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Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland: Bribery Act

Der Bribery Act 2010 ist ein Antikorruptionsgesetz des Vereinigten Königreichs. Es wurde im April 2010 verabschiedet und ist am 1. Juli 2011 in Kraft getreten.

Das Gesetz mit weltweitem Anwendungsbereich gilt als eines der härtesten Antikorruptionsgesetze und sanktioniert vor allem Korruption im Ausland. Sowohl natürliche Personen als auch Unternehmen können sanktioniert werden, wenn im Zusammenhang mit ihren Geschäften eine Korruptionstat begangen wird und versäumt wurde, die Tat durch adäquate Vorkehrungen zur Bekämpfung von Korruption (z. B. durch ein Compliance System) zu verhindern. Als geeignete Maßnahme wird explizit ein Whistleblowing-System genannt (Guidance to the Bribery Act 2010, Seite 22 und 23).

Darüber hinaus sollten sich Unternehmen dem Thema Einladungen und Geschenken widmen und geeignete Maßnahmen treffen, wie die Nutzung von Systemen sicherstellen, damit diese angemessen und verhältnismäßig ausfallen. Je nach Branche, Art und Ausmaß des Geschenks können Einladungen oder Geschenke gegenüber Geschäftspartnern unzulässig sein, wenn sie ein Verhalten veranlassen sollen, dass nicht dem gutem Glauben und der Unparteilichkeit entspricht.

Kommt es nämlich zum Haftungsfall, können sich Unternehmen entlasten, wenn adäquate Vorbeugungsmaßnahmen nachgewiesen werden können. Diese können umfangreiche Prozesse, eine Risikosteuerung, Geschäftspartnerprüfung, und Schulungen zum Thema Compliance beinhalten.