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Meldekanal

 

Weltweit stellen viele Unternehmen ihren Mitarbeitern, Lieferanten, Aktionären etc. verschiedene Meldekanäle bereit, um die vertrauliche und sichere Abgabe von Meldungen zu unterstützen. Hierbei wird zwischen internen und externen Meldekanälen unterschieden: Entweder erhält der Mitarbeiter die Chance sich bei einer verantwortlichen Stelle im Unternehmen zu melden oder dieser wählt den externen Weg über Ombudsmänner oder Behörden.

 

Intern bieten sich die Kanäle Brief, Fax, E-Mail, eine Telefon-Hotline sowie webbasierte Hinweisgebersysteme an. Letzteres hat den Vorteil, dass Meldungen sicher und anonym abgegeben werden können. Die Meldekanäle fließen oftmals direkt zu einer Meldestelle, welche Teil der Compliance-Abteilung, der Personalabteilung oder direkt der Geschäftsleitung sein kann.

 

Der Erfolg eines Meldekanals liegt u. a. daran, wie aktiv dieser kommuniziert wird und leicht auf diesen zugegriffen werden kann. Es ist wichtig darauf zu achten, dass Meldungen orts-und zeitunabhängig abgegeben werden können, so dass internationale Mitarbeiter ebenfalls die Chance erhalten, Meldungen abzugeben.

 

Falls jedoch alle Meldekanäle keine Ergebnisse bewirken sollten, sollen Hinweisgeber laut der neuen EU-Whistleblowing-Richtlinie  als letzte Möglichkeit die Meldung bzw. Informationen publik machen können. Beispielhaft seien hier Internetplattformen oder soziale Medien, oder aber auch per Übermittlung an Medien, Amtsträger, zivilgesellschaftliche Organisationen etc. genannt. Dies käme in Betracht sobald der Whistleblower nicht innerhalb der vorgesehenen Frist von drei bzw. sechs Monaten eine angemessene Rückmeldung von der Meldestelle erhalten haben sollte.