiten aus den Jahren 2003 bis 2005 zum Leitthema "Ist Wettbewerb moralisch – Wirtschaftsethik in einer 'ökonomisierten' Gesellschaft". Prof. Dr. Dr. Karl Homann hält einen Fachvortrag, Prof. Dr. Josef Wieland die Laudatio. mehr...
9. Literatur
Unternehmensethiker - Schrittmacher zum legitimen Erfolg Claudia Köhler Emmert Haupt Verlag, April 2006, ISBN 3258070687 Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen wollen, benötigen fachkundige und tatkräftige Unterstützung. Ein Unternehmensethiker weist der unternehmensspezifischen Entwicklung zu verantwortlicher Wirtschaftsweise und damit legitimem Erfolg die Richtung und gibt die notwendigen Impulse. mehr...
Die neue Redlichkeit Prof. Dr. Rupert Lay Campus Verlag, März 2006, ISBN 3593379244 Unserer Gesellschaft, unserer Wirtschaft mangelt es an verbindlichen Werten – das schadet uns allen. Dieses Buch liefert eine schonungslose Analyse der Situation und macht Vorschläge für ein neues ethisches Fundament. mehr...
10. Motto
Man kann kein größeres Verbrechen gegen die öffentlichen Interessen begehen, als nachsichtig gegen die zu sein, die sie verletzen.
Herzog von Richelieu
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Newsletter III/2006
Inhalt
- Zunehmendes Interesse an Anti-Korruptionsregistern
- Zukunftspreis 2006 – Millenium-Entwicklungsziele der UN
- Wenig Änderungen beim neuen Deutschen Corporate Governance Kodex
- Neue Umfrage zu Wirtschaftskriminalität in Schwellenländern
- Neue Webpage zu Integritätsmanagement
- Schätzung: Wirtschaftskriminalität nimmt weiter zu
- Integritätstests zur Auswahl neuer Mitarbeiter
- Veranstaltungen
- Literatur
- Motto
1. Zunehmendes Interesse an Anti-Korruptionsregistern
Eine schwarze Liste für den Ausschluss korrupter Firmen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge wird zurzeit auf mehreren Ebenen diskutiert. Die Stadt Berlin hat am 1. Juni ein Korruptionsregister eingeführt. Firmen, die in einem Strafverfahren wegen Korruption rechtskräftig verurteilt worden sind oder gegen die ein hinreichend begründeter Tatverdacht besteht, werden gelistet und entsprechend der Schwere der Tat für eine bestimmte Zeit von öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen. mehr... In Nordrhein-Westfalen wird ein solches Register bereits seit 1999 geführt, veröffentlicht wird die Liste allerdings nicht: Informationen erhalten nur Behörden, die mit der Vergabe öffentlicher Aufträge befasst sind.
Ein bundesweites Gesetz zur Einrichtung eines Registers über unzuverlässige Unternehmen war im September 2002 im Bundesrat gescheitert. Der Bundesrat versagte dem Gesetz, das zuletzt auf Grund eines Einigungsvorschlags des Vermittlungsausschusses im Bundestag geändert worden war, wegen Definitionsmängeln die Zustimmung.
Zur Verbesserung der EU-Entwicklungshilfe fordert das Europaparlament die Erstellung von schwarzen Listen für Ländern und Regierungsvertreter, die korrupte Praktiken nutzen, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Als Folge eines Eintrages in dieses Register soll den einzelnen Ländern keine größeren Geldsummen mehr überantwortet werden. Zugleich fordere das Europaparlament ein Verbot für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen an Unternehmen, deren Leitung in korrupte Aktivitäten in Entwicklungsländern verwickelt war.
In einem Beschluss der OECD-Exportkreditgruppe wurden neue Grundsätze zur Bekämpfung der Bestechung ausländischer Amtsträger vereinbart. Das neue Action Statement vom 9. Mai beinhaltet neben den bisherigen Regelungen u. a. die Pflicht der Export Credit Agencies, Sperrlisten internationaler Finanzinstitutionen zu prüfen sowie die Auskunftspflicht eines Exporteurs bei Antragstellung, ob Mitarbeiter oder andere Beteiligte wegen Bestechung angeklagt oder innerhalb von fünf Jahren vor Antragstellung verurteilt worden sind. Falls eine gerichtliche Verurteilung erfolgt ist, hat der Antragsteller Maßnahmen zur internen Korruptionsprävention nachzuweisen. mehr...
