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Polizei Baden-Württemberg baut BKMS® Hinweisgebersystem aus

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der politisch motivierten Straftaten um rund 14 Prozent auf 41.177 gestiegen. Damit befindet sich die politisch motivierte Kriminalität auf dem zweithöchsten Stand seit Einführung dieser Statistik im Jahr 2001.[1]

Gerade in den vergangenen Wochen ist eine massiv gestiegene Militanz der gewaltorientierten linksextremistischen Szene in Stuttgart im Zuge der „Querdenken-Demonstrationen“ während der Coronamaßnahmen zu erkennen. Um diese Vorfälle in Form von Straßenschlachten, Plünderungen bis hin zu Fällen versuchten Totschlags aufzuklären, ist die Polizei Baden-Württemberg verstärkt auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen.

Seit dem 26. Juni 2020 hat die Polizei Baden-Württemberg das BKMS® Hinweisgebersystem um einen kurzfristig freigeschalteten Meldeprozess (BKMS® Quick Response) ergänzt, mithilfe dessen die Geschehnisse in Stuttgart in der Nacht vom 20. zum 21. Juni schnellstmöglich aufgeklärt werden sollen. „Falls sich Zeugen nicht persönlich bei der Polizei melden möchten, besteht nun die Möglichkeit, dies anonym über das BKMS® zu tun“, erläuterte der Stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl.

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg nutzt das BKMS® Hinweisgebersystem seit 2012. Bislang konnten Hinweise zu den Themen Rechtsextremismus, Islamistischer Extremismus/Terrorismus, Korruption und Wirtschaftskriminalität abgegeben werden. Bereits am 18. Juni 2020 wurde das System um die Bereiche Linksextremismus und Antisemitismus erweitert. Für das Land Baden-Württemberg ist dies ein weiterer wichtiger Baustein, extremistische Straftaten zu verhindern und aufzuklären.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum themenspezifischen Hinweisgebersystem der Polizei Baden-Württemberg.

 [1] Vgl. Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, www.bmi.bund.de/DE/themen/sicherheit (abgerufen am 03.07.2020)