US-amerikanische Gesetze mit Auswirkung auf deutsche Unternehmen
Whistleblower Protection Act von 1989
Sarbanes-Oxley Act von 2002
Die Bilanzskandale und Unternehmensinsolvenzen in den USA haben die Schwächen eines rein kapitalmarktorientierten Corporate-Governance-Systems und die strukturellen Defizite einer internen Corporate Governance in einem Board-System offenbart. Sie zeigen, welche große Bedeutung die Corporate Governance für einen funktionierenden Kapitalmarkt und für eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung hat.
Der Whistleblower Protection Act, der seit 1989 in Kraft ist und 1994 nochmals verbessert wurde, schützt Staatsbedienstete, die "in gutem Glauben" auf Rechtsverletzungen, Ressourcenverschwendung oder den Missbrauch hoheitlicher Befugnisse hinweisen. Einzelne Bundesstaaten haben auch gesetzliche Regelungen zum Schutz von Whistleblowern in der Privatwirtschaft erlassen.
Diese Gesetze verbieten es, einen Whistleblower zu kündigen oder anderweitig zu diskriminieren. Bei Verstößen der Arbeitgeber gegen diese Bestimmungen haben die Betroffenen Anspruch auf Wiedereinstellung, Nachzahlung des Lohnes, Schadensersatz und die Erstattung der Anwaltskosten.