2. Zukunftspreis 2006 – Millenium-Entwicklungsziele der UN
Mit dem Zukunftspreis des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung sollen in diesem Jahr kreative und innovative Vorhaben ausgezeichnet werden, die sich den Forderungen der Millenium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen verpflichtet haben. Bewerbungsschluss für den mit € 3000,- dotierten Preis ist der 31. August 2006. mehr...
3. Wenig Änderungen beim neuen Deutschen Corporate Governance Kodex
Die Leitlinien für gute Unternehmensführung wurden von der Regierungskommission im Juni minimal verändert. An zwei neue Gesetze musste das Regelwerk angepasst werden: das Gesetz zur Offenlegung der Vorstandsgehälter sowie das Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts. Hierbei handelte es sich vor allem um die Konkretisierung der individualisierten Offenlegung der Vorstandsvergütung und die Stärkung der Rechte des Hauptversammlungsleiters. mehr...
Im März wurde eine empirische Erhebung des Berlin Center of Corporate Governance zur Umsetzung des Kodex in Deutschland veröffentlicht. mehr...
4. Neue Umfrage zu Wirtschaftskriminalität in Schwellenländern
586 von Ernst & Young befragte Firmen aus Industrieländern schätzen die Wahrscheinlichkeit, von einem Wirtschaftsdelikt in einem Schwellenland betroffen zu werden, mit 60% ein. Die Firmen in den Schwellenländern selbst sehen die Wahrscheinlichkeit mit 86% noch größer. Von jenen Firmen, die in den letzten zwei Jahren von einem Wirtschaftsdelikt betroffen waren, passierten drei Viertel der Vergehen in den entwickelten Ländern. 48% sehen Korruption und Bestechung als größtes Risiko. mehr...
5. Neue Webpage zu Integritätsmanagement
Seit Anfang Juli präsentiert sich Dr. Kleinfeld & Partner mit einem neuen Internetauftritt. Das Beratungsunternehmen hat sich auf das integrative Management von Identität, Kultur und Werten spezialisiert. Im Rahmen der Unterstützung bei der Einführung eines ethisch fundierten Werte- bzw. Integritätsmanagements erfolgt auch die Implementierung des BKMS® Systems. mehr...
6. Schätzung: Wirtschaftskriminalität nimmt weiter zu
Einer Schätzung der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG zufolge dürfte die Zahl der Frälle von Betrug, Untreue und Unterschlagung in diesem Jahr um 5% auf 1,15 Mio. steigen. Ungefähr 40% der Schadenssumme wird von Mitarbeitern verursacht. mehr...
Ebenso kommt die aktuelle Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zu dem Ergebnis, dass die Wirtschaftskriminalität weiter steigen dürfte. Dies liege insbesondere an mangelndem Bewusstsein sowie unzureichenden Aufdeckungs- und Präventionsmaßnahmen. Die Mehrzahl der Taten würden – wenn überhaupt; die Dunkelziffer wird auf über 80% geschätzt – durch "Kommissar Zufall" aufgedeckt. mehr...
7. Integritätstests zur Auswahl neuer Mitarbeiter
Dem Konstrukt Integrität kommt im Berufsleben große Bedeutung zu, denn unintegere Mitarbeiter können durch Absentismus, Missbrauch von Arbeitsmitteln, Diebstahl, Mobbing, Informationsmißbrauch und andere deviante Verhaltensweisen einen immensen Schaden anrichten. So genannte Integritätstests fassen Integrität als Persönlichkeitsmerkmal auf und sollen das Vorstellungsgespräch ergänzen. Diese Persönlichkeitstests geben laut amerikanischen Meta-Studien eine validere Prognose als die subjektive Bewertung durch den Arbeitgeber.
Beispielsweise ist das Inventar berufsbezogener Einstellungen und Selbsteinschätzungen (IBES) von Dr. Bernd Marcus ein Selbstberichtsverfahren, das aus 115 Items in neun Subskalen besteht, die sich teils der einstellungs-, teils der eigenschaftsorientierten Variante von Integrity Tests zuordnen lassen. mehr...
Der Psychologische Integritätstest PIT gibt Auskunft über die Neigung eines Bewerbers zu betriebsschädigendem Verhalten. Der PIT konzentriert sich schwerpunktmäig auf das Phänomen Diebstahl am Arbeitsplatz. mehr...
