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Absprachen

 

Absprachen bzw. Vereinbarungen zwischen Unternehmen, die den Wettbewerb beschränken, sind in Deutschland verboten. Diese koordinierten Absprachen zielen darauf ab

  • durch Preisveränderungen oder Produktionsmengenveränderungen einen Vorteil auf dem Markt zu erlangen und Wettbewerber am Markt zu benachteiligen sowie
  • Absatzgebiete oder Kundengruppen zum Nachteil weiterer Wettbewerber aufzuteilen.

Hierzu zählt ebenfalls die vertikale Marktbeziehung der Unternehmen. D.h. Absprachen zwischen Hersteller und Händler mit der Absicht, einen Endverkaufspreis für ein Produkt festzulegen, sind ebenso verboten. In Deutschland überprüft das Kartellamt, ob solche Absprachen zwischen Unternehmen stattfinden, bei Absprachen innerhalb der EU kooperiert das Kartellamt mit der ECN (European Competition Network).


Im Compliance Kontext finden unerlaubte Absprachen oft im Geheimen statt und werden nur selten verschriftlicht. Mögliche Beweismittel werden oft versteckt oder vernichtet. Da Absprachen die Innovationskraft auf dem Markt reduziert und zu hohen Preisen bei schlechter Produktqualität führen, ist Insider-Wissen oder Kenntnisse über verbotene Absprachen für die Aufdeckung von Straftaten besonders wichtig.

 
Vgl.Kartellverbot. Bundeskartellamt. Abgerufen 11. Januar 2021, von www.bundeskartellamt.de/DE/Kartellverbot/kartellverbot_node.html