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Hätte ein Hinweisgebersystem die Mordserie verhindert?

Nach dem Bekanntwerden des Ausmaßes der Mordserie an mindestens 90 Patienten in Oldenburg und Delmenhorst beklagen Experten und Verbände das Fehlen von Hinweisgebersystemen in Krankenhäusern. Durch anonyme Meldemöglichkeiten hätte der ehemalige Krankenpfleger Niels H. womöglich früher gestoppt werden können.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, erklärte in einer Stellungnahme: „Es fehlt für die meisten Kliniken weiterhin ein anonymes Meldesystem. Whistleblower müssen ihre Beobachtungen aber einer unabhängigen und externen Stelle melden können, ohne Angst vor beruflichen Konsequenzen zu haben.“

Anonyme Hinweisgebersysteme sind bislang nur an wenigen der insgesamt rund 2.000 Krankenhäuser in Deutschland eingeführt.

Es gelte, so Brysch, eine „Kultur des Hinschauens auf allen Ebenen im Krankenhaus zu verankern – von Pflegekräften über Ärzte bis hin zum Management.“ Hinweisgebersysteme sind wichtige Bausteine für mehr Patientensicherheit und können dazu beitragen, Straftaten frühzeitig zu erkennen.

Das Klinikum Oldenburg hat gehandelt und setzt bereits seit fast anderthalb Jahren ein elektronisches Hinweisgebersystem ein. Nach den ersten neun Monaten im Einsatz zog das Klinikum Ende 2016 eine positive Bilanz. Es helfe dabei, potenzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren aber auch Missverständnisse auszuräumen. Zugleich sensibilisiere es die Mitarbeiter für die geltenden Regeln und ethischen Prinzipien des Klinikums. Das Hinweisgebersystem steigere deshalb die Patientensicherheit – und zwar ohne dass die Belegschaft unter Generalverdacht gestellt werde. Somit unterstützt es alle engagierten und integren Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit. Bei der Wahl des richtigen Hinweisgebersystems gibt es allerdings große Unterschiede: Ein günstiges System wirkt als ineffektives Feigenblatt. Ein datenschutzzertifiziertes und auditierbares System schützt den Hinweisgeber und stärkt das Vertrauen in die Bemühungen.

Ebenfalls gute Erfahrungen mit Hinweisgebersystemen hat beispielsweise das Klinikum Mannheim gemacht. Unmittelbar nach Bekanntwerden eines Hygieneskandals wurde sich um die Einführung eines anonymen Meldesystems bemüht.

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