Beim Persönlichkeitsinventar zur Integritätsabschätzung (PIA) werden die Antworten nach einem bestimmten Algorithmus ausgewertet, so dass für jeden Kandidaten ein persönliches Integritätsprofil resultiert, das die Integritätswerte auf den einzelnen Dimensionen wiedergibt. mehr...
8. Veranstaltungen
21.-23.09.2006, Wien 19. Jahreskonferenz des European Business Ethics Network Das Konferenzmotto lautet "Ethics in and of Global Organisations". Im Rahmen der Konferenz findet die Preisverleihung des europäischen Umweltpreises R.I.O statt. mehr...
25.-26.09.2006, Berlin Jahrestagung WirtschaftsWoche: Auf dem Weg nach Mittel-/ Osteuropa – Hindernis Wirtschaftskriminalität? Aktuelle Fragen der Prävention und Schadensbekämpfung werden beantwortet, Handlungsempfehlungen für die Praxis gegeben sowie ein interaktiver Austausch und Meinungsbildung angeregt. mehr...
07.-14.10.2006, Passau The Economics of Corruption: A University Lecture on Good Governance and Reform Das Programm - bestehend aus Vorlesungen, Gastvorträgen, Workshops und Fallstudien – soll die Teilnehmer in Antikorruption und Good Governance einführen, indem akademische Theorie mit praktischer Erfahrung gekoppelt wird. mehr...
9. Literatur
The Corruption Monster. Ethik, Politik und Korruption Martin Kreutner Czernin Verlag, Mai 2006, ISBN 3-7076-0093-9 Mehr als vierzig in- und ausländische Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und den Medien legen in authentischer, freier und zum Teil auch kontroversieller Weise ihre Gedanken zu dieser globalen Herausforderung dar. mehr...
Jahrbuch Korruption 2006, Schwerpunkt: Korruption im Gesundheitssektor Transparency International Parthas Verlag, Mai 2006, ISBN 3-86601-866-5 Das Jahrbuch zeigt die Auswirkungen, die Korruption auf die Gesundheitsversorgung in reichen und armen Ländern hat. Fallstudien aus verschiedensten Ländern beschreiben die Charakteristika des Gesundheitssektors, die diesen so anfällig für Korruption machen. mehr...
Unternehmenskodizes Till Talaulicar Gabler Edition Wissenschaft, Juni 2006, ISBN 3-8350-0341-0 Der Autor präsentiert eine umfassende normentheoretisch geleitete Analyse unternehmensethischer Kodizes und erarbeitet eine Kodextypologie. Ziel ist es, die wesentlichen Gestaltungsdimensionen der Kodizes zu ermitteln und Empfehlungen für ihre zweckmäßige Ausgestaltung zu entwickeln.i mehr...
10. Motto
Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.
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Newsletter II/2006
Inhalt
1.Mitarbeiterdelikte in Unternehmen gefährden die Wirtschaft 2. Wirksamkeit des Sarbanes-Oxley Act wird bezweifelt 3. Das BKMS® System bei der Deutschen Telekom AG 4. Ethics in Business 5. Integrity Awards 2006 6. Neue Studie: Wirtschaftskriminalität durch Informationsabflüsse 7. Veranstaltungen 8. Literatur 9. Motto
1. Mitarbeiterdelikte in Unternehmen gefährden die Wirtschaft
Der Jahresbericht 2005 des Bundesverbandes Deutscher Detektive e.V. (BDD) bestätigt, dass Mitarbeiterdelikte in Unternehmen ein gravierendes Problem für die Wirtschaft darstellen. Fast 69% der Aufträge aus der Wirtschaft konzentrieren sich auf das Fehlverhalten von Mitarbeitern, hauptsächlich bezogen auf Untreue, Unterschlagung, Diebstahl und Schwarzarbeit. Nach Recherchen des BDD wäre der Schaden, den die deutsche Wirtschaft jährlich erleidet, um etwa 15 Milliarden Euro höher, würden die Detektive nicht eine Aufklärungsquote von ca. 68% vorweisen. mehr...
2. Wirksamkeit des Sarbanes-Oxley Act wird bezweifelt
Zwei neue Studien beschäftigen sich mit den Kosten und der Wirksamkeit der Bilanzierungsregeln des Sarbanes-Oxley Act. In seiner noch unveröffentlichten Studie stellt Prof. Alexander Bassen von der Universität Hamburg einen geringen Optimierungsbedarf in den Unternehmen fest, so dass die Bilanzierungsregeln Kosten verursachen, jedoch kaum Vorteile im geschäftlichen Ablauf des Unternehmens bringen.
