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Schweizer Finanzaufsicht warnt vor Missbrauch bei Anträgen auf Kurzarbeitsgeld

Auch in der Schweiz kämpfen viele Betriebe mit den Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, die sie dazu bewegen, Kurzarbeitszeitgelder zu beantragen. Um den Prozess möglichst schlank und effektiv zu halten, sind dafür jedoch so wenig Datenangaben erforderlich, dass eine Überprüfung des Anspruchs durch die Arbeitslosenkassen gar nicht möglich ist. Eine Fundgrube für Betrug, wie die Finanzaufsicht nun mittels zahlreicher Hinweise von Whistleblowern in ihrem Bericht festgestellt hat.

Über das BKMS® Hinweisgebersystem seien demzufolge bis Ende September 213 eingegangen, die den Verdacht auf mögliche unsaubere Anträge für den Erhalt von Kurzarbeitsentschädigung nahelegen, darunter 178 Unternehmen, die ein Gesamtvolumen von 145 Millionen Franken bezogen haben, so die stellvertretende Chefin der Finanzkontrolle Brigitte Christ.

Aufgrund des vereinfachten, von der Finanzaufsicht stark kritisierten, Antragsverfahrens wird Hinweisgebenden ein hoher Stellenwert bei der Aufdeckung solcher Betrugsfälle zugesprochen: So konnten bereits 36 Unternehmen aufgrund von Meldungen ausfindig gemacht und sechs Strafanzeigen in diesem Kontext ausgesprochen werden.

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