SEC. 806. PROTECTION FOR EMPLOYEES OF PUBLICLY TRADED COMPANIES WHO PROVIDE EVIDENCE OF FRAUD. "(a) WHISTLEBLOWER PROTECTION FOR EMPLOYEES OF PUBLICLY TRADED COMPANIES. - No company with a class of securities registered under section 12 of the Securities Exchange Act of 1934 (15 U.S.C. 78l), or that is required to file reports under section 15(d) of the Securities Exchange Act of 1934 (15 U.S.C. 78o(d)), or any officer, employee, contractor, subcontractor, or agent of such company, may discharge, demote, suspend, threaten, harass, or in any other manner discriminate against an employee in the terms and conditions of employment because of any lawful act done by the employee - "(1) to provide information, cause information to be provided, or otherwise assist in an investigation regarding any conduct which the employee reasonably believes constitutes a violation of section 1341, 1343, 1344, or 1348, any rule or regulation of the Securities and Exchange Commission, or any provision of Federal law relating to fraud against shareholders, when the information or assistance is provided to or the investigation is conducted by - "(A) a Federal regulatory or law enforcement agency; "(B) any Member of Congress or any committee of Congress; or "(C) a person with supervisory authority over the employee (or such other person working for the employer who has the authority to investigate, discover, or terminate misconduct); or "(2) to file, cause to be filed, testify, participate in, or otherwise assist in a proceeding filed or about to be filed (with any knowledge of the employer) relating to an alleged violation of section 1341, 1343, 1344, or 1348, any rule or regulation of the Securities and Exchange Commission, or any provision of Federal law relating to fraud against shareholders.
Das US-amerikanische Gesetz normiert Fristen, innerhalb deren den Beschwerden von Whistleblowern nachgegangen werden muss und schreibt vor, dass Whistleblower über den Fortgang der Untersuchungen unterrichtet werden müssen. Der »Special Counsel« muss dem US-Kongress jährlich einen Bericht über die Zahl der eingegangenen Beschwerden und ihre Behandlung vorlegen.
Um Whistleblower vor Vergeltungsmaßnahmen besser zu schützen, verbietet die gesetzliche Neuregelung dem »Special Counsel«, die Identität des betroffenen Whistleblowers preiszugeben, soweit nicht ein besonderer Ausnahmefall vorliegt (zur Abwehr einer dringenden Gefahr für die Öffentlichkeit oder zur Verhinderung einer Straftat). Vor allem aber können gerichtlich einstweilige Anordnungen beantragt werden, um den betroffenen Whistleblower während laufender Verfahren zu schützen. Dem obsiegenden Whistleblower werden die Auslagen und Anwaltskosten ersetzt.
Neben diesen verfahrensrechtlichen Schutzregelungen sieht das Gesetz ferner vor, dass ein Whistleblower auf seinen Antrag hin zu einer anderen Dienststelle versetzt werden kann, wenn er Vergeltungsmaßnahmen befürchtet.
Studie zu den Auswirkungen des SOX auf deutsche Unternehmen
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Quelle: Deutsches Aktieninstitut, Februar 2006
Der Whistleblower Protection Act, der seit 1989 in Kraft ist und 1994 nochmals verbessert wurde, schützt Staatsbedienstete, die "in gutem Glauben" auf Rechtsverletzungen, Ressourcenverschwendung oder den Missbrauch hoheitlicher Befugnisse hinweisen. Einzelne Bundesstaaten haben auch gesetzliche Regelungen zum Schutz von Whistleblowern in der Privatwirtschaft erlassen.
Diese Gesetze verbieten es, einen Whistleblower zu kündigen oder anderweitig zu diskriminieren. Bei Verstößen der Arbeitgeber gegen diese Bestimmungen haben die Betroffenen Anspruch auf Wiedereinstellung, Nachzahlung des Lohnes, Schadensersatz und die Erstattung der Anwaltskosten.