Laut der Studie von Prof. Martin Glaum (Universität Gießen) erkennen Manager, dass die Forderungen des Sarbanes-Oxley Act dazu beitragen, das Vertrauen der Anleger zu stärken; aus diesem Grund haben 12 von 15 befragten Unternehmen bereits Regelungen zum Schutz von Whistleblowern etabliert. Gleichzeitig bezweifeln sie aber eine "materielle Verbesserung in der Finanzberichterstattung", so Glaum. Bei der Dokumentation der Kontrollsysteme und deren Prüfung durch externe Gutachter stünden die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Auch in den USA wächst die Kritik am Sarbanes-Oxley Act. So fordert der Gründer der New Yorker Geschäftsbank Mallory Factor Inc. gerichtlich die Abschaffung des US-Überwachungsgremiums für die Rechnungslegung börsenorientierter Unternehmen. Auf sechs Milliarden Dollar schätzt die Forschungsfirma AMR Research die Kosten für die Erfüllung der Auflagen des Sarbanes-Oxley Act für nordamerikanische Unternehmen in diesem Jahr. Studie Prof. Glaum et. al. Studie AMR Research (Webseite)
3. Das BKMS® System bei der Deutschen Telekom AG
Nach Ostern fällt der Startschuss für den weltweiten Einsatz des BKMS® Systems bei der Deutschen Telekom AG. Der geschützte Meldeprozess wird auch den Mitarbeitern und Lieferanten der rund 100 Tochter- und Beteiligungsunternehmen in 28 Ländern zur Verfügung stehen.
Mit dem Einsatz des BKMS® Systems möchte die Deutsche Telekom die positive Unternehmenskultur sowie die persönliche Integrität der Mitarbeiter weiter stärken und ihre integren Mitarbeiter und alle Externen unterstützen, die auf Missstände wie Straftaten, ethisches Fehlverhalten sowie fehlerhafte Rechnungslegung und Abschlussprüfung aufmerksam machen wollen. Jeder kann helfen, das Unternehmen vor Schäden zu schützen. mehr...
4. Ethics in Business
Die Initiative Ethics in Business fördert Mittelständler, die sich als Vorreiter ethischen Handelns ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind und diese auch übernehmen. Diesjähriger Preisträger ist die J. Schmalz GmbH. mehr...
5. Integrity Awards 2006
Transparency International ruft zu Nominierungen für den Integrity Award 2006 auf. Mit dem Preis werden jährlich einzelne Personen und NGOs ausgezeichnet, die sich besonders im Kampf gegen Korruption engagieren. Bis zum 2. Juni können preiswürdige Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen werden. mehr...
6. Neue Studie: Wirtschaftskriminalität durch Informationsabflüsse
Die Result Group erarbeitet in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt eine Studie zum Thema Wirtschaftskriminalität durch Informationsabflüsse. Die Studie wird durch eine repräsentative Befragung von 3500 Unternehmen durchgeführt. Ziel ist es, die tatsächlichen Schäden durch Abfluss des Firmen Know-how und die bisher ergriffenen strategischen Schutzmaßnahmen zu erfassen. Die Studie wird ab Juni 2006 über die Onlineseiten des Handelsblatts abzurufen sein und exklusiv in einer Freitagsausgabe veröffentlicht werden. mehr...
7. Veranstaltungen
26.+27.04.2006 Sicherheitstage 2006 Sparkassenakademie Potsdam Die Veranstaltung bietet einen Einführungstag sowie eine Vertiefung am zweiten Konferenztag entweder zum Thema IT-Sicherheit oder Wirtschaftskriminalität / Korruption. Im zweiten Themenblock wird auch das BKMS® System vorgestellt. mehr... 28.-30.06.2006 Wissenschaftliche Tagung: Korruptionsprävention - Diagnosen und Therapien Leucorea, Lutherstadt Wittenberg Die Konferenz wird von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg veranstaltet. Schwerpunkt ist ein Theorie-Praxis-Dialog, in dem insbesondere die Therapie-Optionen interner und externer Unternehmensstrategien sowie die Rolle eines die Prävention fördernden gesellschaftlichen Umfelds ausführlich diskutiert werden. Im Rahmen der Darstellung externer Unternehmensstrategien wird Kenan Tur, Vorstand der BUSINESS KEEPER AG, das BKMS® System erläutern mehr... 07.-14.10.2006 Vorlesung: The Economics of Corruption Universität Passau Prof. Dr. Johann Graf Lambsdorff hält diese englischsprachige Vorlesung bereits zum siebten Mal. In diesem Jahr werden zusätzlich Workshops zu spezifischen Anti-Korruptions-Themen angeboten. mehr...
8. Literatur
Global Compact Deutschland Jahrbuch 2005. Mediengruppe macondo, Januar 2006. ISBN: 3-9810638-1-3 Das Jahrbuch des deutschen Netzwerkes - erstmals auf Deutsch und Englisch - stellt 29 Best Practice Beispiele von Unternehmen vor. In Beiträgen kommen u.a. Kofi Annan, Klaus Töpfer sowie Henning Mankell zu Wort. Der Vorstand der BUSINESS KEEPER AG, Kenan Tur, schreibt über Whistleblowing als Folgeprozess von Werte- und Integritätsmanagement. mehr...
Jahrbuch Korruption 2005. Von Transparency International (Hrsg.). Parthas, Januar 2006. ISBN: 3866018657. Das Jahrbuch 2005 zeigt, wie Korruption im Bausektor wirtschaftliche Entwicklung behindert. Weitere Themen sind die neuesten Ergebnisse der Korruptionsforschung und die Korrelation von Korruption in Bezug auf Themen wie ausländische Investitionen und Umweltverschmutzung. mehr...
Moral und Ökonomie. Von Birger P. Priddat. Parerga Verlag, Juli 2005. ISBN: 3937262032. Im Vordergrund stehen überlegungen zur Neuproportionierung von Ökonomie und Ethik - ohne Diskriminierung des jeweiligen Gegenübers. mehr...
Ethikbasiertes Strategisches Management. Werteinstellungen als Erfolgsfaktor im Bankenmarkt. Von Markus Knüfermann. Physica Verlag, Juli 2005. ISBN: 3-7908-1589-6. Gesellschaftliche Werteeinstellungen stellen einen Erfolgsfaktor im Strategischen Management dar. Am Beispiel des deutschen Bankenmarktes wird erläutert, wie Ethik und Erfolgsstreben verknüpft werden können. mehr...
9. Motto
Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.
John Ruskin
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Newsletter I/2006
Inhalt
1. Studien: 40% der Betrugsfälle werden durch Hinweise aufgedeckt 2. UN-Konvention gegen Korruption ist in Kraft 3. Result Group eröffnet Niederlassung in Potsdam 4. Studie: Korruption verhindert gesamtwirtschaftliches Wachstum 5. Wirtschaftsethik-Preise verliehen 6. Unsere neue Webseite 7. Whistleblower Policy der United Nations 8. Veranstaltungen 9. Literatur 10. Motto
1. Studien: 40% der Betrugsfälle werden durch Hinweise aufgedeckt
Für die aktuelle Studie "Wirtschaftskriminalität 2005" von PriceWaterhouseCoopers, Autoren Claudia Nestler und Steffen Salvenmoser, wurden 3.600 Unternehmen in 34 Ländern befragt. Danach wird jedes zweite deutsche Unternehmen Opfer wirtschaftskrimineller Handlungen, 43% der Delikte werden durch interne Hinweise aufgedeckt. 23% der Unternehmen verfügen bereits über ein Hinweisgebersystem und senken so die Quote zufälliger Entdeckungen. mehr...
Auch eine US-amerikanische Studie der Association of Certified Fraud Examiners kommt zu dem Ergebnis, dass rund 40% der Betrugsfälle durch Hinweisgeber aufgedeckt werden. Im Vergleich wird diese Art von Frühwarnung von Verwaltungen und NGOs besser genutzt als von Privatunternehmen.
2. UN-Konvention gegen Korruption ist in Kraft
Die am 14. Dezember 2005 in Kraft getretene UN-Konvention ist das erste globale, rechtlich bindende Instrument im Kampf gegen Korruption. Sie schafft eine Plattform für Behörden, bei der Festnahme von Straftätern zusammenzuarbeiten und diese an ihre Heimatländer auszuliefern.
Leider haben die meisten der entwickelten Länder die Konvention noch nicht unterzeichnet. Bisher haben nur 38 Staaten, zumeist Entwicklungsländer, die Konvention ratifiziert. Alle UNO-Mitgliedstaaten sind gefordert, diesem Beispiel zu folgen. Die Bundesrepublik Deutschland hat die Konvention am 09.12.2003 unterzeichnet, eine Umsetzung in deutsches Recht steht noch aus. mehr...
3. Result Group eröffnet Niederlassung in Potsdam
Die Result Group GmbH aus München, ein Kooperationspartner der BUSINESS KEEPER AG, hat ein Büro nahe der Bundeshauptstadt eröffnet. Zur präventiven Abwehr erstellt die Result Group ganzheitliche Schutzkonzepte zur Verhinderung von dolosen Handlungen und ist ein Spezialist für Ermittlungen bei Wirtschaftskriminalität. Erreichbar ist die Result Group in Potsdam unter folgender Anschrift: Virchowstraße 11, 14482 Potsdam, Tel. (0331) 7044892. mehr...
4. Studie: Korruption verhindert gesamtwirtschaftliches Wachstum
Die Volkswirte Klaus Hafemann und Dr. Robert B. Vehrkamp stellen in ihrem Beitrag zur angewandten Wirtschaftsforschung 2005 fest, dass Korruption vor allem Effizienzverluste bewirkt. Korruption führt durch die willkürliche Verletzung von Regeln zu Unsicherheit, diese Unsicherheit führt zu höheren ökonomischen Kosten und schmälert den Gewinn eines Unternehmens. Ein hoher Grad von Korruption ist daher verbunden mit geringeren Investitionen und einem geringeren gesamtwirtschaftlichen Wachstum. mehr...
5. Wirtschaftsethik-Preise verliehen
Der Preis für Unternehmensethik des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik zeichnet Unternehmen aus, die sich durch wegweisende Initiativen auf eine ethisch orientierte Geschäftspolitik verpflichten. Am 12. Dezember 2005 wurde der Preis für 2006 an die NOVARTIS AG für die konsequente Umsetzung der zehn Prinzipien des Global Compact vergeben. mehr...
Die Plansecur-Stiftung verfolgt mit der Verleihung ihres Wissenschaftspreises das Ziel, die Wirtschafts- und Unternehmensethik zu fördern und Anreize für die Forschung zu diesem Themenkomplex zu bieten. Die Wirtschaftswissenschaftler Dr. Ulf Schrader und Dr. Andreas Bunz sind im November 2005 ausgezeichnet worden. In seiner Dissertation mit dem Titel "Das Führungsverständnis der deutschen Spitzenmanager — Eine empirische Studie zur Soziologie der Führung" analysiert Dr. Bunz die moralisch-ethischen Überzeugungen und Glaubenssätze, nach denen deutsche Spitzenmanager ihre Funktion als Führungspersonen ausüben. Die wissenschaftliche Untersuchung von Dr. Schrader trägt den Titel "Corporate Citizenship: Die Unternehmung als guter Bürger?" und beschäftigt sich mit der Übertragung des Bürgerbegriffs auf Unternehmen. mehr...
Der Whistleblower-Preis 2005 der VDW - Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. ging im Oktober 2005 an Theodore A. Postol für seine wissenschaftliche Kritik am amerikanischen Raketenabwehrprogramm sowie an Arpad Pusztai für seine Forschungen mit gentechnisch veränderten Kartoffeln. Mit dem Preis sollen Persönlichkeiten geehrt werden, die in ihrem Arbeitsumfeld oder Wirkungskreis schwerwiegende, mit erheblichen Gefahren für Mensch und Gesellschaft, Umwelt oder Frieden verbundene Missstände aufgedeckt haben. mehr...
6. Unsere neue Webseite
Seit einigen Tagen ist unsere neue Internetpräsenz online. Neben Berichten zur BUSINESS KEEPER AG und zum BKMS® System haben wir viele aktuelle und fundierte Informationen zu den Themenbereichen Whistleblowing, Wirtschaftskriminalität und Wirtschaftsethik zusammengetragen. Zudem geben wir eine Einsicht in die einschlägigen rechtlichen Vorschriften in Deutschland, den USA sowie internationale Konventionen. Die Webseite ist unter der bekannten Adresse www.business-keeper.com zu erreichen. mehr...
7. Whistleblower Policy der United Nations
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hat am 22. Dezember 2005 die Whistleblower Policy verkündet, die am 01. Januar 2006 in Kraft getreten ist. Das Instrument soll Transparenz durch Schutz der Hinweisgeber ermöglichen. mehr...
8. Veranstaltungen
07. + 08.02.2006 „Unternehmensrisiko Korruption“ Vorbeugen — Aufdecken — Bekämpfen Handelsblatt Konferenz Frankfurt am Main Korruptionsbekämpfung ist schon längst kein Tabu-Thema mehr. Vielmehr lässt die kritische Auseinandersetzung hiermit auf eine verantwortungsvolle Unternehmensführung schließen. Sie erfahren aus Praxisberichten, wie dieses Thema in Unternehmen wie Airbus Deutschland GmbH, Allianz AG, BASF AG, DaimlerChrysler AG, Deutsche Telekom AG, Fraport AG und vielen weiteren gehandhabt wird. Als Maßnahme zur Aufdeckung von Korruption wird auch das BKMS® System vorgestellt. mehr... 27. - 28.03.2006 Fraud Management und Wirtschaftsethik — Korruptionsprävention und Firmenkultur als zentraler Wettbewerbsfaktor Jahresfachkonferenz Europäische Akademie für Steuern, Wirtschaft & Recht Köln Im Bereich Wirtschaftsethik, der immer mehr an Bedeutung gewinnt und auch im Sprachgebrauch der Politiker zunimmt, soll konkret gezeigt werden, wie Unternehmensziele und moralische Werte zusammenpassen und einem Unternehmen zu besserer Mitarbeiter- und Kundenbindung sowie einer guten Reputation und somit einer Sicherstellung der Integrität verhelfen können. Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung liegt im Praxisbereich, um den Teilnehmern zu zeigen, wie andere Unternehmen mit Betrugsfällen umgegangen sind, welche Konsequenzen sie gezogen haben und welche Möglichkeiten es gibt, ein Fraud Management System aufzubauen, z.B. durch Einsatz des BKMS® Systems. mehr...
9. Literatur
Im Schatten der Integration. OLAF und die Bekämpfung von Korruption in der Europäischen Union. Von Florian Neuhann. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden Baden 2005. ISBN: 3-8329-1479-X. Aus politikwissenschaftlicher Perspektive werden die Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung innerhalb der EU bewertet. Nach einer Bestandsaufnahme und Problemanalyse macht der Autor Vorschläge für Verbesserungen insbesondere hinsichtlich Rechtsgrundlage und Öffentlichkeitsarbeit. mehr...
Dimensionen politischer Korruption. Beiträge zum Stand der internationalen Forschung. Aus der Reihe: Politische Vierteljahresschrift Sonderhefte 35/2005. Von Ulrich von Alemann (Hrsg.). VS Verlag für Sozialwissenschaften 2005. ISBN: 3-531-14141-4. Politische Korruption gehörte lange Zeit nicht zum Selbstverständnis der Bundesrepublik Deutschland. Mittlerweile ist aber auch hierzulande Korruption zu einem ernstzunehmenden Problem geworden. In diesem Sonderheft wird das Phänomen umfassend und systematisch mit internationalem Vergleich behandelt. mehr...
Whistleblowing unter dem Aspekt der Korruptionsbekämpfung. Von Zora Ledergerber. Stämpfli Verlag 2005. ISBN: 3-7272-0695-0. Um in der Schweiz gerechtfertigtes Whistleblowing in Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung zu ermöglichen und somit die hohe Dunkelziffer bei Korruptionsdelikten herabzusetzen, empfiehlt Dr. Zora Ledergerber in ihrer Dissertation die Einführung einer Whistleblowing-Schutzgesetzgebung. mehr...
Whistleblowing — Beitrag der Mitarbeiter zur Risikokommunikation. Von Björn Rohde-Liebenau. Edition der Hans-Böckler-Stiftung Nr. 159. ISBN: 3-86593-036-0. Es handelt sich um den ersten Ratgeber für Betriebsräte (und Mitarbeiter) auf dem deutschen Markt. Der Ansatz von RCC Risk Communication Concepts versucht die typischen Fallen des Whistleblowings zu vermeiden und für alle Beteiligten den bestmöglichen Nutzen aus wertvollen Risikohinweisen zu schaffen. mehr...
10. Motto
Es kann 100 Jahre dauern, eine gute Marke aufzubauen und 30 Tage, sie fertig zu machen.
David D'Alessandro
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